Budenheim. (rer) –
Die fünfte Bürgerinfo der Freien Wähler Budenheim stieß erneut auf erfreuliches Interesse. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aktuelle kommunalpolitische Themen, der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie eine grundlegende Entscheidung über die zukünftige Ausrichtung der Gruppe. Themen waren unter anderem die Abwassergebühren, der Gemeindehaushalt und die Jahresabschlüsse, die Straßenausbaubeiträge, das Betonschiff, die Gestaltung des Isola-de-la-Scala-Platzes, die Transparenz von Gemeinderatssitzungen, das geplante Wohngebiet Wäldchenloch sowie Verkehrsfragen und sichere Schulwege. Die anwesenden Gäste beteiligten sich mit Fragen, Ideen und konkreten Vorschlägen aktiv an der Diskussion. Die zentrale Nachricht des Abends war die angekündigte Abkehr von der Parteistruktur zugunsten eines unabhängigen, mitgliederbasierten Bürgervereins. Die Erfahrungen aus der bisherigen kommunalpolitischen Arbeit haben die Überzeugung bestärkt, künftig noch stärker auf die ursprünglichen Wurzeln als unabhängige Bürgervertretung zu setzen. Ziel ist es, Entscheidungen noch freier zu treffen und die Zusammenarbeit mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern weiter öffnen zu können. Mit dem Wechsel zum unabhängigen Bürgerverein wollen die bisherigen Freien Wähler neue Möglichkeiten für eine engagierte und sachorientierte Kommunalpolitik schaffen. Ohne Bindung an eine Partei und deren Vorgaben sollen Themen unabhängig bewertet, gute Ideen unvoreingenommen aufgegriffen und Entscheidungen konsequent am Wohl der Gemeinde ausgerichtet werden. Die neue Struktur soll Menschen zusammenbringen, die sich für Budenheim einsetzen möchten. Dabei geht es gleichermaßen darum, positive Entwicklungen voranzubringen, neue Ideen zu fördern und Budenheim gemeinsam weiterzuentwickeln. Genauso wichtig ist es, schwierige und bislang zu wenig beachtete Themen offen anzusprechen, Probleme nicht auszusitzen und notwendige Veränderungen entschlossen anzugehen. Kommunalpolitik soll verständlich, offen und nachvollziehbar sein. Dazu gehört, Entscheidungen transparent zu erklären, unterschiedliche Meinungen ernst zu nehmen und auch bei kontroversen Fragen den direkten Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu suchen. Nicht Parteizugehörigkeiten oder politische Vorgaben sollen den Ausschlag geben, sondern gute Argumente, praktikable Lösungen und das, was Budenheim tatsächlich weiterbringt. Der geplante Wechsel im Frühjahr 2027 ist deshalb mehr als eine neue Organisationsform. Er steht für den Anspruch, unabhängig zu entscheiden, offener zusammenzuarbeiten und Bürgerbeteiligung zu erweitern. An der Arbeit im Gemeinderat ändert sich personell nichts – an den Möglichkeiten, Menschen einzubinden und gemeinsam etwas zu bewegen, soll sich dagegen viel ändern. Die positive Resonanz auf die angekündigte Neuausrichtung und die engagierte Beteiligung bei der Bürgerinfo haben gezeigt, dass dieser Weg große Unterstützung findet. Das Credo für die Zukunft heißt: keine Parteivorgaben, keine Scheu vor schwierigen Themen, kein Stillstand: Wir sind Bürger, die Verantwortung übernehmen und sich mit voller Kraft engagiert für ihre Gemeinde einsetzen. Weitere Informationen bei Friedhelm Gores unter f.gores[at]t-online[dot]de.
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