Gastl: Sie haben Weitblick und Kundenorientierung bewiesen
Der Präsident der Industrie und Handelskammer Wiesbaden ehrte sieben traditionsreiche Unternehmen

IHK-Ehrungen: Christian Gastl, Eberhard Henrich Junior, Eberhard Henrich Senior, Klaus Wolfgang Radermacher und Laura Radermacher (v.l.n.r.).

Rheingau. (mh) – Im Rahmen einer Feierstunde hat Christian Gastl, Präsident der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden, sieben traditionsreiche Unternehmen geehrt und dabei ihre unternehmerischen Leistungen gewürdigt. Darunter befanden sich auch zwei Unternehmen aus dem Rheingau.

Wie Gastl in seiner Ansprache nachdrücklich betonte, „ist die Würdigung von Unternehmensjubiläen auch für uns als IHK eine besondere Feierstunde“. „Schließlich führen Sie Betriebe, so seine Begründung, „die sich über Jahrzehnte hinweg am Markt entwickelt haben und dies über einen Zeitraum von 25, 50 oder sogar 200 Jahren.

Dies sei eine große Leistung, „denn unternehmerischer Erfolg fällt niemandem in den Schoß“. Alle Jubilare haben, fügte er hinzu, „mutige Entscheidungen getroffen und Ihr Unternehmen erfolgreich durch Höhen und Tiefen geführt“. Damit haben sie Weitblick und Kundenorientierung bewiesen.

Die Feierstunde nehme er gerne zum Anlass, so Gastl, „ um auch Ihr Engagement für die Wirtschaft und die Gesellschaft zu würdigen“. Schließlich seien diese beiden Bereiche seit ihren Unternehmensgründungen stetig im Wandel. Die Digitalisierung verändere nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Wirtschaft.

Dabei seien die Unternehmer immer wieder gefordert, Antworten auf gegenwärtige und künftige Herausforderungen zu finden. Dies sei ihnen ganz offensichtlich sehr gut gelungen, „denn Sie haben auf Ihrer Tradition aufgebaut und Ihr Unternehmen in die Zukunft geführt“.

Natürlich spielen dabei, wie Gastl sagte, auch die Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle. Dazu gehöre sicher die Auswahl des Standortes für das Unternehmen. Schließlich zähle die Region Wiesbaden zu den zukunftsträchtigsten Wirtschaftsstandorten in Europa. Dafür gebe es vor allem drei Gründe: Die exzellente Verkehrs- und Telekommunikationsinfrastruktur, der vielseitige Branchenmix sowie die hohe Standort- und Lebensqualität.

Dies bestätigten auch die regelmäßig über dem landesweiten Durchschnitt liegenden Ergebnisse der regelmäßigen Konjunkturumfragen der Kammer. Nach der aktuellen Umfrage markiere der Geschäftsklimaindex erneut den Spitzenwert in Hessen. Die Daten signalisierten einen positiven Wachstumsimpuls für die Wirtschaftsregion Wiesbaden.

Damit setze sich der gute Jahresauftakt fort und sei ein Indikator dafür, dass die regionale Wirtschaft sich gut gerüstet für die Zukunft zeigt. Zu dieser überaus positiven Entwicklung haben alle Jubilare, so Gastl abschließend an die Repräsentanten der traditionsreichen Unternehmen, Ihren Anteil beigetragen.

Sichtlich große Freude bereitete es dem Präsidenten, den beiden Geschäftsführern Eberhard Henrich Junior und Eberhard Henrich Senior für die außerordentlichen unternehmerischen Leistungen ihrer Familie zu gratulieren und ihnen die Ehrenurkunde für das 200-jährige Firmenjubiläum des Möbelhauses Henrich GmbH in Geisenheim am 30. Mai 2017 zu überreichen.

