Bestens mit den Weinqualitäten vertraut
Ehemaliger Hessischer Ministerpräsident Hans Eichel besuchte Kiedrich

Udo Wesemüller, Martin Rabanus, Winfried Steinmacher, Aylin Sinz und Hans Eichel (v.l.n.r.) im Kiedricher Rathaus.

Kiedrich. (mh) – Im Zuge seiner Begleitung des SPD-Bundestagsabgeordneten Martin Rabanus bei dessen Kreisbereisung besuchte der ehemalige Hessische Ministerpräsident und Bundesfinanzminister Hans Eichel auch Kiedrich. Dort empfingen ihn Bürgermeister Winfried Steinmacher und Udo Wesemüller, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, im Rathaus.

 

Bei einem Glas Sekt vermittelte Steinmacher seinen Gästen mit stichwortartigen Erläuterungen, wie etwa zur Zusammenführung und Erweiterung des Rathauses und der Anlage eines neuen Festplatzes im Zuge des Projekts „Stadtumbau“ sowie der Sicherung der Nahversorgung für Kiedrich durch die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes, dem Ausbau der Betreuungsangebote für Kiedricher Kinder sowie zahlreicher anderer Zukunftsprojekte einen Überblick über die erfolgreiche Entwicklung der Gemeinde in den letzten Jahren.

Mit Stolz wies der Bürgermeister auf den deutlichen Schuldenabbau durch vorausschauende Entscheidungen, wie der Bebauung des Alten Sportplatzes und des Misch- und Gewerbegebietes an der Eltviller Straße trotz der hohen Investitionsausgaben hin.

Wie Eichel betonte, sei er als Ministerpräsident schon gerne nach Kiedrich gekommen. Interessiert folgte er den Ausführungen des Bürgermeisters über die positive Entwicklung der Gemeinde. Dabei zeigten Steinmacher und Wesemüller sich über das noch vorhandene Detailwissen von Eichel erfreut und zugleich verwundert.

Der anschließenden Besichtigung der Wohnbebauung des Alten Sportplatzes sowie der neuen Sportanlage mitsamt den Vereinsräumen und seiner Infrastruktur widmete Eichel ebenso sein Interesse wie der Renovierung der Basilika Minor St. Valentin. Hier war er sichtlich angetan und sprach von einer „Jahrhundertrenovierung“. Eine Bewertung, der angesichts der kunstvollen Aufarbeitung der Kunstschätze niemand widersprach.

Da Eichel ehemals auch Kasseler Oberbürgermeister war, interessierte ihn besonders die kommunalpolitische Arbeit der SPD vor Ort, zu der Wesemüller wiederholt Stellung nahm. „Gute Kommunalpolitik ist die Grundlage eines funktionierenden Staatswesens“, war hierbei sein Credo, „ob es in Kiedrich die Maßnahmen zur Verbesserung der Straßen, zum intensiven Ausbau im innerörtlichen Bereich, zur Sicherung der einzigartigen eigenen Wasserversorgung oder der Entwicklungsbeginn des bisher brachliegenden Plönzke-Geländes zu einer Hotelanlage sind“. Gleichzeitig ermunterte Eichel seine Gastgeber, ihre erfolgreiche kommunalpolitische Arbeit zum Wohle der Bürger fortzuführen.

Da sich Nordhesse und gleichzeitig Weinfreund zu sein nicht ausschließen, ließ sich Eichel darüber hinaus zu einer Besichtigung des Weingutes Weil „überreden“. Auch hier zeigte er sich als Rheingau-Kenner, der mit den Chancen von Flurbereinigungsverfahren ebenso bestens vertraut ist wie mit den verschiedenen Weinqualitäten.

Bei der Verabschiedung ihrer Gäste freuten sich Steinmacher und Wesemüller, „dass der geplante zweistündige „Besuch unter Freunden“ deutlich überschritten wurde.

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