Budenheim. (rer) –
Die TGM Budenheim betreibt ihre eigene Sportstätte und übernimmt damit weit mehr als nur den klassischen Sportbetrieb. Welche Herausforderungen, aber auch Chancen damit verbunden sind, wurde kürzlich auch in einem vereinseigenen Podcast näher beleuchtet.
Für viele Mitglieder wirkt die Anlage mit Hallen, Außenflächen und Trainingsmöglichkeiten selbstverständlich. Tatsächlich steckt dahinter jedoch ein komplexes System aus Organisation, Instandhaltung und ehrenamtlichem Engagement. „Man geht in die Halle und nutzt sie – aber dass sie funktioniert, ist alles andere als selbstverständlich“, wird im Gespräch zwischen Marc Schultheis und Birgit Wersin deutlich.
Der Verein ist nicht nur Nutzer, sondern zugleich Betreiber und Verantwortlicher seiner gesamten Immobilie. Das bringt sowohl Gestaltungsspielraum als auch erhebliche Verpflichtungen mit sich. „Fluch und Segen zugleich“, beschreibt es Birgit Wersin im Austausch. Während kommunale Sportstätten in der Regel durch öffentliche Träger betrieben werden, liegt die Verantwortung in Budenheim vollständig beim Verein selbst. Das bedeutet: Reparaturen, Wartung, technische Anlagen und bauliche Maßnahmen werden weitgehend ehrenamtlich organisiert und umgesetzt. Ein zentraler Baustein dieser Struktur ist der Instandhaltungsausschuss, in dem sich engagierte Mitglieder regelmäßig um anfallende Arbeiten kümmern. Von kleineren Reparaturen bis hin zu größeren Projekten wie der Pflege der Außenanlagen oder der Wartung technischer Einrichtungen reicht das Spektrum. „Ohne die vielen ehrenamtlichen Stunden würde das hier alles nicht funktionieren“, so das Fazit der beiden im Gespräch. Unterstützt wird die Arbeit durch gemeinsame Aktionstage, bei denen zahlreiche Helferinnen und Helfer im gesamten Anlagenbereich aktiv werden. Die Dimension dieser Aufgaben wird besonders bei größeren Maßnahmen deutlich. So wurden in der Vergangenheit auch umfangreiche Bauprojekte wie der Hallenanbau maßgeblich durch ehrenamtliches Engagement begleitet und umgesetzt. „Heute kann man einfach nur dankbar sein, wenn man sieht, was daraus geworden ist“, betont Birgit Wersin. Gleichzeitig stehen aktuelle Themen wie die energetische Zukunft der Gebäude, mögliche Dachsanierungen oder Anforderungen im Brandschutz weiterhin auf der Agenda. Neben der finanziellen und organisatorischen Belastung sehen die Gesprächspartner während ihres Podcasts jedoch auch klare Vorteile in der Eigenverwaltung. Entscheidungen können direkt getroffen, Maßnahmen kurzfristig umgesetzt und Prioritäten vereinsintern gesetzt werden. „Wir sind unser eigener Hausherr – das ist eine große Freiheit, aber auch eine große Verantwortung“, so Marc Schultheis. Zudem entsteht durch die gemeinsame Arbeit eine starke Identifikation vieler Mitglieder mit ihrer Sportstätte. Die TGM ist dabei kein Einzelfall: Nur wenige Vereine in der Region betreiben eigene, vollständige Sportanlagen in dieser Größenordnung. Umso bedeutender ist die Rolle des Ehrenamts, das diese Struktur überhaupt erst möglich macht. Der erwähnte vereinsinterne Podcast greift solche Themen regelmäßig auf und bietet Verantwortlichen eine Plattform, um Hintergründe und Zusammenhänge aus der Vereinsarbeit transparent darzustellen. „Wir wollen sichtbar machen, was sonst oft unsichtbar bleibt“, wird als Ziel der Gesprächsreihe formuliert. Zu hören ist der Podcast auf Spotify und bei Apple Podcast unter dem Suchbegriff „TGM Budenheim“.
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