Fünftes Budenheimer Rheinufer-Fest

Hitze, Musik, Fähre und viel Gemeinschaftsgefühl und Miteinander

Drei Tage Sommer, Musik und Vereinsleben am Rhein: Das fünfte Budenheimer Rheinuferfest hat am vergangenen Wochenende vom 26. bis 28. Juni erneut gezeigt, wie viel Engagement, Kreativität und Gemeinschaftskraft in den Budenheimer Vereinen steckt. Zwar schlug die Sommerhitze an allen drei Festtagen deutlich zu, besonders am Freitag und Samstag, doch erstmals blieb das Rheinuferfest vollständig vom Regen verschont. Wegen der hohen Temperaturen füllte sich der Festplatz an den ersten beiden Abenden erst später, etwa ab 21 Uhr, dafür dann aber mit umso mehr Leben, Musik und guter Stimmung.

Eröffnet wurde das Fest am Freitag gemeinsam mit dem Budenheimer Blütenhaus, Bürgermeister Stephan Hinz, weiteren Gästen sowie dem Vereinsring. Für einen besonders familiären Auftakt sorgten die Fußballer des FV 1919 Budenheim, die in diesem Jahr ihren Aufstieg in die Bezirksliga feiern konnten und Bier sowie Sekt für die Eröffnung spendierten. Im Anschluss waren das Blütenhaus, der Bürgermeister und die Gäste noch zu Sekt und Flammkuchen an der Vereinsringhütte eingeladen. Gerade diese Vereinsringhütte steht sinnbildlich für das, was das Rheinuferfest ausmacht: Menschen bringen sich ein, übernehmen Verantwortung, helfen mit und gestalten das Fest auch über Vereinsgrenzen hinaus mit. Nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch engagierte Budenheimerinnen und Budenheimer tragen dazu bei, dass das Fest Jahr für Jahr weiterwachsen und sich entwickeln kann. Musikalisch prägten am Freitagabend Live-Musik und gute Stimmung den Festplatz. Positiv bemerkbar machte sich in diesem Jahr auch die verbesserte Ton- und Bühnentechnik. Während im Bereich vor der Bühne ausgelassen gefeiert werden konnte, war es in etwas größerer Entfernung weiterhin gut möglich, sich zu unterhalten und den Abend entspannter zu genießen.

Der Samstag im Zeichen der Fährverbindung

Auch der Samstag stand zunächst ganz im Zeichen der Hitze und kam erst in den Abendstunden richtig in Schwung. Das große Highlight des Tages war die erstmals angebotene kostenlose Fährverbindung zwischen Budenheim und Walluf zur Johanniskerb, die von den beiden Gemeinden Budenheim und Walluf gesponsert wurde. Zum Auftakt der Verbindung setzten Bürgermeister Stephan Hinz, Vereinsringvorsitzender Hannes Saas und das Budenheimer Blütenhaus gemeinsam nach Walluf über. Dort wurden sie vom Wallufer Bürgermeister, der Kerbegesellschaft sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern empfangen. Anschließend ging es gemeinsam zurück nach Budenheim. Dort lief die Delegation über den Festplatz, aß und trank gemeinsam und tauschte sich über künftige Kooperationsmöglichkeiten sowie die weitere Ausgestaltung beider Feste aus. Dieser Austausch wurde von beiden Seiten als sehr fruchtbar erlebt. Die Fährverbindung entwickelte sich im Laufe des Abends zu einem echten Publikumsmagneten. Während um 18 Uhr aufgrund der Hitze zunächst nur wenige Fahrgäste übersetzten, nutzten später mehrere hundert Menschen die Möglichkeit, den Rhein zu überqueren. Besonders gegen 22 und 23 Uhr war der Andrang so groß, dass nicht immer alle sofort mitfahren konnten und auf die nächste Überfahrt warten mussten. Insgesamt funktionierte das Angebot hervorragend. Da im kommenden Jahr beide Feste erneut auf ein Wochenende fallen, besteht auf beiden Rheinseiten großes Interesse, die Verbindung wieder anzubieten und nach Möglichkeit sogar auszuweiten. Der Vereinsring prüft bereits, ob eine kostenlose Fähre künftig an mehr als einem Tag ermöglicht werden kann. Am Samstagabend sorgte außerdem DJ Mike, der bereits im vergangenen Jahr beim Rheinuferfest aufgelegt hatte, erneut für Partystimmung. Sowohl am Freitag als auch am Samstag wurde bis in die Nacht gefeiert. Wegen der Musik kam es auch zu einzelnen Anrufen aus dem Ort. Die vor Ort anwesende Polizei konnte gemeinsam mit der Festleitung jedoch schnell klären, dass ein Teil der wahrgenommenen Musik nicht vom Budenheimer Festplatz, sondern von der gegenüberliegenden Rheinseite aus Walluf kam, die in manchen Bereichen sogar lauter zu hören war als die Musik des eigenen Festes. Für ein Fest dieser Art werden einmal im Jahr Genehmigungen erteilt, die Musik bis in die Nacht hinein ermöglichen.

Der Sonntag

Der Sonntag startete traditionell mit der ökumenischen Fahrradfahrer- und Fahrradsegnung. Aufgrund der Hitze kamen in diesem Jahr rund 20 Personen mit ihren Fahrrädern an den Rhein. Pfarrer Winfried Hommel und Pfarrer Stefan Volkmann gestalteten die Segnung dennoch mit viel Herzlichkeit und machten deutlich, dass das Fahrrad nicht nur ein gesundes und nachhaltiges Verkehrsmittel ist, sondern auch für Gemeinschaft, Bewegung und sichere Wege steht.

