Wer setzt sich bei der Wahl durch?

Am kommenden Sonntag wird in Budenheim der Bürgermeister direkt gewählt

Am kommenden Sonntag, 8. März, sind die Wahlberechtigten in Budenheim aufgefordert, ihren Bürgermeister oder ihre Bürgermeistin für die kommenden acht Jahre zu wählen. Sollte noch keine Entscheidung für einen Kandidaten fallen, wird die notwendig werdende Stichwahl am Sonntag, 22. März, durchgeführt.

Um den Chefsessel im Budenheimer Rathaus bewerben sich drei Personen: Amtsinhaber Stephan Hinz (CDU), Marcel Wabra (SPD) und Annett Fritzlar (FDP).

Die Heimat-Zeitung Budenheim hat den Bewerbern und der Bewerberin einen kleinen Fragenkatalog vorgelegt, um vielleicht noch unentschlossenen Wahlberechtigten eine kleine Entscheidungshilfe an die Hand zu geben:

Fragen an die Kandidaten und die Kandidatin

1. Stellen Sie sich unseren Lesern vor und berichten Sie kurz von Ihrem beruflichen Werdegang und was Sie veranlasst hat, sich zur Wahl bzw. Wiederwahl zu stellen.

2. Offenes Rathaus: Sollten die Türen in Zukunft wieder für alle Bürger auch ohne Anmeldung geöffnet werden, wie es vor Corona war?

3. Das Thema, das in den vergangenen Jahren – neben der Bestrebung, eigenständige Gemeinde zu bleiben - war wohl die Errichtung der Bodenaufbereitungsanlage. Warum spielt eine Anlage, für deren Ablehnung immerhin ein sehr großer Teil der Wahlberechtigten ihre Unterschrift abgaben, kaum bis gar keine Rolle in diesem Wahlkampf?

4. Ein wichtiges Thema, das die Menschen bewegt, ist bezahlbarer Wohnraum. Wo sehen Sie in Budenheim die Möglichkeit, hier das Angebot zu erweitern?

5. Eine Gemeinde lebt sehr stark vom Angebot seiner Vereine – und die sind natürlich auch darauf angewiesen, von der Kommune unterstützt zu werden. So wünscht sich der Fußballverein einen neuen Sportplatz, auch andere Vereine haben sicher Wünsche. Haben Sie Ideen, wo in den nächsten Jahren konkret investiert werden sollte?

6. Generell wird die Luft für Investitionen immer dünner – da macht auch Budenheim keine Ausnahme. Welche Maßnahmen sollten in den kommenden Jahren trotzdem auf jeden Fall angegangen werden und wie stellen Sie sich deren Finanzierung vor?

7. Drei Personen aus Budenheim wollen auf den Chefsessel im Rathaus. Erläutern Sie bitte, warum Sie und nicht einer Ihrer Mitbewerber die beste Wahl sind.

Stephan Hinz

Zu 1.: Seit fast acht Jahren bin ich der amtierende Bürgermeister von Budenheim. Diese vielseitige und verantwortungsvolle Aufgabe spornt mich dazu an, eine weitere Wahlperiode für Budenheim da zu sein. In den vergangen acht Jahren konnte ich mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Gemeinderat viele Projekte für Budenheims Zukunft umsetzen, was mich mit Stolz erfüllt. Meine persönliche Vernetzung mit den Vereinen, Gewerbe und Organisationen konnte und werde ich nutzen, um den sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Gemeinde voranzubringen.

Vor meiner Zeit als Bürgermeister habe ich nach meiner Ausbildung als Maschinenbaumeister im Handwerk, über 30 Jahre in der Energiebranche gearbeitet. Die letzten Jahre war ich als Abteilungsleiter Gas Mess- und Regeltechnik tätig.

Zu 2.: Das Rathaus ist auch aktuell ohne Termin geöffnet. Wer ohne Anmeldung kommt, kann sich im Bereich Vorraum per Telefon anmelden und wird, sofern der zuständige Mitarbeiter vor Ort ist und Zeit hat, abgeholt. Terminvereinbarungen sind per E-Mail, telefonisch und online möglich. Vorteil der Vorabanmeldungen sind neben fachlichen Vorbereitungen beider Seiten auch Termine ohne Wartezeiten. Das kommt allen Seiten zugute.

Der Grund weshalb ich den Zugang zum Rathaus eingeschränkt habe, ist meine Verantwortung gegenüber meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und allen Personen, die sich im Rathaus aufhalten. Denn in der Vergangenheit ist es gehäuft zu Übergriffen gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gekommen.

