Frank Kilian: „Sie sind beste Repräsentanten für den Kreis“

Frank Kilian: „Sie sind beste Repräsentanten für den Kreis“
Ehrung von 186 im Jahr 2018 erfolgreichen Sportlern sowie Funktionären in der Nikolaus-August-Otto Schule

Vier der insgesamt 27 geehrten Sportlerinnen und Sportler aus dem Rheingau, eingerahmt von Frank Kilian und Manfred Schmidt.

Rheingau. (mh) – Die nach dem Miterfinder des Viertaktmotors Nikolaus August Otto benannte Gesamtschule in Bad Schwalbach bildete einmal mehr den passenden Rahmen für Landrat Frank Kilian und Manfred Schmidt, Vorsitzender des Sportkreises Rheingau-Taunus, um im Rahmen der Sportlerehrung 2019 sportliche Leistungen und ehrenamtliche Arbeit des vergangenen Jahres zu würdigen.

Wie Landrat Frank Kilian nach dem schmissigen Auftakt der Veranstaltung durch die Band dieser Schule in seiner Laudatio sagte, „haben uns, den Sportkreis und damit die Kreisverwaltung insgesamt 186 Meldungen erreicht, darunter 27 aus dem Rheingau“. „Deshalb feiern wir am heutigen Abend“, so der Landrat weiter, „Ihre Siege und Ihre Leistungen, zu denen ich Ihnen und im Namen von Sportdezernent Hans Rodius ganz herzlich gratuliere“.

Es sei schön, dass zuletzt viele sicherlich die Weltmeisterschaften in den Wintersport-Disziplinen im Fernsehen verfolgt haben, „aber Sie, liebe Sportlerinnen und Sportler aus dem Kreis, sind wichtiger für die Gesellschaft als solche Veranstaltungen, weil Sie unsere besten Repräsentanten sind“.

Da bekanntlich viele Spitzensportler aus dem Breitensport hervorwachsen, unterstütze der Kreis mit „bescheidenen“ Mitteln die Sportförderung und den Sportstättenbau. Dazu zähle auch die Bereitstellung von Schulturnhallen. Dies alles unter dem Motto „Bewegung hält fit und gesund“. Doch Sport sei so viel mehr als nur Bewegung in all seinen Facetten. Die vielen Wettkämpfe, Meisterschaften und Vereinsfeste seien auch die Bestätigung dafür, „wie rege das Vereinsleben in unserer Heimat verankert ist“.

Nachdrücklich wies der Landrat auch darauf hin, dass wichtig ist, das Ehrenamt nicht nur zu loben, sondern Vereinsvorstände, Trainer, Übungsleiter und Betreuer auch zu unterstützen, „denn ohne deren Einsatz wäre die Jugend- und Nachwuchsarbeit kaum möglich“. Er sei sich sicher darüber, „dass bei uns Gelder zielgerichtet für den Sport ausgegeben werden und nicht in die Taschen von Funktionären wandern“.

Seine Laudatio beendete Kilian mit dem Hinweis auf die „Tage des Vereinssports“ am 17./18. August mit 34 Vereinen in 15 Kommunen.

„Ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr wieder unsere Hochachtung vor den sportlichen Leistungen und den Respekt für das Ehrenamt durch diese Sportlerehrung ausdrücken“, bezeichnete der Sportkreisvorsitzende die Sportlerinnen und Sportler sowie die Mitstreiter im Ehrenamt als positive und kostenlose Werbeträger. Alle haben, fügte er hinzu, „diese Wertschätzung allemal verdient und es ist gut, dass man sie heute in diesem feierlichen Rahmen präsentiert“.

Mit Blick auf das Ehrenamt wünsche auch er sich, dass Vorstände vor Jahreshauptversammlungen keine Brandbriefe schreiben müssen, um den Fortbestand ihres Vereins zu sichern. Man müsse aber auch davon wegkommen, dass man heute lebenslang eine ehrenamtliche Tätigkeit ausführt. Jugendliche engagierten sich heute lieber, wenn sie etwas direkt und konkret bewirken können, ohne dass sie gleich vereinnahmt werden. „Deshalb werden wir verstärkt in Zeitabschnitten und Projekten denken müssen, um Überforderungen Einzelner zu vermeiden“, so Schmidt abschließend.

Im anschließenden Ehrungsmarathon, den Christina Schiller von der Kreisverwaltung moderierte und in dessen Verlauf Helmut Heisen, Stellvertretender Vorsitzender des Sportkreises Rheingau-Taunus, kurze Steckbriefe der 28 Vereine vortrug, freuten sich Landrat und Sportkreisvorsitzender, den erfolgreichen Sportlerinnen und Sportlern die Gold-, Silber- und Bronzemedaillen überreichen zu können.

Älteste Teilnehmerin

Unter den aus dem Rheingau zu Ehrenden befand sich einmal mehr Ursula Fröhlich vom Rheingauer Schwimmclub, mit 84 Jahren die älteste Teilnehmerin. Sie wurde in ihrer Altersklasse Deutsche Meisterin im 400 Meter Freistil. Mit Christopher Hägele vom gleichen Verein wurde ebenfalls ein Deutscher Meister über 1500 Meter Freistil geehrt. Beide erhielten eine Goldmedaille. Ebenfalls Michael Ruff für den 10. Platz bei den Europameisterschaften 200 Meter Brust. Für seinen 4. Platz bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften 200 Meter Brust bekam Kai Schreyer eine Silbermedaille.

Mit einer Goldmedaille wurde auch Doris Reiche, TB Eltville, für ihre Teilnahme an den Europameisterschaften im Damendoppel und Mixed ausgezeichnet.

Als Hessenmeisterin/Hessenmeister erhielten Cecilia Halbritter vom K.K. Schützenverein für ihre Erfolge in der Disziplin Recurcebogen, Halle, Charlott Schäfer von der Turngesellschaft Hallgarten bei den Hessischen Hallenmehrkampfmeisterschaften und Peter Spindler von der TGS Erbach im Vier-Kampf und Schleuderball je eine Bronzemedaille. Magdalena Prister vom gleichen Verein konnte für den 6. Platz im Leichtathletik 5-Kampf eine Silbermedaille entgegennehmen.

Mit je einer Goldmedaille wurden Beate Hiller (4. Platz Austrian Open, Teakwondo) und Liam Rüger (3. Platz Paarlauf, Deutsche Meisterschaft, Poomsae/Formenlauf) sowie mit je einer Bronzemedaille Silas Thomeczek, Leonhard Leukel und Milad Sojuki Ghamnak vom Taekwondo Verein Walluf ausgezeichnet, die bei Hessenmeisterschaften im Poomsae/Formenlauf jeweils den ersten Platz belegten.

Ebenfalls Bronzemedaillen für ihre Erfolge als Hessische Sprintmeister erhielten Leonhard Kuhn, Christoph Nies, Florian Schad und Jakob Wagner vom Ruderverein Eltville. Ferner Christina Brabant, Francis Brabant, Dieter Nühlen, Marcel Schmidt, Basil Rezai, Hossein Ali Hassani, Frank Kamm, Michael Freimuth und Gerhard Kress von der TG Winkel . Alle wurden Erste der Hessenliga im Boule.

Unter den Funktionären, die für ihre langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeiten geehrt wurden, befanden sich unter anderem Melanie Weber von der TG Hallgarten und Ingrid Falkenstein vom Schützenverein Kiedrich. Beide sind Vorstandsmitglieder in ihren Vereinen.

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