Nikolaus praller Geschenkesack war am Ende leer
Der Schnee verzauberte den 45. SPD-Adventsbasar in ein Winter-Wunderland

Der Nikolaus war von den vielen Kindern sehnlichst erwartet worden, denn alle wollten ein kleines Geschenk mit nach Hause nehmen.

Kiedrich. (mh) – „Leise rieselt der Schnee“ lautete eines der Lieder, das am Vorabend des 45. SPD-Adventsbasars beim gemeinsamen Singen mit Vertretern Kiedricher Vereine ertönte. Am Sonntag wurde dieser Wunsch Wirklichkeit, denn Frau Holle hatte den Josef-Staab-Platz in ein Winter-Wunderland verzaubert.

„Wir sind über den Besuch unserer Traditionsveranstaltung zufrieden, zog Udo Wesemüller, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Kiedrich, eine positive Bilanz des 45. SPD-Adventsbasars.

Von den angemeldeten Standbetreibern haben, wie er sagte, wegen des Schneefalls nur zwei ihre Teilnahme abgesagt.

Auch aus den Reihen der Standbetreiber habe er, so Wesemüller, zahlreiche positive Rückmeldungen bekommen. Viele hätten ihm bereits mitgeteilt, dass sie sich auch im kommenden Jahr an dieser Traditionsveranstaltung beteiligen möchten, „weil die Atmosphäre und das Ambiente dort einmalig sind und man sich darin wie in einer großen Familie fühlt“.

Auch für den diesjährigen Adventsbasar hatte der Veranstalter mit einer sorgfältigen Auswahl der Standbetreiber dafür Sorge getragen, dass die Besucher sich nicht nur an attraktiven und vielseitigen Angeboten erfreuen sondern auch erste Geschenke für die Advents- und Weihnachtszeit einkaufen konnten. Für die Kinder hatte er ein kleines Karussell gemietet, das sich unentwegt im Kreise drehte.

Die reichhaltige Angebotspalette an den Ständen reichte unter anderem von gesunden Wilderzeugnissen und leckeren Hausmacher Wurstwaren über allerlei Christbaumschmuck und ansprechender Weihnachtsdeko bis zu verführerischen Pralinen und leckerem Gebäck aus der eigenen Küche für den Weihnachtsteller.

Da es rechtzeitig zum Winteranfang kalt geworden und dazu auch noch der Schnee hinzugekommen war, nahmen zahlreiche Besucher die Gelegenheit allzu gerne wahr, sich gleich an zwei Ständen mit selbstgestrickten warmen Socken, einem Schal oder einer Mütze zu versorgen. Zumal es sich bei allen diesen Produkten um Unikate handelt.

Weil die Temperaturen am Sonntag stets unter dem Null-Grad-Punkt blieben, war es auch kaum verwunderlich, dass der Glühweinstand stets dicht umlagert war. Und auch das Service-Personal an der SPD-Kuchentheke konnte sich über mangelnde Nachfrage nicht beklagen, denn die Angebote waren allzu verführerisch. Da die SPD vorsorglich ein Wetterzelt aufgebaut hatte, konnten viele Besucher ihren Glühwein oder ihren Kaffee mit Kuchen im trockenen genießen.

Der guten Tradition entsprechend beteiligte sich der Förderverein der John-Sutton-Grundschule auch in diesem Jahr am Adventsbasar, denn Kinder und Eltern hatten fleißig gebastelt und auch leckere Plätzchen gebacken. An ihren Tischen im Zelt war auch die Schülerzeitung „Jonny“, Ausgabe Herbst/Winter mit neuesten Nachrichten sowie auch mit Geschichten und Interviews erhältlich.

Wer ein attraktives Buch zu einem kleinen Preis erwerben wollte, wurde am Stand der Kiedricher „Bücherstubb“ fündig. Das Geld soll, wie dort zu hören war, zum Erwerb neuester Medien verwendet werden. Für das nächste Jahr ist, wie dort gesagt wurde, die Einführung einer On-Leihe (Lesen mit e-book-reader) geplant. Darüber sei man derzeit mit der Gemeinde in Verhandlungen.

Mit „im Boot“ waren einmal mehr Mitglieder des Round-Table-Rheingau, der sich für soziale Projekte engagiert. Um diese auch finanzieren zu können, konnten die Besucher an deren Stand Mistelzweige zur Dekoration des heimischen Umfeldes erwerben.

Als im Verlaufe des frühen Nachmittag der Nikolaus mit seinem mit einer stattlichen Zahl an kleinen Päckchen voll bepackten Sack den Festplatz betrat, waren die Kinder in Scharen gekommen, denn viele wollten sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, um ein kleines Tütchen mit Leckereien mit nach Hause zu nehmen. Deshalb konnte der Nikolaus zufrieden und erleichtert von dannen ziehen, denn sein Sack mit Geschenken war völlig leer.

Als es dann richtig dunkel wurde und der prächtige Weihnachtsbaum die weihnachtliche Beleuchtung den verschneiten Festplatz fast magisch verzauberte, wollten dennoch nur wenige Besucher schon nach Hause gehen. „Wir haben“, so Wesemüller, „das Licht erst nach 21 Uhr gelöscht“.

Da während der kommenden Adventswochenende Vereine den Glühweinstand betreiben, bleibe dieser an Ort und Stelle stehen und auch die Beleuchtung und der Weihnachtsbaum würden erst nach dem Jahresende abgebaut.

Der Erlös der diesjährigen Veranstaltung wird, so Wesemüller, einmal mehr sozialen oder gemeinnützigen Zwecken gespendet. Über den Empfänger werde der Vorstand in den nächsten Tagen beraten. Die Übergabe der Spende soll im Rahmen des Neujahrsempfangs im Januar 2018 erfolgen.

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