Mir gefällt das auch nicht, dass wir einer unkontrollierbaren Aggressivität ausgesetzt sind.

Um den Zugang zum Rathaus für unsere Bürger und Bürgerinnen persönlicher und einfacher zu gestalten, sind wir in der Umsetzung einer Pforte im Eingangsbereich des Rathauses weit fortgeschritten.

Zu 3.: Die Anlage ist kein Thema, da diese bereits in Betrieb ist. Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass alle Fraktionen des Gemeinderates Budenheim, die eine Bürgermeisterkandidatin oder einen Bürgermeisterkandidaten stellen, dem Bebauungsplan Dyckerhoff-Gelände inklusive der Anlage zugestimmt haben. Deshalb sehe ich hier auch keine Kontroverse.

Die Anlage darf man nicht für sich alleine sehen, sondern im Kontext zur Wohnbebauung. Und die Entwicklung neuen Wohnraums ist durchaus Thema im Wahlkampf. Die Neubaugebiete sind Teil meiner Bestrebungen. Wir können stolz darauf sein, dass wir das Baugebiet Wäldchenloch nach vielen Jahren umsetzen konnten. Und auch das Dyckerhoff-Gelände wird enorm viel Wohnraum schaffen, Gewerbe ansiedeln und es wird ein hochmoderner Kindergarten gebaut.

Zu 4.: Wir sind ganz aktuell dabei. Die Sanierung unserer Immobilie in der Römerstraße hat begonnen und ist der erste Teil der Entwicklung des „Quartiers am Wald“, in dem Neubauten folgen sollen und wir damit geförderten Wohnraum schaffen. In den vergangenen Jahren haben wir den bereits existenten Bestand modernisiert. In der Morgenstraße, in der Jahnstraße und auch in der Heidesheimer Straße im Tengelmann-Komplex. Hier wurde auch die neue Geschäftsstelle der Wohnbau integriert sowie unsere tolle Postfiliale. Als Zukunftsprojekt bin ich bereits in der Planung für betreutes und generationsübergreifendes Wohnen im Wäldchenloch. Auch im Dyckerhoff Gelände wird sozial geförderter Wohnraum entstehen.

Zu 5.: Als Bürgermeister ist es wichtig, dass ich den Rahmen, in dem Vereinsleben stattfinden kann, unterstütze. Dazu gehören Zuschüsse zur Jugendarbeit und Trainingslagern, aber auch Materialien und Sportgeräte.

Gesangsvereine, Partnerschaftsvereine und Vereine, die sich um den sozialen Zusammenhalt kümmern, wie Miteinander der Kulturen und auch die Kirchen sind bei mir im Fokus, genauso, wie alle Sportvereine, denn hier lebt Budenheim.

Unsere Sportstätten sind mir wichtig. Der neue Kunstrasenplatz für den Fußballverein wird kommen. Genauso wichtig ist die Zukunft der Waldsporthalle. Wir haben eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse dem Gemeinderat vor kurzem vorgestellt wurden.

Besonders am Herzen liegt mir der Erhalt unseres Waldschwimmbades.

Zu 6.: Die Kommunen bekommen vom Bundesland immer mehr Pflichtaufgaben übertragen, die im Gegensatz zu den gesunkenen Einnahmen stehen.

Ein Beispiel dafür ist das sogenannte „Gute-Kita-Gesetz“: Hier müssen große Summen in den Umbau der Kitas investiert werden, auf deren Kosten die Kommunen sitzenbleiben.

Wir haben über viele Jahre sehr solide gewirtschaftet und konnten uns trotz schwerer Zeiten auch Investitionen in unsere Infrastruktur leisten, wie den Bau der zweiten Anbindungsbrücke.

Die Liste der Projekte, die wir angehen wollen, ist lang. Neben modernen Sportstätten und der Sanierung unserer Verkehrsinfrastruktur wollen wir auch in weiteren Wohnraum investieren. Im Neubaugebiet Wäldchenloch möchte ich dazu ein neues Seniorenzentrum entwickeln, damit langjährige Budenheimerinnen und Budenheimer auch im Alter, wenn das eigene Haus vielleicht zu groß wird, bedarfsgerecht hier weiterleben können. Das ist mir ganz wichtig. Dafür bin ich bereits im Austausch mit Organisationen und Investoren, um dies zu realisieren. Dann gibt es noch die Entwicklung neuer Gewerbegebiete, als Beispiel zur Errichtung des neuen Rewe-Marktes.

Zu 7.: Budenheim ist nicht nur mein Wohnort, es ist mein Zuhause. Hier lebe ich mit meinen Freunden und meiner Familie.

