Landrat gratulierte zu herausragender Präventionsarbeit
Gutenbergschule-Realschule Eltville mit Präventionspreis des Rheingau-Taunus-Kreises ausgezeichnet

Peter Weingärtner, Schulelternbeirat, Hubert Bendiek, Schulsozialarbeit, Christine Schwarz, Lehrerin, Bernhard Rogowski, Schulleiter und der Landrat Frank Kilian bei der Preisverleihung.

Eltville. (ak) – „Ich freue mich, dass die Verleihung in diesem großen Rahmen stattfindet. Der Präventionspreis des Rheingau-Taunus-Kreises ist ein wichtiges Anliegen und die Gutenbergschule kann stolz darauf sein. Sie haben hier ein tolles jahrgangsübergreifendes Projekt und die Schulleitung, die Schulsozialarbeit und die Lehrkräfte kümmern sich um die ihnen anvertrauten Mädels und Jungs und alle können von diesem Projekt profitieren. Man spürt hier die gute Atmosphäre, auch vom Schulelternbeirat und vom Förderverein sind Vertreter hier.

Das Konzept bietet eine hervorragende Plattform“, lobte Frank Kilian, der Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises, die herausragende Präventionsarbeit der Gutenberg Realschule. Zum Präventionspreis gab es eine Urkunde, die der Landrat dem Schulleiter Bernhard Rogowski überreichte. Außerdem erhält die Gutenbergschule 1.250 Euro vom Rheingau-Taunus-Kreis, die in die Schulsozialarbeit investiert werden. Die Preisverleihung fand, auf Vorschlag des Schulleiters, im Lehrerzimmer, während der ersten großen Pause statt, um allen Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit zu geben, teil zu nehmen.

„Danke an alle Lehrerinnen und Lehrer, die die Präventionsarbeit machen. Danke an die Schulsozialarbeit, denn ohne sie kann ich mir Schule fast nicht mehr vorstellen. Die Schulsozialarbeit ist ein unverzichtbarer Bestandteil und richtig gut investiertes Geld des Rheingau-Taunus-Kreises“, erklärte Bernhard Rogowski und der Landrat bekräftigte: „Das ist ein „best practice“ Beispiel hier. Die Gutenbergschule ist nicht zum ersten Mal Preisträger des Präventionspreises. Ich hoffe, ich bin als Landrat noch ein paar Jahre im Amt. Ich komme gerne nochmal wieder zu einer Preisverleihung.“

Das Präventionskonzept der Gutenbergschule wurde von der Lehrerin Christine Schwarz und Hubert Bendiek von der Schulsozialarbeit zusammengestellt. Das Konzept beschäftigt sich weniger mit vermuteten Defiziten und Beeinträchtigungen. Es setzt an der Wahrnehmung, Stärkung und Weiterentwicklung der vorhandenen Ressourcen an und versucht die Schüler auf ihrem Weg zu unterstützen.

Verfolgt werden zwei Ziele. Zum ersten werden schützende Persönlichkeitsfaktoren wie Selbstwirksamkeit, Selbstbewusstsein und Widerstandsfähigkeit gestärkt. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit, akzeptable Problem- und Konfliktlösungen, sowie demokratische Formen des Umgangs eingeübt.

Koordiniert wird die Präventionsarbeit im Rahmen der Präventions-AG von der Präventionslehrkraft, Sabine Gundlach, der Schulsozialarbeit der Dipl. Sozialpädagogin Susanne Speth, der Dipl. Sozialpädagogin Janka Tscherkesov, dem Diplom-Pädagogen Hubert Bendiek, dem Diplom-Pädagogen Bernd Ruppert und dem Schulleiter Bernhard Rogowski.

Das Konzept setzt sich aus einzelnen Bausteinen für jede Jahrgangsstufe zusammen und ist Teil des aktuellen Schulprogramms.

