„Das Visualisieren von Emotionen“
„Die Schönheit des Augenblicks“: Fotoausstellung von Lucie Heirich

Die Künstlerin Lucie Heirich vor einem ihrer Werke.

Johannisberg. (kh) – Mit den Worten „Die Motive kommen auf mich zu“ beschreibt die in Oestrich-Winkel geborene und mittlerweile in Reinheim wohnende Künstlerin den künstlerischen Entstehungsprozess ihrer Werke. Aktuell stellt Lucie Heirich ihre Fotografien zum zweiten Mal im Kreuzgang von Kloster Johannisberg aus. Die meisten der etwa 30 Werke seien innerhalb der letzten drei Jahre entstanden, so Heirich.

Maximal drei Aufnahmen dauere es, dann sei das jeweilige Werk fertig gestellt.

Diesem technischen Entstehungsprozess gehe jedoch erst einmal das „Sehen mit dem dritten Auge“ voraus, wie die sympathische Künstlerin lächelnd das Finden des perfekten Motivs beschreibt. Die künstlerische Fotografie sei für sie „das Visualisieren von Emotionen“: „Bei Themenschwerpunkten serieller Arbeiten entscheidet der gefühlte Moment den Bildausschnitt“, so Heirich. Seit über vierzig Jahren widmet sich die Künstlerin dem additiven Fotografieren. Aus den verschiedenen Serien, wie zum Beispiel ihrer Serie „Bilder im Spiegel“, entstünde stets wieder etwas Neues. Besonders reizen die Künstlerin ungewöhnliche Perspektiven und „nicht nur der zentrale Blick von vorne“. Dieser Bildaufbau führt zu Spannung in den Werken.

Neben dem Thema Spiegelungen hat auch die Architektur sowie das Spiel mit Licht und Schatten eine bedeutende Stellung in Heirichs Werken, welche zum Teil bereits in zahlreichen Einzelausstellungen gezeigt wurden. Die digitalen Aufnahmen sollen jedoch nicht „überfrachtet“ werden, betont die Künstlerin. Besonders wichtig sei ihr zudem, dass die Bilder die Fantasie des Betrachters anregen und offen für eigene Interpretationen seien. Ziel ihrer Ausstellung „Die Schönheit des Augenblicks“, eine Hommage an die Eltern der Künstlerin, sei es, „schöne Dinge spannend zu zeigen“, so Heirich, welche Mitbegründerin der Kunstmeile Mühlberg Reinheim, 2. Vorsitzende im Kulturkreis Reinheim e. V. und Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Südhessen ist. „In den Fotografien transportiere ich meine subjektive Realität und vergängliche Momente, um dem Betrachter auch das für ihn nicht sogleich Sichtbare oder Unspektakuläre näher zu bringen“, so die Künstlerin.

Die beeindruckenden Fotografien der Künstlerin sind noch bis zum 31. August zu sehen.

Weitere Artikelbilder:

Noch keine Bewertungen vorhanden

Neueste Kommentare

60 Menschen verlieren ihren Job
14 Wochen 3 Tage
Dem Opernsänger Peter Parsch zum Gedenken
24 Wochen 19 Stunden
Kathrin Palmen spielt jetzt im Hauptorchester
25 Wochen 3 Tage
Doro rockt – Rüdesheim schwitzt
42 Wochen 4 Tage
„Bunter Rheingau statt braune Suppe“
1 Jahr 1 Tag


X