Budenheim ist ein Ort der viel bietet, aufgrund der guten Lage im Rhein-Main-Gebiet, zwischen Wald, dem Rhein und inmitten von Feldern. Hier leben Menschen, die ich mag.

Mich zeichnet aus, dass ich Dinge anstoßen kann und den langen Atem habe, sie auch umzusetzen. Außerdem bin ich ein Bürgermeister, der ansprechbar ist. Menschen in Budenheim kommen auf mich zu und wir versuchen gemeinsam da zu helfen, wo der Schuh drückt. Das erfüllt mich mit besonderem Stolz.

In den vergangenen fast acht Jahren habe ich vieles erfolgreich umgesetzt oder maßgeblich angestoßen.

Ich trete erneut an, aus der Freude am Amt und mit der Aussicht Budenheim für die Zukunft zu rüsten. Mir geht’s um Budenheim.

Marcel Wabra

Zu 1.: Mein Name ist Marcel Wabra, ich bin 28 Jahre alt und lebe seit einigen Jahren mit meiner Familie in Budenheim. Zuvor war ich bereits politisch im Ortsbeirat in Mainz-Gonsenheim aktiv.

Nach meinem Schulabschluss habe ich zunächst bei der Polizei in Hessen gearbeitet. Dort habe ich gelernt, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.

Um mich weiterzuentwickeln, bin ich anschließend nach Rheinland-Pfalz gewechselt, um dort ein Studium der Allgemeinen Verwaltung mit dem Schwerpunkt Kommunalrecht und Finanzen zu absolvieren. In dieser Zeit setzte ich mich intensiv mit Verwaltungsabläufen, rechtlichen Grundlagen und der Organisation kommunaler Strukturen auseinander. Ich weiß daher in der Theorie und aus der Praxis, wie eine Verwaltung funktionieren sollte – rechtssicher, transparent und im Dienst der Bürgerinnen und Bürger.

Es gab nicht den einen Moment, der mich zur Kandidatur bewogen hat. Es war vielmehr ein Prozess. Durch meine beruflichen Erfahrungen ist mir immer deutlicher geworden, dass es in Budenheim strukturelle Defizite gibt. Beispielsweise sind durch fehlerhafte, gänzlich fehlende und zu spät versendete Bescheide bezüglich der Ausbaubeiträge Schäden in Höhe von circa 40.000 Euro entstanden. Der letzte Jahresabschluss wurde 2015 erstellt und verabschiedet.

Für mich ist klar: Eine Gemeinde darf nicht im Blindflug unterwegs sein. Verwaltung muss verlässlich, transparent und rechtssicher arbeiten. Ebenfalls muss sie den Menschen dienen – nicht umgekehrt.

Diese Erkenntnisse haben in mir den festen Entschluss reifen lassen, Verantwortung zu übernehmen. Ich möchte Budenheim aktiv voranbringen – mit klaren Strukturen, sauberer Finanzführung und einer offenen Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit.

Budenheim hat mehr Potenzial. Aber es braucht frischen Mut, klare Vision und Führung sowie den Willen zur Veränderung. Deshalb sage ich: Schluss mit „Weiter so“ – Zeit für einen Neuanfang.

Zu 2.: Für mich bedeutet ein offenes Rathaus weit mehr als nur eine geöffnete Eingangstür. Ein wirklich offenes Rathaus heißt: Bürgerinnen und Bürger brauchen keinen Termin Wochen im Voraus, um einfache Anliegen zu klären. Es darf nicht sein, dass man sich Urlaub nehmen muss, nur um einen Ausweis zu beantragen oder eine Bescheinigung abzuholen. Verwaltung muss sich am Alltag der Menschen orientieren – nicht umgekehrt.

Offen bedeutet für mich auch: Man wird freundlich und herzlich an einer Pforte empfangen, bekommt Orientierung und wird zum zuständigen Ansprechpartner begleitet. Keine verschlossenen Türen, keine langen Wartezeiten ohne Information, keine Hürden. Sondern Service, Transparenz und Respekt.

Natürlich brauchen komplexe Anliegen weiterhin Terminvergaben, das ist organisatorisch sinnvoll. Aber es muss wieder feste, verlässliche Zeiten geben, in denen man ohne Anmeldung ins Rathaus kommen kann. Zusätzlich sollten die Öffnungszeiten überprüft und gegebenenfalls erweitert werden, etwa durch weitere feste Nachmittage oder Abendtermine. Auch hier kann man flexible Arbeitszeiten an eine flexible Öffnungszeit angleichen.

