Budenheim. (rer) –
Die spürbar zunehmenden Hitzeperioden der vergangenen Jahre erfordern ein Umdenken und aktives Handeln auf kommunaler Ebene. Um die Bürgerinnen und Bürger langfristig zu schützen und die Gemeinde klimaresistent aufzustellen, bringt Budenheim die Erstellung eines umfassenden Hitzeschutzkonzeptes auf den Weg. Bürgermeister Stephan Hinz möchte damit ein klares Signal an die Bevölkerung senden: „Wir nehmen den Klimawandel und seine Folgen ernst. Die Gesundheit unserer Einwohner steht für uns an oberster Stelle, und wir arbeiten bereits mit Hochdruck an konkreten Lösungen.“
Im Fokus des neuen Konzepts stehen zunächst die schwächsten Mitglieder der Gemeinschaft: Kinder und Senioren. Einrichtungen wie die örtlichen Kitas, die Schule und der Seniorentreff genießen beim Hitzeschutz ein besonderes Augenmerk. Ziel ist es, für die am stärksten gefährdeten Menschen schnell und effektiv Erleichterung bei extremen Temperaturen zu schaffen. Dass die Gemeinde nicht erst auf fertige Konzepte wartet, zeigen bereits realisierte technische Schutzmaßnahmen in den Betreuungseinrichtungen. In der Kita „Kunterbunt“ sorgen abgemilderte Temperaturen durch speziell folierte Fenster und eine neue Klimaanlage in der Küche für bessere Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen. Auch im „naturnahen Kindergarten“ wurde massiv investiert: Ein neues Sonnensegel wird nach der finalen Verankerung großflächigen Schatten spenden. Zudem wurden auch hier die Küche sowie der Mehrzweck- und Turnraum mit einer Klimaanlage ausgestattet. Das Besondere an den installierten Klimasystemen: Sie wurden vorausschauend so dimensioniert, dass schrittweise weitere Räume angebunden werden können. Zudem sorgen neu installierte Trinkwasserspender in beiden Einrichtungen für die wichtige und gesunde Erfrischung der Kinder im Alltag.
Große Aufgaben erfordern jedoch auch wirtschaftliche Vernunft. Da Budenheim, wie viele Kommunen, mit begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen haushalten muss, konnten diese ersten Sofortmaßnahmen nur durch eine flexible und entschlossene Budgetierung außerhalb des regulären Haushalts realisiert werden. „Gerade weil das Geld für den Klimaschutz mit anderen dringenden Investitionen in unserer Gemeinde konkurriert, ist das Hitzeschutzkonzept so wichtig“, erklärt Bürgermeister Hinz. „Wir können und müssen nicht alles auf einmal umsetzen, aber wir müssen es klug tun.“ Das Hitzeschutzkonzept wird daher als strategischer Fahrplan dienen. Es wird exakt definieren, welche Maßnahmen in welchen Einrichtungen die höchste Dringlichkeit besitzen, wie viel Geld dafür benötigt wird und wie die Finanzierung auf soliden, verlässlichen Beinen steht. Durch diese transparente Priorisierung sorgt die Gemeinde dafür, dass jeder investierte Euro den größtmöglichen Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger entfaltet.
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