„Einer der großen Cellisten von morgen“
LOTTO-Förderpreis des Rheingau Musik Festivals 2015 für Spanier Pablo Ferrández

Ein Scheck über 15.000 Euro soll den Start in die Karriere erleichtern. v.l. RMF-Intendant Michael Herrmann, Preisträger Pablo Ferrández und Alexander Sausmikat, Prokurist von LOTTO Hessen.

Schloss Johannisberg. (hhs) — Der LOTTO-Förderpreis des Rheingau Musik Festivals wurde am Samstagabend im Rahmen des Preisträgerkonzertes an den spanischen Cellisten Pablo Ferrández verliehen. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und soll talentierten Nachwuchskünstlern den Start in die Weltkarriere erleichtern.

Michael Herrmann, der Intendant des Rheingau Musik Festivals, und Alexander Sausmikat, Prokurist von LOTTO Hessen, übergaben dem jungen Preisträger den Scheck über 15.000 Euro und die mit dem Preis verbundene Trophäe nach dem Konzert im Metternich-Saal von Schloss Johannisberg. Alexander Sausmikat lobte in seiner kurzen Laudatio: „Pablo Ferrández wird einer der großen Cellisten von morgen sein.“ Nur um sich gleich zu korrigieren: „Nein, er ist es bereits.“

Der von der hessischen Lotteriegesellschaft seit 2009 gestiftete Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird jährlich an ein außergewöhnliches junges Nachwuchstalent des Rheingau Musik Festivals verliehen. „Der Weg an die Spitze ist für Nachwuchskünstler am Anfang ihrer Karriere steinig. Unser Preis soll ihn ebnen und gleichermaßen Belohnung wie auch Ansporn sein. Ansporn auch für alle ebenfalls aufstrebenden Künstler, irgendwann einmal diese Auszeichnung zu erfahren“, beschreibt Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer von LOTTO Hessen, die Intention des Preises.

Ihre Wahl des Preisträgers begründete die Jury wie folgt: „Der junge spanische Cellist Pablo Ferrández gehört zu den herausragenden Musikern seiner Generation. Als Solist begeistert er sein Publikum durch seine phänomenale Ausdrucksintensität und stupende Virtuosität. Pablo ist jedoch mehr als ein brillanter Instrumentalist. Er ist ein Künstler, der sein Können stets in den Dienst des Komponisten und seines Werks stellt. Persönliche Eitelkeiten sind ihm fremd. Musik zu teilen ist ihm wichtig – deswegen ist er auch ein leidenschaftlicher Kammermusiker. Die größten Musiker unserer Zeit haben dies erkannt: Gidon Kremer lud Pablo zum gemeinsamen Kammermusikprojekt ein und immer wieder als Solist seiner Kremerata Baltica. Zubin Mehta engagierte Pablo umgehend, nachdem er ihn mit Dvoraks Cellokonzert gehört hatte. Lorin Maazel vermittelte Pablo ein Stradivari-Cello, eines der berühmtesten erhaltenen Instrumente des Cremoneser Meisters. Pablo Ferrández konzertiert mit renommierten Orchestern und Dirigenten. Er hat zahlreiche internationale Preise und Auszeichnungen gewonnen und studiert an der Kronberg Academy bei Frans Helmerson, wo er mit dem Sodalitas-Stipendium gefördert wird. Wichtige Mentoren sind darüber hinaus Christoph Eschenbach und Sir András Schiff, von denen Pablo regelmäßig unterrichtet wird.“

Die Jury des LOTTO-Förderpreises setzt sich zusammen aus Christoph Eschenbach, derzeit Generalmusikdirektor des National Symphony Orchestra sowie Generalmusikdirektor des John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington D.C., dem Intendanten und Geschäftsführer des Rheingau Musik Festival, Michael Herrmann, Dr. Heinz-Georg Sundermann von LOTTO Hessen und den Programmmitarbeitern des Rheingau Musik Festivals.

Musik in den Genen

1991 in Madrid in einer Musikerfamilie geboren, wurde Pablo Ferrández bereits mit 13 Jahren in die berühmte Escuela Superior de Música Reina Sofía von Madrid aufgenommen, wo er von Natalia Schakhowskaja unterrichtet wurde und vier Jahre in Folge als bester Student der Schule ausgezeichnet wurde. Im Oktober 2011 begann Pablo dank eines Sodalitas Stipendiums sein Masterstudium an der Kronberg Academy, wo er bei Frans Helmerson studiert. Darüber hinaus hat er Masterclasses von erstklassigen Musikern erhalten, wie z.B. David Geringas, Philipp Müller, Gary Hoffman, Arto Noras und Ivan Monighetti.

Der junge spanische Cellist ist nach dem Pianisten Vestard Shimkus, dem Geiger Iskandar Widjaja, dem Pianisten Christopher Park, dem Pianisten Denis Kozhukhin, der Geigerin Leticia Moreno und dem Klarinettisten Sebastian Manz der siebte Preisträger, der von der hessischen Lotteriegesellschaft ausgezeichnet wurde.

Der LOTTO-Förderpreis des Rheingau Musik Festivals wird jährlich im Rahmen des Rheingau Musik Festivals vergeben und ist mit einem Preisgeld von 15.000 Euro dotiert – eine ausreichende Summe, um beispielsweise die Produktion einer Debüt-CD in die Wege zu leiten oder eine eigene Homepage für den jungen Musiker gestalten zu lassen.

Seit 1996 begleitet LOTTO Hessen das Rheingau Musik Festival als Partner und engagiert sich seit 2005 als Hauptsponsor des Festivals. Werte wie Treue, Verantwortung und Zuverlässigkeit spielen eine große Rolle in der Zusammenarbeit, die dem Festival Planungssicherheit und Spielraum in der Programmgestaltung gewährt. Die finanzielle Unterstützung des Rheingau Musik Festivals durch die hessische Lotteriegesellschaft ermöglicht auch die Abgabe vergünstigter Tickets an sozial schwächere Gruppen.

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