„Offen“ kommt von Offenheit – und genau diese Haltung wünsche ich mir für unsere Verwaltung: offen im Umgang, offen für Anliegen, offen für Kritik und offen für Verbesserungen und Digitalisierung. Ein Rathaus ist kein abgeschottetes Verwaltungsgebäude. Es ist das Haus der Bürgerinnen und Bürger. Und genauso sollte es sich auch anfühlen.

Zu 3.: Die Diskussion um die Bodenaufbereitungsanlage hat unsere Gemeinde über Jahre stark beschäftigt. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich engagiert, Unterschriften gesammelt und klar Position bezogen. Dieses Engagement verdient Respekt.

Fakt ist jedoch: Die Anlage ist gebaut und inzwischen in Betrieb genommen. Ich wurde 2024 in den Gemeinderat gewählt – zu einem Zeitpunkt, als die entscheidenden Beschlüsse bereits gefasst waren. Ich hatte daher nie die Möglichkeit, meine Haltung in einer entsprechenden Abstimmung einzubringen oder das Verfahren aktiv mitzugestalten. Deshalb spielt die Anlage in meinem Wahlkampf keine zentrale Rolle mehr. Nicht, weil das Thema unwichtig wäre, sondern weil ich auch hier keine falschen Versprechungen machen werde, dass sich Wesentliches noch ändern lassen würde.

Zu 4.: Bezahlbarer Wohnraum ist eine der zentralen sozialpolitischen Herausforderungen unserer Zeit – auch hier in Budenheim. Wohnen darf kein Luxusgut werden. Menschen, die umziehen wollen oder müssen, merken zunehmend, wie schwer es geworden ist, eine passende und bezahlbare Wohnung zu finden.

In den vergangenen Jahren wurde hier leider zu wenig aktiv gestaltet. Das spüren die Menschen. Deshalb brauchen wir eine klare Strategie.

Ich sehe Potenzial in einer engeren Zusammenarbeit mit unserer Budenheimer Wohnbau sowie mit der Kreiswohnungsbaugesellschaft. Unser Ziel muss sein, dass wir als Gemeinde selbst stärker gestalten: Gebäude umbauen, vorhandene Flächen entwickeln und Wohnraum schaffen, der dauerhaft bezahlbar bleibt. Es darf nicht unser Anspruch sein, dass es dabei bleibt, dass Grundstücke ausschließlich an Investoren vergeben wurden, bei denen am Ende vor allem hochpreisiger Wohnraum entsteht.

Wenn kommunale oder gemeinwohlorientierte Träger bauen, behalten wir langfristig Einfluss auf Mietpreise und soziale Bindungen. Darüber hinaus müssen wir prüfen, wo durch Umnutzung bestehender Gebäude oder maßvolle Nachverdichtung im Ort zusätzlicher Wohnraum entstehen kann, ohne den Charakter Budenheims zu verändern. Wichtig ist auch, bei neuen Bauvorhaben verbindliche Quoten für bezahlbaren Wohnraum zu besprechen. Nachdem der BPlan Dyckerhoff schon länger in Kraft getreten ist, sollte auch die lange versprochene Bewerberliste für 22 Reihenhäuser nun endlich angegangen werden.

Budenheim soll lebendig bleiben – für junge Menschen, für Familien und für ältere Generationen gleichermaßen. Wer hier aufgewachsen ist oder hier arbeitet, muss sich das Leben in unserer Gemeinde auch künftig leisten können. Dafür braucht es eine aktive, verantwortungsbewusste Gemeindepolitik mit klarer Linie. Genau dafür stehe ich.

Zu 5.: Zunächst möchte ich eines ganz deutlich sagen: Unsere Vereine und das Ehrenamt sind das Herzstück der Gesellschaft und auch Budenheims. Sie prägen unsere Lebensart, sie bringen Generationen zusammen, sie schaffen Gemeinschaft, Identität und Zusammenhalt. Ob Sport, Kultur oder Brauchtum – das Engagement so vieler Ehrenamtlicher verdient höchste Wertschätzung und vor allem verlässliche Unterstützung.

Ja, es gibt zahlreiche Wünsche und Projekte, die anstehen. Der Fußballverein wünscht sich einen neuen Sportplatz, andere Vereine haben ebenfalls berechtigte Anliegen. Diese Wünsche nehme ich sehr ernst. Gleichzeitig bin ich niemand, der Versprechungen macht, die am Ende nicht gehalten werden können.

