Groß angelegte Baumpflanzung
Luftsportclub Rheingau pflanzte 2.000 Spitzahorn

Unter fachlicher Anleitung von Revierförsterin Ulrike Haus haben Mitglieder des Luftsportclubs Rheingau auf den „Eibinger Forstwiesen“ 2.000 Spitzahorn angepflanzt.

Rüdesheim. (av) – Als vom Regierungspräsidium Darmstadt auferlegte Ausgleichsmaßnahme hat der Luftsportclub Rheingau auf den „Eibinger Forstwiesen“ 2.000 Spitzahorn gepflanzt. Der Luftsportclub hatte zuvor ein Waldstück von der Stadt Rüdesheim bekommen. Damit die Start- und Landefläche für die Segelflugzeuge um rund 100 Meter aus Sicherheitsgründen verlängert werden konnte, mussten hier die Bäume weichen. Sie ist von bisher 900 Meter auf 1.000 Meter verlängert worden.

Die Ersatzmaßnahme wurde nun unter der Anleitung von Revierförsterin Ulrike Haus von 40 aktiven und passiven Vereinsmitgliedern durchgeführt. Die jungen Bäume wurden auf einer Fläche von rund einem Hektar gepflanzt. Der Erste Vorsitzende des Vereins, Norbert Lorenz, zeigte sich erfreut darüber, dass so viele fördernde Vereinsmitglieder die Pflanzaktion unterstützten.

„Alles perfekt“, so Revierförsterin Ulrike Haus, die nicht nur Anleitungen zur Pflanzaktion gab, sondern auch darauf achtete, dass die Wuchshüllen um die jungen Pflanzen richtig sitzen. Sie schützen die jungen Bäume nicht nur vor dem Wildverbiss, sondern geben auch einen gewissen Treibhauseffekt, so die Revierförsterin. Immerhin liegt die Temperatur in der Hülle vier Grad über der Außentemperatur. „Das schützt die jungen Spitzahornbäume auch vor dem Spätfrost“, so Ulrike Haus.

Der Spitzahorn ist ein sommergrüner Baum, mit durchschnittlichen Wuchshöhen von 20 bis 30Meter. Er ist die einzige heimische Ahorn-Art, bei der die Blüten voll zur Geltung kommen, da sie vor dem Laubaustrieb erscheinen. Der Baum kann etwa 150, maximal 200 Jahre alt werden. Seine Rinde ist in der Jugend glatt und blassbraun, im Alter ist die Borke dunkelbraun oder grau. Der Spitzahorn ist über weite Teile Europas verbreitet.

Nach der Pflanzaktion ist der Schwerpunkt des Vereins wieder ganz auf den Luftsport ausgerichtet. 18 Aktive und 60 fördernde Mitglieder zählt der Club. Norbert Lorenz verweist darauf, dass interessierte Jugendliche bereits im Alter von 14 Jahren mit der Flugausbildung beim Luftsportclub Rheingau beginnen können. Der Luftsportclub Rheingau e.V. wurde 1952 gegründet und nutzt seit 1958 das Fluggelände „Eibinger Forstwiesen“, oberhalb von Aulhausen gelegen.

Der Verein besitzt eigene Segelflugzeuge, Doppelsitzer und Einsitzer sowie einen Motorsegler, eine dafür vorgesehene Flugzeughalle und ein Clubheim.

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