Sonderausstellung:
Leonardo da Vinci
Ein Genie seiner Zeit mit Visionen

Leonardo da Vinci – Selbstporträt im Alter von 62 Jahren.

Oestrich-Winkel. (mg) – Vom 12. September bis 22. November kann man im Saal des Bürgerzentrums Oestrich-Winkel einige Werke von Leonardo da Vinci bestaunen. Vor allem geht es um seine Maschinen. Denn der Künstler war sowohl in der Malerei zu Hause, wie auch als Erfinder un Techniker zugange.

Er war ein Genie und seiner Zeit um Jahrhunderte voraus. Als sein eigentliches Werk gelten inzwischen die Skizzen und Studien, die er Zeit seines Lebens in zahlreichen Notizbüchern niederschrieb.

 

Leonardo da Vinci wurde 1452 als unehelicher Sohn eines Notars und einer Bauerntochter in Vinci geboren. Als Gehilfe in der berühmten Werkstatt Verrocchios in Florenz übertraf er bald seinen Meister.

1482 zog Leonardo nach Mailand, zum Hofe des Herzogs Ludovico Sforza. In diesem intellektuellen Klima entwickelten sich seine vielfältigen Interessen auf den Gebieten der Naturwissenschaften, Ingenieurwesen und Künste. Seine Studien zur Optik, Anatomie und zum menschlichen Ausdruck dienten nicht zuletzt dazu, seine Gemälde für den Betrachter so überzeugend und natürlich wie möglich zu machen.

1482 malte er die Felsengrottenmadonna; 1495 das „Abendmahl“ im Refektorium von Santa Maria delle Grazie in Mailand.

1500 ging Leonardo nach Florenz zurück, wo ihm der päpstliche Heerführer eine Stellung als Militäringenieur anbietet. Der nun 50-jährige Leonardo entwirft Kriegsmaschinen und Befestigungsanlagen sowie eine Brücke über den Bosporus.

1503 erhält Leonardo zusammen mit seinem Erzrivalen Michelangelo den Auftrag, die Wände im großen Ratssaal des Palazzo della Signoria mit Fresken auszumalen. Leonardo wird die Darstellung der Anghiari-Schlacht anvertraut; Michelangelo malt die Schlacht von Cascina. Leonardos Werk bleibt unvollendet, da er auf der Suche nach neuen Techniken, die Arbeit nicht fortführt. In dieser Zeit beginnt er mit der Arbeit an seinem wohl berühmtesten Werk der „Mona Lisa“.

Im Jahre 1506 verlässt er Florenz wieder und kehrt vorübergehend nach Mailand zurück. Dort seziert er heimlich Leichen, um seine anatomischen Studien voranzutreiben. Zudem entwirft er mechanische Geräte, Flugapparate und setzt sich intensiv mit der Theorie der Naturwissenschaften auseinander.

1513 zog er im Dienst Giuliano de" Medici, des Bruders von Papst Leo X., nach Rom und trat nach dessen Tod 1516 als erster Maler, Ingenieur und Hofarchitekt in die Dienste des französischen Königs Franz I.

1519 starb Leonardo da Vinci in der königlichen Residenz Clos-Lucé bei Amboise. Schon unter Zeitgenossen war er berühmt und wurde noch zu Lebzeiten zur Legende stilisiert. Von seinem malerischen Oeuvre sind leider nicht mehr als etwa zwanzig Gemälde und zahlreiche meisterhafte Zeichnungen und Skizzen überliefert. Schon seine Auftraggeber beklagten sich, dass Leonardo alles anfange und nichts zu Ende bringe, da sein rastloser Geist schon wieder bei einer neuen Sache sei.

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