Dem Opernsänger Peter Parsch zum Gedenken
Schiefertafel am Rüdesheimer Schloss mit der Familie und Freunden enthüllt

Rüdesheim. (rf) – „Peter Parsch, Opernsänger, 1944 – 2009. Hier begann seine Karriere“. So steht es auf einer Schiefertafel geschrieben, die der Steinmetz Stefan Schmidt aus Lorch fertigte und die im Hofe des „Rüdesheimer Schlosses“ direkt neben der Erinnerungstafel an den Komponisten Friedrich Silcher angebracht ist. Damit erinnert die Familie Breuer an einen Mann, der Rüdesheim am Rhein und seine eigene Stimme hinaus in die Welt getragen hat. Heinrich und Susanne Breuer, die das „Rüdesheimer Schloss“ seit über 30 Jahren in dritter Generation führen, erwiesen dem Opernsänger und Musikanten mit der Gedenktafel die Ehre und viele seiner Freunde waren zur Enthüllung der Tafel gekommen.

Peter Parsch wurde 1944 in Kamnitz in Tschechien geboren, erinnerte Heinrich Breuer. 1970 habe er im „Rüdesheimer Schloss“ als Kapellmeister seine Karriere begonnen.

Er studierte nebenbei in Mainz Musik und Gesang und begann direkt nach seinem Examen sein sechsjähriges Engagement im Staatstheater Mainz. Dann wechselte Peter Parsch 1987 zum Nationaltheater Mannheim, wo er 22 Jahre auf der Bühne stand. Bei Figaros Hochzeit, dem Barbier von Sevilla, Fledermaus oder My Fair Lady. Peter Parsch fand schnell seine Bewunderer in der ganzen Welt, er gab Gastspiele in Prag, Brüssel, Valencia, USA, Japan und an vielen anderen Orten. So war es nicht verwunderlich, dass zur Enthüllung der Gedenktafel auch Freunde und Fans aus Luxemburg und Frankreich anreisten. Heinrich Breuer erinnerte: „Peter Parsch war Sänger, Trompeter, Musikant und Entertainer“. Auch bis zum Jahr 2005 von seiner Ehefrau Heidi geführten „Weinhaus zum Engel“ in der Drosselgasse.

Heinrich Breuer erinnerte an die gelegentlichen musikalischen Frühschoppen im „Rüdesheimer Schloss“, an die Opernabende und Matinees mit Freunden vom Theater, zuletzt am 14. Februar 2009. Wenig später verstarb er am 6. Juli in Mannheim, nachdem er noch am Vortag dort einen Auftritt hatte.

Neben Heidi Parsch waren zur Enthüllung die Kinder, Enkel und Urenkel gekommen, das Glockenspiel des „Rüdesheimer Schlosses“ spielte „My way“ und die Stimme des Sängers Peter Parsch war von einer CD zu hören. Jetzt denke man mit Freude zurück an das, was man einmal hatte“, sagte Sohn Peter Parsch. Die Familie sei dankbar, dass es Menschen gäbe, die mit einer Gedenktafel an den Vater erinnerten.

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.8 (4 Bewertungen)

Kommentare

Peter Parsch

Wer diesen Mann einmal live in Rüdesheim erlebt war fasziniert
Von diesem Künstler. Wer nur ein klein wenig Ahnung von Musik
hat, weiß was sein viel zu früher Tod für die Musikwelt bereit.
Viel mehr gibt es dazu nicht zu schreiben.

Mit Peter

Hallo aus Nordenham.
Ich habe 1971-1972 mit Peter Parsch im Rüdesheimer Schloß gearbeitet..Er machte Musik und ich habe dort als Koch gearbeitet.Oft habe ich neben Ihm an der Orgel gesessen.
Peter konnte gleichzeitig auf zwei Trompeten spielen.Viele Abende sind wir mit seinem alten Opel durch die Gegend gefahren um aus einer Musikbox , Musik und Text von dem Lied
Es war einmal ein Gitarre zu bekommen.War auch oft bei Ihm zu Hause , bei seiner Heidi und seinen kleinen Kindern. Unser Chef war damals Herr Brühschütz.
Es war eine schöne Zeit in Rüdesheim.
Peter war ein Supermensch und Superkollege.

Lothar Dierksen

Peter Parsch

Mit Freude erinnere ich mich an seine Abende bei mir in Geisenheim " Deddy's Pub " wo er mir Freunden bis morgens um halb Acht die beste Musik gemacht hat. Ich habe ihn verehrt und hatte einen guten persönlichen Kontakt. Er war einer der besten.

Neueste Kommentare

Dem Opernsänger Peter Parsch zum Gedenken
6 Wochen 22 Stunden
Kathrin Palmen spielt jetzt im Hauptorchester
7 Wochen 3 Tage
Doro rockt – Rüdesheim schwitzt
24 Wochen 4 Tage
„Bunter Rheingau statt braune Suppe“
34 Wochen 2 Tage
Galakonzert im Kiedricher Bürgerhaus
38 Wochen 3 Tage


X