Dies sei auch für die Industrie- und Handelskammer Wiesbaden kein alltägliches Jubiläum. Hinzu komme eine weitere Besonderheit: Seit zwei Jahrhunderten über acht Generationen hinweg befinde sich das inhabergeführte Haus fest in Familienhand. Das zeuge von einem guten Verständnis und einem starken Zusammenhalt zwischen den Generationen.

Das Ergebnis sei, dass die Familie Henrich die eigene Firmen- und Familientradition über zwei Jahrhunderte hinweg im Rheingau erlebbar gemacht hat. Aus einer kleinen Schreinerei in Winkel habe sich in den letzten 200 Jahren ein großes und modernes Möbelhaus in Geisenheim entwickelt, in dem auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern Kunden alles finden, was das Einrichtungs-Herz begehrt und 36 fachkundige Mitarbeiter diesen bei der Möbelauswahl mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wie die beiden Geschäftsführer nach der Ehrung bekannten, „haben wir uns darüber sehr gefreut“. Die Urkunde bekomme einen passenden Platz im Unternehmen. Um gegenüber den großen Einrichtungsketten am Markt bestehen zu können versuchen wir, wie Eberhard Henrich Junior sagte, immer ein Stück besser als die Mitbewerber zu sein. Im Gegensatz zu angestellten Geschäftsführern mache er sich auch nach einem arbeitsreichen Tag noch Gedanken darüber, was man noch weiter verbessern könnte.

Zur Philosophie des Unternehmens gehöre auch, dass die gesamte Familie tagtäglich im Geschäft ist. Um den Kunden in persönlicher Beratung moderne Sortimente und individuelle Lösungen anbieten zu können, sei ein klares Gespür für die aktuellen Trends auf dem Möbelmarkt ein ganz wichtiger Aspekt. Da das Unternehmen sich eines sehr potenten Einkaufpools bediene, könne man auch preislich mithalten. Dank guter Erreichbarkeit erziele man den meisten Umsatz mittels Kunden auch aus Wiesbaden und dem Untertaunus.

Präsident Gastl freute sich auch, Klaus Wolfgang Radermacher, Geschäftsführer der Konzept – Handels- und Beratungsgesellschaft mbH in Oestrich-Winkel, und Laura Radermacher, Tochter und Nachfolgerin, zum 25-jährigen Firmenjubiläum am 1. September die Glückwünsche auszusprechen und ihnen eine Urkunde zu überreichen.

Auch er wisse, so Gastl, wie schwierig es manchmal sein kann, die passende Hose oder den perfekt sitzenden Anzug zu finden. Das Unternehmen Radermacher sorge seit 25 Jahren dafür, dass seine Kunden das optimale Kleidungsstück ihr Eigen nennen können, „denn Sie bieten Konfektion nach Maß an und das als deutschlandweites Franchise-System“.

Die Handelspartner seien über das gesamte Bundesgebiet verteilt und mit Bedacht und Sorgfalt ausgewählt worden. Nachdem Tochter Laura mittlerweile in den Betrieb ihres Vaters eingestiegen ist und demnächst dessen Nachfolge als Geschäftsführerin antrete, sei er sich sicher, so der Präsident, „dass dieser Schritt gut gelingen wird“.

Auch Klaus Wolfgang Radermacher und seine Tochter Laura wollen, wie sie sagten, der Urkunde in ihrer Zentrale in Oestrich-Winkel einen angemessenen Platz einräumen. Gegenwärtig sei ihr Unternehmen an acht Standorten in Deutschland im Rahmen eines Franchise-System mit je einer Person vertreten. Nachdem man lange Jahr Vorreiter war springen inzwischen auch die Großen, so der Geschäftsführer, „auf diesen Zug auf“.

Über die Auftragslage seien sie „sehr zufrieden, denn unseren Kunden schätzen das Angebot der Beratung und des Service vor Ort, der sich eines steigenden Interesses erfreut“. Die bestellten Waren würden in Deutschland sowie im europäischen Ausland ausschließlich in zertifizierten Betrieben produziert, die auch faire Löhne zahlten.

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