Budenheim. (rer) –
Am Fronleichnamswochenende wird im Lennebergwald erstmals seit vielen hundert Jahren wieder ein Kohlenmeiler angezündet werden. Anlass ist das 75-jährige Bestehen des Zweckverbands zur Erhaltung des Lennebergwaldes, in dem auch auf die ganze Geschichte des Waldes zurückgeblickt wird. In früheren Zeiten wurde im Lennebergwald Köhlerei betrieben, um Holzkohle für große Hitze zum Betrieb von Schmieden und Backstuben zu gewinnen. Am Fronleichnamstag, Donnerstag, 4. Juni, wird der Kohlenmeiler um 17 Uhr durch den Verbandsvorsteher des Zweckverbands, den Mainzer Oberbürgermeister Ninio Haase oder seinen Stellvertreter Bürgermeister Stephan Hinz aus Budenheim entzündet. Danach wird der Kohlenmeiler bis Dienstag, 9. Juni, das in ihm aufgesetzte Ahornholz in Holzkohle umwandeln. An gesamten Fronleichnamswochenende haben Besucher Gelegenheit, sich den Kohlenmeiler in Aktion anzuschauen, und anhand von Infotafeln und im Gespräch Wissenswertes über die Köhlerei und die Geschichte des Lennebergwaldes zu erfahren. Es werden laufend Wildbratwürste gegrillt und es gibt gekühlte Getränke.
Am Sonntag, 7. Juni, wird in der Zeit von 14 bis 16 Uhr die Künstlerin und Waldpädagogin Anne Böschen für Kinder das Malen mit frisch aus Lindenästen hergestellten Holzkohlestiften anbieten. Am Dienstag, 9. Juni, wird der Kohlenmeiler abgebaut, und die noch heiße Kohle abgelöscht und nach dem Abkühlen in Papiersäcke abgefüllt. Die Grillkohle wird dann im Waldladen im Grünen Haus und bei Veranstaltungen am Grünen Haus verkauft werden.
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