Buchtipp
Der Tiger in der guten Stube

Abigail Tucker: Der Tiger in der guten Stube – Wie die Katzen erst uns und dann die Welt eroberten, 2017, 1. Auflage, 304 Seiten, Theiss Verlag, Darmstadt, ISBN: 978–3–8062–3647–7, Preis : 19,95 Euro.

Rheingau. (mg) – Der Herbst bringt jetzt nicht nur Zeit und Muße zum Lesen, sondern angesichts der Frankfurter Buchmesse auch neuen Lesestoff in die Regale und bedient natürlich ganz unterschiedliche Genres, wie etwa die Tierliebhaber.

Die scheinbar widersinnige Beziehung zwischen Katze und Mensch erklärt die bekennende Katzenliebhaberin Abigail Tucker in dem New York Times-Bestseller „Der Tiger in der guten Stube“, der im September im Theiss Verlag erschien.

 

Die Hauskatze ist die neue Königin der Tiere. 600 Millionen Exemplare gibt es weltweit – Tendenz steigend. Mittlerweile existieren auf der Welt gar dreimal so viele Stubentiger wie Hunde. Erstaunlich, wenn man bedenkt, wie wenig dieses pelzige Haustier – im Vergleich zum Hund – für den Menschen tut.

Die wundersame Geschichte der Beziehung von Mensch und Katze erklärt die US-amerikanische Autorin und Journalistin Abigail Tucker und liefert scheinbar ganz nebenbei viele wissenswerte Details. Hier werden selbst tiefgreifende wissenschaftliche Erkenntnisse als leichte Kost vermittelt.

Die Hauskatze hat Fuß gefasst von der Arktis bis nach Hawaii, hat Tokio und New York übernommen und den gesamten australischen Kontinent erstürmt. Und irgendwo unterwegs hat sie – folgt man der Autorin – das kostbarste und bestgehütete Territorium auf diesem Planeten eingenommen: die Festung des menschlichen Herzens. So wurden Katzen zu den Herrscherinnen über unsere Wohnungen und zu den Königinnen des Internets.

Die Wissenschaft zählt Katzen zu den zehn schlimmsten invasiven Tierarten, doch unsere Liebe zu ihnen ist und bleibt ungebrochen.

Wie haben Katzen es nur geschafft, den Menschen in ihre Fänge zu bekommen?

Auf der Suche nach Erklärungen – auch für ihre eigene Besessenheit von den Tieren – hat Abigail Tucker mit Züchtern, Umweltaktivisten und Wissenschaftlern gesprochen, um die rätselhafte Beziehung Mensch – Katze auf vielfältige Weise zu erforschen. Tucker stellt die wissenschaftliche Seite dieser Beziehung dar, beleuchtet historische, naturwissenschaftliche, popkulturelle und soziologische Aspekte.

Herausgekommen ist eine ebenso unterhaltsame wie lehrreiche Geschichte über den Aufstieg der Hauskatze.

Tucker zeigt uns mit welchen „Tricks“ Katzen in einer von Menschen dominierten Welt überleben. Katzen sind fähig, eine Beziehung zu den Menschen einzugehen, ohne dass die Menschen Kontrolle über sie besitzen.

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