Hering an der Angel und auf dem Tisch
Humorvoller Nachmittag für die Eibinger Senioren

Ludwig Schrofler als Amtsrichter ging mit dem Musiker Albert Dormann hart ins Gericht.

Rüdesheim. (av) – Närrisches Treiben bei der Seniorenfastnacht im Pfarrsaal Eibingen, alle Plätze waren besetzt, als das eifrige Team der Pfarrgemeinde die Gäste begrüßte und einen schönen und bunten Nachmittag wünschte.

Wie sollte es auch anders sein, zum Kaffee servierte man gefüllte Kreppel, zum anschließenden Schoppen oder einem Glas Bowle allerhand an Unterhaltung. Ludwig Schrofler als Amtsrichter stellte dem Musiker Albert Dormann manch unbequeme Fragen, um einen Fall aufklären zu können.

Doch anstatt sich in knappen Worten zu rechtfertigen, stimmte dieser ein jeweils passendes Lied an. Das ermunterte die närrischen Besucher zum Mitsingen.

„Ach wie gut der Rote tut“, meinte Bäckermeister Paul Dries, der so manch Anekdote aus dem Leben in der Backstube lüftete. Für Witz und Humor ist Dries bei der Eibinger Seniorenfastnacht bekannt. Kurze Verse von der „Ameise und dem Pferdeapfel“ sowie von Django, der bei Fahrtantritt mit dem Bus nicht zahlt, strapazierten die Lachmuskeln.

Auch die „Bobbelcher“ des Rüdesheimer Carneval Vereins waren zu den Senioren gekommen und erfreuten diese mit einem Indianertanz, einstudiert von Victoria Schwank und Michelle Pirschle. Für die Darbietung gab es großen Applaus und für den Heimweg etwas zum Naschen.

Henrike Engelhard nutzte den närrischen Nachmittag, um den Besuchern vom Angeln zu berichten. „Redd hier jetzt nit vun Politik, un Riddesummer Missgeschick. Nemm heit mo, un drumm steh ich hier, emol de Hering ins Visier“, so Henrike mit einer Angel ausgestattet. „Hering brauche nie zu denke, losse dorch ehr`n Instinkt sich lenke, un so schwimmt er immer still, dohie, wo seu Schwenzje will.“

Karl Frank nahm sich, wie sollte es sich für einen echten Eibinger auch gehören, einmal die Rüdesheimer vor. Man bekomme ja bereits seit Jahrzehnten „Zindstoff genuch aus Riddesum“. „Die duhn aach do unne, dess iss nit zum Lache, tatsächlich de Weu ohne Alkohol mache. Doch hun die ooh Glas getrunke, ich hun des geseh, hun die sturzbesoffe in de Gosse geleh“. Neulich sei er auch gefragt worden, warum die Eibinger alle schlauer seien als die Rüdesheimer: „Eich saat, des verdonke merr Hillegard, die Jahrhunderte long geprägt uns hat!“.

Die Eibinger Seniorenfastnacht geht nicht zu Ende ohne das gemeinsame Abendessen. Wie an Fastnacht üblich, so standen auch wieder die selbst eingelegten Heringe des Helferteams mit Pellkartoffeln hoch im Kurs. Am Ende blieb nur dem Helferteam für alle Mühe und Arbeit herzlich zu danken.

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