Galakonzert im Kiedricher Bürgerhaus
Die „Rheinhessische Bläserphilharmonie“ begeistert ihre Zuhörer.

Die „Rheinhessische Bläserphilharmonie unter Leitung von Stefan Grefig.

Kiedrich. (lw) – Am vergangenen Sonntag war es möglich, der „Rheinhessischen Bläserphilharmonie“ im Bürgerhaus zu lauschen. Das Orchester besteht zurzeit aus ungefähr 50 Musikerinnen und Musikern. In den letzten Jahren konnte die „Rheinhessische Bläserphilharmonie“ einige Wettbewerbserfolge für sich verbuchen und ist ganz besonders stolz auf ihre Nachwuchsarbeit.

Ihre Musik ist jung, dynamisch, und erfolgreich. Dennoch schaffen sie es dabei ihren Wurzeln treu zu bleiben.

Seit 2006 ist Dirigent Stefan Grefig der Leiter des Orchesters. 1976 in der Pfalz geboren, absolvierte er, mit hoher Auszeichnung, ein Kapellmeisterstudium an der Musikhochschule Maastricht in den Niederlanden. Parallel dazu durchlief er das Studium in Musikpädagogik und Trompete an den Musikhochschulen Wiesbaden und Frankfurt am Main.

Grefig war auch vor seiner Arbeit mit der „Rheinhessischen Bläserphilharmonie“ bei vielen bekannten Ensembles beschäftigt. Er dirigierte die „Junge Bläserphilharmonie Nordrhein-Westfalen“ und die „Brass-Band“ der Wiesbadener Musikhochschule. Außerdem ist er als Dozent im In- und Ausland tätig. Auch einzelne Konzerttätigkeiten bringen ihn in alle Teile der Welt. Aktuell ist er Chefdirigent des „Landespolizeiorchesters Rheinland-Pfalz“, der „Rheinhessischen Bläserphilharmonie“, des „Landesjugendblasorchesters Rheinland-Pfalz“ und der „Brass Band Rheinland-Pfalz“. Die „Rheinhessische Bläserphilharmonie“ ist eines der Ensembles im Verein „Carolus Magnus Ingelheimer Kaiserpfalz Bläser“ gegründet im Jahr 1974.

Das Galakonzert bot Stücke von Philip Sparke, einem englischen Komponisten und Musiker geboren 1951 in London mit der „Jubilee Overture“, Maxime Aulio, einem 1980 geborenen französischen Komponisten, der vor allem durch sein Werk „Le Voyages de Gulliver“ Bekanntheit erlangte, Bert Appermont, ein 1973 in Bilzen, Belgien geborener Musiker und Komponist, der auch unter dem Pseudonym „Robert Finn“ tätig ist und dessen Stück „Return of the Vikings“ zum Galakonzert beitrug. Bis zu dem japanischen Komponist und Oboist Yosuke Fukuda, geboren 1975 in Suginami, mit seinem Werk „Symphonic Dances“ reichte das Spektrum.

Die „Rheinhessische Bläserphilharmonie“ versteht es ausgezeichnet seine Hörer mitzureißen und bietet den Anwesenden mehr als nur ein Konzert. Um „Le Voyage de Gulliver“ bestmöglich zu erfassen, arbeitete Daniel Klocker (stellvertretender Dirigent) eng mit Stefan Grefig und dem Orchester zusammen. Daniel Klocker erklärte, wie die meisten Menschen reagieren, wenn sie von „Gullivers Reisen“ hören. „ „Gullivers Reisen“, kenne ich! Da ging es doch um Liliputaner, oder so?“ Doch der Roman aus dem Jahr 1726 ist auch satirisch und gesellschaftskritisch. Am Bekanntesten ist die Kinderfassung des Buches, in dem lediglich das Land der Liliputaner und der Riesen Erwähnung findet. Doch der Roman bietet noch so vieles mehr. Da es nicht nur um Groß und Klein, sondern auch um die Gefühlswelt Gullivers geht, bedurfte es eines Reiseführers in Form von Daniel Klocker. Der zitierte Auszüge aus dem Roman und Stefan Grefig spielte einzelne Passagen mit dem Orchester an, so dass die Zuhörer die Klangwelten und die Bedeutung dahinter erfahren konnten.

Ein Beispiel ist der Beginn des Romans, in dem Gulliver als Schiffsarzt auf die „Antilope“, ein stolzes und prächtiges Schiff gelangt und ungeduldig auf das Abenteuer seines Lebens drängt. Stefan Grefig und Orchester spielten dann eine Basspassage vor, die wie das Schlagen von Wellen anmutete und Gullivers Gefühlswelt beschrieb. Auf diese Weise war es den Zuhörern möglich, die einzelnen Gefühlswelten, im am Stück gespielten Werk von „Le Voyage de Gulliver“, wiederzufinden.

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