Helfen bis der Notarzt kommt
Der Defibrillator leistet lebensrettende Hilfe

Die lebensrettende Hilfe mit einem Automatisierten, Externen Defibrillator (AED) hat das DRK in der Central Apotheke Rüdesheim vorgestellt.

Rüdesheim. (av) – „Alles ist besser als nichts tun“, sagen Barbara Fath, Ausbildungsleitung beim DRK Kreisverband Rheingau-Taunus e.V. und Hans Jürgen Schmalfeld, DRK Rüdesheim, die in der Central Apotheke lebensrettende Hilfe mit einem Automatisierten, Externen Defibrillator (AED) demonstrierten. Dabei durften die Kunden der Apotheke selbst erfahren, wie unproblematisch Hilfe bis zum Eintreffen eines Notarztes geleistet werden kann.

 

Nur mit einem AED ist es möglich, lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes zu behandeln. Denn bei den meisten vom plötzlichen Herztod betroffenen Menschen liegt zunächst ein Kammerflimmern vor. Dies kann mit einem beherzten und gut zu verstehenden Eingriff mit dem Defibrillator behandelt werden, wie eine der Apothekerinnen selbst feststellen durfte. Dabei schauten interessierte Kundinnen der Apotheke zu und bedankten sich dafür, in kurzer Zeit etwas gelernt zu haben. Mittels großflächiger Klebeelektroden hat die Apothekerin ein EKG an der Übungspuppe aufgenommen, was vom AED analysiert wurde. Liegt ein Kammerflimmern vor – wie im Übungsfall – können die Ersthelfer einen Stromstoß über die Elektroden abgeben. Diese Defibrillation soll das untergeordnete „Zittern“ der Herzmuskelfasern unterbrechen und zu einem geregelten Herzschlag überführen. Dabei gibt der AED genaue Sprachanweisungen, mit der die Handhabung einfach und sicher ist. Herzdruckmassagen und Mundbeatmung unterstützen die ersten Hilfsmaßnahmen vor Ort.

Seit einigen Jahren gibt es kleine Geräte, mit denen auch Laien eine Defibrillation durchführen können – die Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED), die mittlerweile auch an vielen öffentlichen Orten verfügbar sind. Wie zum Beispiel in der Central Apotheke in Rüdesheim. „Sie könnten im gesamten Stadtgebiet zur Verfügung stehen“, so Barbara Fath, auf dem Marktplatz, in der Drosselgasse. Zwei Defibrillatoren hat die Rüdesheimer Seilbahn bestellt, ein weiteres gibt es im Rüdesheimer Yachthafen, fügt Hans Jürgen Schmalfeld an.

Barbara Fath und Hans-Jürgen Schmalfeld verweisen ebenso darauf, dass es eigentlich in jedem Betrieb notwendige Pflicht ist, ausreichend und regelmäßig fortgebildete Ersthelferinnen und Ersthelfer sowie Erste-Hilfe-Material zur Verfügung zu haben. Die Zahl der sogenannten betrieblichen Ersthelferinnen und Ersthelfer, Art und Menge sowie Aufbewahrungsorte des Erste-Hilfe-Materials richte sich im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach der Betriebsgröße, den vorhandenen betrieblichen Gefahren, der Ausdehnung und Struktur des Betriebes und der Organisation des betrieblichen Rettungswesens. Solche Kriterien werden von den zuständigen Unfallversicherungsträgern genannt. Das DRK bietet hier die Ausbildung in Erster Hilfe oder den Lehrgang zum Betriebssanitäter an. Ebenso kann man sich auch im Umgang mit dem AED schulen lassen. Die Ausbildungsdauer ist abhängig von den Vorkenntnissen der Teilnehmer.

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