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Das evangelische Gemeindehaus ist verkauft

Übergabe an den Käufer Luxor Immobilien hat am vergangenen Montag stattgefunden

Das evangelische Gemeindehaus in der Neustraße ist vor wenigen Tagen verkauft worden.

Walluf. (mh) Wie Pfarrer Ralf Feilen von der evangelischen Heilandsgemeinde Walluf-Martinsthal-Rauenthal mitteilt, ist das Gemeindehaus in der Neustraße vor wenigen Tagen verkauft worden und der Verkaufspreis inzwischen auf dem eigenen Konto eingegangen.

Um das Objekt besenrein an den Käufer Luxor Immobilien in Wiesbaden übergeben zu können, hatten über 30 fleißige Helfer aus der Kirchengemeinde, aus dem Kreise der Konfirmanden und ein Arbeitstrupp des Wallufer Rheinadels im Rahmen einer großen Räumaktion zunächst alle Gegenstände im großen Saal ausgestellt, um auch Bürgern die Gelegenheit zu geben, für sie Interessantes zu erwerben. Dabei gingen auch einige Spiel- und Malsachen an die beiden Kindertagesstätten im Ortsteil Niederwalluf.

Die restlichen Gegenstände, wie beispielsweise Stühle und Tische waren anschließend in den Keller der Wiesbadener Marktkirche gebracht worden. Dort sollen sie so lange eingelagert werden, bis das neue Gemeindehaus fertig gestellt ist. Gebrauchsgegenstände, wie Tassen und Teller, wurden auf dem Dachboden der Heilandskirche verstaut.

Das bei der Räumaktion unter der Bühne wieder entdeckte Harmonium ist, wie Günter Kober vom Kirchenvorstand sagte, ebenfalls in Wiesbaden eingelagert worden. Bei dem aus dem Jahr 1882 stammenden Instrument handele es um ein Geschenk von Ludwig-Wilhelm Schmidt. Bis zur Fertigstellung der Heilandskirche habe es in einem Betsaal für die seinerzeit nur wenigen evangelischen Christen in Walluf gestanden. Organist Joseph Kanz habe festgestellt, dass das Harmonium noch bespielbar ist. Es soll zu gegebener Zeit einen geeigneten Platz in der Kirchengemeinde finden.

Zuvor hatten Gemeindepädagoge Martin Biehl und sein Team vom "projekt h" den Jugendtreff ausgeräumt und die dort vorhandenen Gegenstände in das neues Domizil im katholischen Pfarrzentrum Oberwalluf gebracht. In den dortigen, noch zu renovierenden Kellerräumen hat der Jugendtreff, wie bereits berichtet, vorerst eine neue Bleibe gefunden.

Zur Übergabe des Objekts an den Käufer hatte Pfarrer Feilen zusammen mit Günther Kober am vergangenen Montag dessen Geschäftsführer Diplom-Bauingenieur Markus Herbig empfangen, um im Rahmen eines Rundgangs insbesondere die Daten an den Verbrauchsstellen Strom, Wasser und Gas abgelesen.

Wie Herbig dabei mitteilte, sind in seinem Haus derzeit drei Varianten über die Zukunft des Gemeindehauses in der Diskussion. Zum einen werde über einen Ausbau des Objektes nachgedacht. Zum andern über einen möglichen Verkauf an einen Kunstliebhaber. Ferner über eine komplette Neuprojektierung auf dem cirka 1050 Quadratmeter großen Gelände.

Wie Pfarrer Feilen auf Nachfrage sagte, werde der synodale Bauausschuss der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau seiner Kenntnis nach im Februar nächsten Jahres dem Bau des neuen Gemeindehauses in Walluf seine Zustimmung erteilen. Um den Bauantrag stellen zu können, müsse die Gemeindevertretung zuvor einer Änderung des Bebauungsplanes zustimmen. Das mit dem Projekt befasste Architektenbüro Reuter und Werr gehe von einem Baubeginn im Herbst 2013 sowie einer Fertigstellung und Eröffnung des neuen Hauses Ende des Jahres 2014 aus.