Buchvorstellung
Mord unter Akademikern
Krimi der ehemaligen EBS-Studentin Dr. Simone Klein

Simone Klein: Die Korrektorenfalle, Paperback, 230 Seiten ISBN: 978–1493779352, Preis: 13,90 Euro als E-Book 5,99 Euro.

 

Rheingau. (mg) – Dass der Rheingau das bevorzugte Naherholungsgebiet für die Rhein-Main-Region ist bekommen die Bewohner spätestens am Wochenende zu spüren, sobald die ersten Sonnenstrahlen den Tau der Rheinwiesen trocknen. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Frankfurter Professor für Mediendidaktik ausgerechnet in der Gutsschänke auf Schloss Johannisberg dunkle Geschäfte einfädelt, die mit tödlichen Folgen verbunden sind.
Es ist allerdings auch kein Zufall, dass die Autorin Dr. Simone Klein ihren Krimi „Die Korrektorenfalle“ im Rhein-Main-Gebiet spielen lässt.
Denn berufsbegleitend hat sie ihr Intensivstudium an der Ebs von 2006 bis 2007 in die Region geführt, der sie sich, wie sie sagt, emotional noch eng verbunden fühlt.

Aus dem Prolog Rheingau entwickelt sich eine spannende Geschichte im Spannungsfeld zwischen Reputation und Realität oder Ansprüchen und Einkommen. Ausgerechnet ein schweizer Kommissar nimmt im Rahmen eines Austauschsprogramms die Ermittlungen auf, die ihm interessante Einblicke in die wissenschaftlichen Ambitionen ermöglichen.
Mehrheitlich spielt der Wissenschaftskrimi in Frankfurt spielt. Dabei geht es in erster Linie um ominöse Verfahren zur Erlangung von Doktortiteln und um den Mord an einem wissenschaftlichen Mitarbeiter. Zwischen den Zeilen werden immer wieder schweizerisch-deutsche Befindlichkeiten beleuchtet. Weniger blutrünstige Szenen, als vielmehr Intrigen und psychologische Verstrickungen machen die komplexe Handlung aus
Bevor sich Kriminalkommissar Huber in Frankfurt am Main richtig eingewöhnen kann, kommt es zu einem Mord an der Goethe-Universität. Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter wird in seinem Büro am Institut für Mediendidaktik erschossen.
Sein Doktorvater und der Leiter der internationalen Graduiertenförderung geraten ins Fadenkreuz der Ermittlungen. Huber erkennt schnell, dass die Machenschaften am Institut undurchsichtig sind und ein lebhafter Promotionstourismus betrieben wird. Die Bilderbuchakademiker sind nicht so akademisch, wie sie glauben machen wollen.
Die fiktive Handlung spielt auf höchster Ebene im Hochschulumfeld und zeigt, auf welchem Weg begehrte Studienplätze und die zugehörigen Stipendien vergeben werden. Die Geschichte enthüllt Hintergründe über wissenschaftliche Vorhaben und zeigt, wie es um die zum Titel führenden Glanzleistungen tatsächlich steht. Obwohl es in dem Buch nicht um Plagiate geht, knüpft der Inhalt an den aktuellen Trend bezüglich der Überprüfung von Dissertationen prominenter Würdenträger an.
Wie weit dürfen externe Korrekturleistung gehen und ist die Grenze zum Ghostwriting.
Die Autorin Simone Klein wurde 1974 in Frankfurt am Main geboren. Heute lebt sie in der Schweiz im Kanton Zürich. Bereits während ihres Germanistik- und Skandinavistik-Studiums beschäftigte sie sich intensiv mit der Gattung des psychologischen Romans. Ihren Schwerpunkt in der Forschung legte sie auf Adoleszenz- und Entwicklungsliteratur aus Skandinavien, bevor sie im Frühjahr 2011 den Adoleszenzroman „Typen, Trouble, Trabitanz“ veröffentlichte.
„Die Korrektorenfalle“ ist bereits das dritte belletristische Werk von Simone Klein. Im Vordergrund stehen das Beziehungsgeflecht der Charaktere, Manipulationen und die Entwicklung des bereits aus „Tod eines Headhunters“ bekannten Protagonisten, Kommissar Alexander Huber.
 

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