Budenheim. (lk) –
Die 132 anwesenden Mitglieder der Budenheimer Volksbank, die sich am vergangenen Dienstagabend in der Turnhalle der TG Budenheim zur Generalversammlung einfanden, nahmen sie gerne entgegen: Die Rede ist von der Dividende von 8,0 Prozent, die die Bank ihren Mitgliedern auch in diesem Jahr wieder auszahlen kann. Insgesamt ist die Bilanz der Mitgliederversammlung positiv. Trotz politischer und wirtschaftlicher Probleme, die im Geschäftsjahr 2025 nicht nur Deutschland trafen, konnte die Budenheimer Volksbank ihr Niveau der Vorjahre im Großen und Ganzen auch in diesem Jahr aufrecht erhalten.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dr. Gerd Simsch, begrüßte die Mitglieder der Bank sowie die anwesenden Gäste. Bürgermeister Stephan Hinz richtete ebenfalls einige Grußworte an die Anwesenden und freute sich darüber, dass der Einladung so viele Mitglieder gefolgt seien. Die Budenheimer Volksbank, so der Bürgermeister, sei „weit mehr als ein Finanzinstitut“. Sie gehöre seit Generationen zur Gemeinde und blicke auf eine über 130-jährige genossenschaftliche Geschichte zurück. Dennoch sei sie modern und leistungsstark. Was sie besonders ausmache, sei die „enge Verbundenheit mit den Menschen vor Ort“.
Service vor Ort
Die Bank, so Dr. Gerd Simsch, sei sich ihres guten Standorts sehr bewusst. Durch die Geschäftsstelle im Ort könne man den vollumfänglichen Service für alle Kundinnen und Kunden bieten, was sie von anderen Banken abheben würde. Für die gute Arbeit des Teams bedankte sich der Aufsichtsratsvorsitzende bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diese wurde auch seitens der anwesenden Mitglieder gelobt.
Die wichtigsten Zahlen und Fakten des vergangenen Geschäftsjahres 2025 stellte Thorsten Rasch aus dem Vorstand der Budenheimer Volksbank vor. Zum 31. Dezember 2025 verfügte die Budenheimer Volksbank über ein Bilanzvolumen von 251,3 Mio. Euro. Entsprechend handelt es sich hierbei um eine Abnahme von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bezüglich der Aktivseite der Bilanz der Budenheimer Volksbank ließen sich „Forderungen an Kreditinstitute“ in Höhe von 15,1 Mio. Euro sowie „Forderungen an Kunden“ in Höhe von 189,9 Mio. Euro verzeichnen. Letzteres stellt eine Steigerung um 0,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024 dar. Thorsten Rasch berichtete, dass „sämtliche vertretbaren Kreditwünsche“ umgesetzt werden konnten. Der Wertpapierbestand belief sich im vergangenen Jahr auf 40,6 Mio. Euro und verteilt sich dabei auf 130 Einzeltitel. Insgesamt stellt sich dies als Steigerung von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar. Auf der Passivseite sind die bilanzwirksamen Kundeneinlagen zu vermerken, die sich für das Geschäftsjahr 2025 auf 198,7 Mio. Euro beliefen. Entsprechend zum Vorjahr stellt dies eine Senkung um 1,3 Prozent dar. Mit ca. 80 Prozent stellt diese Summe einen erheblichen Anteil der Finanzierungsquelle der Budenheimer Volksbank dar. Der geplante Anstieg um 2,0 Prozent wurde entsprechend aber nicht erreicht. Die Bank verzeichnete bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einen Rückgang um 13,2 Prozent auf 15,9 Mio. Euro. Dieser Wert ergibt sich aus Weiterleitungskrediten für öffentliche Förderprogramme sowie Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank (DZ Bank AG). Der Rückgang ist auf ein gesunkenes Förderkreditvolumen zurückzuführen. Die Kunden der Budenheimer Volksbank haben rund 74,4 Mio. Euro in Wertpapiere investiert, davon circa zwei Drittel bei der DZ-Bank und ein Drittel bei Union Investment. Insgesamt stellt dies eine Steigerung um 13,8 Prozent im Vorjahresvergleich dar.
