Energieeffizienz als kommunales Handlungsfeld
Landrat eröffnet die Passivhaus-Ausstellung im Kreishaus / Bis zum 19. Februar zu sehen

Landrat Frank Kilian lässt sich vom stellvertretenden Leiter der Unteren Bauaufsicht, Uwe Pohl, und von Ivonne Umhauer über die energetischen Unterschiede bei Fensterverglasungen informieren.

Rheingau. – Landrat Frank Kilian legt die Hand auf das Glas, wie es vorgegeben ist, wägt ab, probiert es beim zweiten Glas. „Etwas wärmer“, gibt er sein Gefühl wieder. Der Selbstversuch am ersten Modell war erfolgreich. Bei dem Modell geht um Verglasung und die Frage, ob Wärmeschutzglas, Zweifach-Isolierglas, Einfachglas oder doch das Dreifach-Wärmeschutzglas die Wärme in einem Haus besser halten können. Schließlich spielt die Verglasung bei Passivhäusern eine bedeutende Rolle.

Laut der Erläuterung verlieren Passivhaus-Fenster mit gut gedämmten Rahmen und der Dreifach-Wärmeschutzverglasung nur etwa halb so viel Wärme wie herkömmliche Fenster, was wiederum Energie einspart und den Geldbeutel schont.

Frank Kilian war am Montag in die dritte Etage des Kreishauses (in den Flur der Unteren Bauaufsicht) gekommen, um sich als einer der Ersten die Passivhaus-Ausstellung in Begleitung von Fachdienstleiter Hans-Peter Schuy, dessen Stellvertreter Uwe Pohl und der Organisatorin Ivonne Umhauer anzusehen, die dort noch bis zum 19. Februar zu den Öffnungszeiten der Kreisverwaltung präsentiert wird. Laut Hans-Peter Schuy ist die Wanderausstellung vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung „sehr begehrt“. „Umso glücklicher sind wir, dass wir sie hier im Kreishaus in Bad Schwalbach zeigen können“, ergänzt Ivonne Umhauer. „Gedacht ist sie für Bau- und Umbauwillige, die Energie sparen und auch klimaschonend wohnen wollen“, sagt Pohl.

Mit Hilfe der Ausstellung mit ihren Modellen und Schautafeln können sich Interessierte über alle Aspekte des Passivhausbaus – von der Lüftung über Verglasung und Wärmedämmung bis zur Förderung – eingehen informieren. Neben den ausführlichen Erklärungen zu den wichtigsten Fragen rund um das Passivhaus finden sich auch Erfahrungsberichte von Bewohnern solcher Gebäude. „Die Exponate demonstrieren anschaulich, wie Wärmerückgewinnung funktioniert, welche energetischen Unterschiede es bei Fensterverglasungen gibt, wie Wärmebrücken vermieden werden und wie Passivhaus-Außenwände und -Fenster beschaffen sind“, betont Landrat Kilian nach dem Rundgang.

Kilian: „Wer darüber nachdenkt, zu bauen, sollte sich die Ausstellung unbedingt anschauen.“ Auch in Zukunft spielt die Effizienz im Energiebereich eine wichtige und entscheidende Rolle und wird sich zu einem der bedeutenden Handlungsfelder für den kommunalen Klimaschutz entwickeln. Kilian ist sich dann auch sicher: „Energieeffizienz wird noch stärker zu einem der wichtigsten Werkzeuge, um Rohstoffknappheit und Klimawandel in den Griff zu bekommen.“ Dazu könne jeder seinen Beitrag leisten.

Die Passivhaus-Ausstellung ist noch bis zum 19. Februar im Kreishaus in Bad Schwalbach, Heimbacher Straße 7, dritte Etage (Untere Bauaufsicht) zu sehen.

Noch keine Bewertungen vorhanden

Neueste Kommentare

60 Menschen verlieren ihren Job
5 Wochen 2 Tage
Dem Opernsänger Peter Parsch zum Gedenken
14 Wochen 6 Tage
Kathrin Palmen spielt jetzt im Hauptorchester
16 Wochen 2 Tage
Doro rockt – Rüdesheim schwitzt
33 Wochen 3 Tage
„Bunter Rheingau statt braune Suppe“
43 Wochen 1 Tag


X