In der fünften Jahrgangsstufe geht es zunächst um das Basisprogramm „Soziales Lernen“ mit dem Ziel, das Team der Schulsozialarbeit kennen zu lernen und Strategien zur Konfliktlösung zu lernen. Die Schüler befassen sich in fünf Doppelstunden mit den Grundlagen der gewaltfreien Kommunikation.

In den Klassen fünf bis acht, gibt es einen Klassenrat, das gibt den Schülern die Möglichkeit Verantwortung für Klassenangelegenheiten zu übernehmen und eine Klassenkultur zu entwickeln. Hier wird Gesprächsführung geübt, es werden Kompromisse gefunden und Entscheidungen getroffen. Die Schüler erleben so die Schule als einen Ort, an dem sie mitgestalten dürfen.

In den Klassen fünf bis zehn gibt es die Schülervertretung. Hier arbeitet die Verbindungslehrkraft mit der Schülervertretung, bestehend aus Schul- und Klassensprechern aller Jahrgänge zusammen.

In den sechsten Klassen geht es um den „Projekttag Achtsamkeit“. Die eigenen Grenzen und die der Mitschüler werden kennen gelernt, wahrgenommen und respektiert. In den sechsten Klassen gibt es getrennte Mädchen-und Jungengruppen. Es ist dann leichter, sich mit geschlechts-und altersspezifischen Themen auseinander zu setzen.

Ebenfalls ab den Klassen sechs gibt es für interessierte Schüler die Möglichkeit Schulsanitäter zu werden. Eine Erste-Hilfe-Ausbildung durch das DRK wird in der Realschule angeboten. Die erfolgreiche Teilnahme an diesem Kurs ist die Voraussetzung, um am Schulsanitätsdienst teilzunehmen. Die Schulsanitäter übernehmen Verantwortung und leisten die Erstversorgung am Unfallort während der Pausen und bei schulischen Veranstaltungen.

In der siebten Jahrgangsstufe wird das „Projekt Pubertät“ angeboten. Die Schüler werden für pubertätsrelevante Themen sensibilisiert, auf mögliche Gefahren wird hingewiesen und Hilfsangebote werden gemacht. In den siebten Klassen gibt es auch individuelle Beratungstage für alle Schüler.

Mit der „Aktion Rauchzeichen“ informiert ein Arzt der Deutschen Herzstiftung e. V. die Schüler über bekannte Risiken des Rauchens, wie die Schädigung von Organen und Kreislaufstörungen.

„Stark im Konflikt“ heißt ein Theaterstück das die Schauspieler des Düsseldorfer Steimel-Menschner-Projektes vor den Schülerinnen und Schülern des 7. Jahrgangs mit typischen Gewalt- und Mobbingszenen unter Jugendlichen darstellen.

In der achten Jahrgangsstufe gibt es wieder Beratungstage und die erneute Aufführung des Theaterstücks „Stark im Konflikt“. Das damit verbundenen Training wird aufgefrischt.

Als Streitschlichter und Klassenparten kann man sich in der neunten Klasse ausbilden lassen. Streitschlichter sind ausgewählte Schüler, die eine dreitägige Ausbildung durchlaufen, und in den unteren Klassen bei der Bearbeitung von Schüler-Konflikten unterstützen.

Klassenpaten helfen den Fünftklässlern bei den ersten Schultagen, sie durchlaufen eine zweitägige Vorbereitungsphase, bei der sie für die Bedürfnisse und Ängste der neuen Schüler sensibilisiert werden.

Das Präventionskonzept der Gutenbergschule bietet somit für jede Jahrgangsstufe altersgerechte Konzepte.

Weitere Artikelbilder:

Noch keine Bewertungen vorhanden

Neueste Kommentare

Dem Opernsänger Peter Parsch zum Gedenken
6 Wochen 22 Stunden
Kathrin Palmen spielt jetzt im Hauptorchester
7 Wochen 3 Tage
Doro rockt – Rüdesheim schwitzt
24 Wochen 4 Tage
„Bunter Rheingau statt braune Suppe“
34 Wochen 2 Tage
Galakonzert im Kiedricher Bürgerhaus
38 Wochen 3 Tage


X