Im Anschluss begann das Bühnenprogramm, das den Festsonntag musikalisch und abwechslungsreich prägte. Mehrere Live-Musik-Acts spielten über den Tag verteilt mehrere Sets und sorgten dafür, dass auch der Sonntag ein unterhaltsamer Festtag blieb. Die zahlreichen Vereine trugen mit ihren Auftritten und Angeboten maßgeblich zum erfolgreichen Bühnen- und Familienprogramm am Sonntag bei. Durch das Bühnenprogramm führte Blütenprinzessin Marie. Es war ihre allererste Moderation – und sie hat diese Aufgabe fantastisch gemeistert. Neben den Mombacher Samtpfötchen, die seit Beginn des Budenheimer Rheinuferfestes jedes Jahr mit dabei sind, begeisterten in diesem Jahr auch die Glitter Minis im Alter von drei bis sechs Jahren mit ihrer Trainerin Nicole. Die Gruppe ist mit weiteren Gardegruppen aus einer Kooperation der Turngemeinde und des Carneval Clubs Budenheim entstanden. Auch zwei Zumba-Gruppen der Turngemeinde mit Kindern und Jugendlichen standen auf der Bühne. Trotz großer Hitze tanzten sie mit beeindruckender Ausdauer. Ein weiterer Höhepunkt war die Premiere der Modenschau von „Kittel & Shirts“. Sie lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher vor die Bühne. Das spritzige und humorvolle Programm kam sehr gut an und wurde professionell moderiert.

Mitmachangebote für Kinder

Auch die auf dem Platz verteilten Mitmachangebote für Kinder und Jugendliche wurden sehr gut angenommen. Dazu gehörten unter anderem Wasserschwammlauf, ein Parcours und Glitzertattoos. Die Jugendfeuerwehr war ebenfalls mit Informationen und Mitmachangeboten vor Ort. Besonders gut passten bei der Hitze die Spritzwand und die Wasserdusche. Gut angenommen wurden auch der Kuchenverkauf der Fußballer sowie der gemeinsame Kuchenverkauf von Carneval Club und Turngemeinde für die Gardeformationen. So stand der Festsonntag in besonderer Weise im Zeichen von Familie, Mitmachen, Vereinsleben und gemeinschaftlichem Engagement. Am Sonntagabend feierte schließlich die Band „Klappe die Fünfte“ ihre Premiere beim Rheinuferfest. Zwar gab es zunächst Schwierigkeiten beim Soundcheck, doch nachdem diese behoben waren, gab die Band richtig Gas. Bis 21 Uhr spielte sie nahezu ohne größere Pausen durch und begeisterte die Gäste zum Abschluss des Festwochenendes.

Trotz der großen Hitze kam es zu keinen nennenswerten Hitzezwischenfällen. Dazu trugen verschiedene Maßnahmen bei: Zusätzliche Beschattung, Wasserspiele, Wasserduschen und Sprühnebel sorgten für Abkühlung auf dem Festplatz. Gleichzeitig war spürbar, dass viele Besucherinnen und Besucher wegen der Temperaturen erst später am Abend kamen. An die Besucherzahlen des Vorjahres reichte das Fest daher nicht ganz heran. Besonders in den späten Abendstunden war der Festplatz dennoch sehr gut gefüllt.

Sponsorinnen und Sponsoren

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Rheinuferfestes ist die große Zahl an Sponsorinnen und Sponsoren. Der Vereinsring dankt allen Unterstützerinnen und Unterstützern ausdrücklich. Ohne diese breite finanzielle Beteiligung aus Budenheim und Umgebung wäre ein Fest mit Bühne, Technik, Musikprogramm, Infrastruktur und besonderen Angeboten wie der kostenlosen Fähre nicht denkbar. Besonderer Dank gilt außerdem allen Vereinen, Helferinnen und Helfern, die beim Aufbau, beim Dienst an den Ständen, bei der Organisation, beim Programm, beim Abbau und im Hintergrund mitgewirkt haben. Viele Festgäste zeigten sich begeistert davon, dass sichtbar wird, wie die Budenheimer Vereine zusammenarbeiten und gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Immer wieder war zu hören, wie beeindruckend es sei, was ehrenamtlich geleistet werde und wie sich das Fest von Jahr zu Jahr weiterentwickle.

Auch Vereinsringvorsitzender Hannes Saas zog ein positives Fazit: Nach einem halben Jahrzehnt Budenheimer Rheinuferfest sei zu sehen, dass sich das Fest jedes Jahr ein Stück verändere und weiterentwickle. Gerade diese Offenheit mache es flexibel, beweglich und lebendig. Neue Ideen aus den Vereinen und von engagierten Menschen könnten aufgegriffen und umgesetzt werden – wie in diesem Jahr die Fährverbindung, die auf große Begeisterung stieß. Zentral bleibe auch in Zukunft, ehrenamtliches Engagement anzuerkennen und wertzuschätzen. Wer Lust habe, sich einzubringen, Ideen mitbringe und Verantwortung übernehmen wolle, solle beim Rheinuferfest gehört werden und mitgestalten können.

Fazit aus drei Tagen

So bleibt nach drei heißen Festtagen ein starkes Fazit: Das Budenheimer Rheinuferfest hat sich weiter etabliert. Es wächst an seinen Ideen und an den Menschen, die es möglich machen. Und es zeigt einmal mehr: Wenn Vereine, Gemeinde, Sponsoren und engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammenarbeiten, entsteht am Rhein ein Fest, das weit über Budenheim hinausstrahlt.

Kommentar schreiben

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Sicherheitsprüfung
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisierten Spam vorzubeugen.
Bild-CAPTCHA
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.


X