"Offensichtlich nicht ernst gemeint"

Unser Leser Albert Kohls nimmt Stellung zu dem Bericht "Pendler-Route durch Budenheim" in der Heimat-Zeitung und mahnt die Beseitigung einer Gefahrenstelle an: Mit Interesse habe ich den Bericht in der jüngsten Ausgabe der Budenheimer Heimat-Zeitung gelesen, mit dem über die Vorstellung der Pläne zu einer Pendler-Route für Radfahrer durch Budenheim berichtet wurde.

Dabei bin ich insbesondere auf die Aussage aufmerksam geworden, dass "Für die Gemeinde, die Gemeindewerke, den LBM und den ADFC Verkehrssicherheit und Bevölkerungsschutz höchste Priorität haben". Diese Aussage kann ich schlicht und ergreifend nicht glauben, weil sie offensichtlich nicht ernst gemeint ist.

Seit nunmehr über zwei Jahren weigert sich der LBM, eine Gefahrenstelle für Radfahrer und Fußgänger an der Gerhart-Hauptmann-Straße in Budenheim dergestalt zu entschärfen, dass die über der Fahrbahn angebrachte Lichtzeichenanlage durch die Anbringung einer "Ampelhinterlegung" gegen eine mögliche Blendwirkung durch die tiefstehende Sonneneinstrahlung geschützt und damit für herannahende Fahrzeugführer besser erkennbar wird.

Die Gemeindeverwaltung hat in der Vergangenheit zu dieser Thematik mehrfach erklärt, dass sie hierfür nicht zuständig sei - der ADFC hat nach einem Schreiben an den LBM festgestellt, dass er hier nicht weiter unterstützen

kann. Im Ergebnis komme ich zu der Erkenntnis, dass - wenn es um die Durchführung von Prestige-Objekten wie einer "Pendler-Route für Radfahrer" geht - alle Beteiligten zusammenstehen und sich für die Verkehrssicherheit verantwortlich erklären. Wenn es um die Behebung bestehender Mängel an einer einzelnen Örtlichkeit in Budenheim geht, dann ist plötzlich niemand der beteiligten Verwaltungen mehr zuständig.

Dabei ist die von mir gestellte Forderung mit geringem Aufwand umzusetzen bzw. sie ist an drei anderen Ampelanlagen in Budenheim - so im Bereich der Eaubonner Straße, der Gutenbergstraße und der Budenheimer Parkallee - bereits umgesetzt worden. Weshalb die Maßnahme an der Gerhart-Hauptmann-Straße nicht umgesetzt wird, ist mir unerklärlich und es konnte seitens des LBM bisher auch den CDU-Abgeordneten noch nicht schlüssig erklärt werden, die versucht haben, mich bei der Lösung des Problems zu unterstützen.

Der Einzug der Freien Wähler in den Gemeinderat sowie Anfragen der Kandidatin der FDP und des Kandidaten der SPD für das Bürgermeisteramt in Budenheim konnten bislang offensichtlich keine Verhaltensänderung beim LBM erreichen. Somit bleibt wohl abschließend nur die Hoffnung, dass der von der CDU im Wahlkampf versprochene "Politikwechsel in Rheinland-Pfalz" hier zu einem positiven Ergebnis für die Radfahrer und Fußgänger führt und sich bis dahin kein Unfall ereignet, der von mir befürchtet wird und der dann leider zu einem schnellen Handeln der

Verwaltung führen wird.

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