Befriedigendes Gesamtergebnis
Das Eigenkapital der Bank belief sich am Ende des Jahres 2025 auf 34,8 Mio Euro. Der Zinsüberschuss stieg um 7,2 Prozent auf 5,1 Mio. Euro an. Der Zinsaufwand sank im Vorjahresvergleich um 1,1 Prozent auf knapp 2 Mio. Euro. Mit 1,2 Mio Euro stieg der Provisionsüberschuss im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 Prozent an. Da die Budenheimer Volksbank nur eine Geschäftsfiliale betreibt, konnten die Verwaltungsausgaben stabil unter dem Verbandsdurchschnitt gehalten werden. Im Gesamtergebnis konnte die Budenheimer Volksbank einen Bilanzgewinn von 208 Mio. Euro verzeichnen. Die Generalversammlung beschloss den Jahresabschluss 2025 einstimmig. Die Verwendung des Jahresüberschusses wurde ebenfalls beschlossen. Insgesamt sei das Geschäftsjahr 2025 ein befriedigendes Jahr gewesen. Die Auszahlung der Dividende von 8,0 Prozent kam bei den Mitgliedern der Budenheimer Volksbank sichtlich gut an.
Die Anträge auf Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig angenommen. Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Gerd Simsch schied turnusmäßig aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl des seit 2013 im Aufsichtsrat der Bank tätigen Dr. Gerd Simsch wurde einstimmig durch die Versammlung angenommen. Für das entgegengesetzte Vertrauen bedankte sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats bei den Anwesenden.
Ausblick auf 2026
Auch im Geschäftsjahr 2026 erwarte man bei der Budenheimer Volksbank aufgrund des Ukrainekriegs, des Nahost-Konflikts sowie weiterer weltweiter politischer Unsicherheiten Einflüsse auf die wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland. Nichtsdestotrotz werde ein Kreditwachstum von 2,5 Prozent angepeilt sowie eine Zinsspanne und ein Provisionsüberschuss leicht über Vorjahresniveau erwartet.
Eine positive Nachricht, die Dr. Gerd Simsch verkünden konnte, war das vom Bundesverband durchgeführte Rating, dem sich die Bank im Jahr 2024 erneut unterzogen habe. Die Klassifizierung A++ sei erreicht worden, was die bestmögliche Klassifizierung darstelle. Für das Jahr 2025 werde die Klassifizierung auf der Generalversammlung im folgenden Jahr nachgereicht.
Auch in diesem Jahr feierten wieder einige Mitglieder der Budenheimer Volksbank ihr 50. Jubiläum als Teil der Bank. Die diesjährigen fünf Jubilarinnen und Jubilare sind Alois Reinhard Kost, Wendelin Josef Weber, Reinholz Heinz Riedesser, Rita Antonie Delle sowie Birgit Maria Margit Unkelhäußer. In einer gesonderten Feierstunde wurde ihnen für ihre langjährige Treue zur Bank unter anderem mit einem Weinpräsent und einer Kopie ihrer Beitrittsurkunde gedankt.
Zum Abschluss der Generalversammlung wies der Vorsitzende des Stiftungsrats, Dieter Korfmann, noch auf die Projekte hin, die in der vergangenen Zeit von der Stiftung der Budenheimer Volksbank unterstützt worden waren. In ganz Budenheim könne man „Spuren“ der Stiftung entdecken, berichtete er. So konnten unter anderem die Kostüme für die Gardetanzgruppe gestellt werden. Weitere Projekte waren etwa die Förderungen des Jubiläumskonzerts der Sängervereinigung im vergangenen November. Auf dem neu gestalteten Webauftritt der Volksbank könne man sich über weitere geförderte Projekte informieren. Die Adresse der Homepage lautet www.budenheimervb.de.
Auch Bürgermeister Stephan Hinz wurde noch einmal persönlich für sein Engagement im vergangenen Geschäftsjahr gedankt. Zu seinem runden Geburtstag im Jahr 2025 verzichtete er auf Geschenke und sammelte stattdessen Spenden, die dem Stiftungsvermögen zugutekommen sollten. Dr. Gerd Simsch bedankte sich bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Versammlung für das entgegengebrachte Vertrauen und schloss die Veranstaltung.




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