Deshalb ist mir ein transparenter und ehrlicher Weg wichtig: Gemeinsam mit dem Gemeinderat möchte ich eine klare Prioritätenliste erarbeiten. Was ist dringend? Was ist finanzierbar? Welche Projekte können wir in welchem Zeitraum realistisch umsetzen? So schaffen wir Verlässlichkeit – für die Vereine und für die gesamte Gemeinde.

Bezüglich des Sportplatzes kann ich sagen: Ich bin bereits dabei zu prüfen, welche Förderprogramme von Land, Bund oder Sportverbänden infrage kommen und wie wir entsprechende Mittel beantragen können. Fördergelder konsequent zu nutzen, wird eine zentrale Aufgabe sein, um Investitionen möglich zu machen, ohne unsere Gemeinde finanziell zu überlasten.

Mein Ziel ist eine starke Partnerschaft zwischen Kommune und Vereinen. Planungssicherheit statt leerer Worte. Unterstützung statt Vertröstung.

Wenn wir das Ehrenamt stärken, stärken wir Budenheim insgesamt. Dafür braucht es klare Prioritäten, solide Finanzierung und einen Bürgermeister, der zuhört, vermittelt und umsetzt.

Zu 6.: Die finanzielle Lage ist angespannt – auch in Budenheim. Gerade deshalb brauchen wir jetzt eine seriöse und strukturierte Finanzpolitik statt schneller Einzelentscheidungen.

Bevor wir über neue Großprojekte sprechen, müssen zunächst die fehlenden Jahresabschlüsse nachgeholt und die tatsächliche Haushaltslage transparent aufgearbeitet werden. Nur mit einem klaren Überblick können wir verantwortungsvoll priorisieren. Anschließend gilt es, konsequent Fördermittel von Bund und Land zu nutzen und Investitionen realistisch zu planen. Einerseits von einer desolaten Haushaltslage zu sprechen und andererseits ein Projekt mit mindestens 20 Millionen Euro ins Spiel zu bringen, ohne eine belastbare Finanzierung vorzulegen, halte ich für nicht verantwortbar.

Ich weiß, wie wichtig nachhaltige Haushaltssteuerung, klare Prioritäten und Transparenz sind. Mein Ziel ist es, Budenheim finanziell zu stabilisieren und gleichzeitig gezielt in die Zukunft unserer Gemeinde zu investieren. Nur wer die Finanzen im Griff hat, kann investieren, ohne die Bürgerinnen und Bürger mit Schulden oder steigenden Steuern zu belasten. Das ist verantwortungsvolle Politik für Budenheim.

Zu 7.: Budenheim steht an einem entscheidenden Punkt – wir müssen heute die Weichen für die Zukunft stellen. Für mich heißt das: Schluss mit „weiter so!“ Ich stehe für eine moderne, offene und transparente Verwaltung, die bürgernah, bürgerfreundlich und zukunftsorientiert handelt.

Ich bin voller Tatendrang, Budenheim aktiv zu gestalten – gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Budenheimerinnen und Budenheimern. Mein Ziel ist ein schöneres, sauberes und sicheres Budenheim, in dem sich jede Generation zu Hause fühlen kann. Wir haben durch Versäumnisse der letzten Jahre viel aufzuholen, aber ich packe es an – entschlossen, zielgerichtet und mit einem klaren Plan. Ich weiß: gemeinsam können wir genau das.

Mit mir wird die Verwaltung digital, effizient und transparent arbeiten. Ich setze mich dafür ein, dass unsere Jugend gehört wird und durch einen Jugendbeirat und echte Räume Möglichkeiten zum Mitgestalten bekommt. Meine Zeit bei der Polizei hat mich gelehrt, wie man schwierige Situationen meistert und Lösungen findet, meine Verwaltungserfahrung zeigt mir, wie man Prozesse optimiert und moderne Verwaltung für die Menschen gestaltet.

Budenheim braucht jetzt diesen Wandel – einen Bürgermeister mit Vision, der handelt, der zuhört und der mit Herz und Verstand für seine Bürgerinnen und Bürger da ist. Das ist mein Ansporn. Deshalb bitte ich um Ihr Vertrauen und Ihre Stimme bei der Bürgermeisterwahl. Lassen Sie uns gemeinsam Budenheim zu dem Ort machen, in dem wir auch in Zukunft gerne leben.

Annett Fritzlar

Zu 1.: Mein Name ist Annett Fritzlar, 49 Jahre jung, ledig, keine eigenen Kinder. Ich wohne seit über 25 Jahren in Budenheim. Ich mag Menschen, helfe gern, bin Optimistin, lebensfroh, pragmatisch, ehrlich und habe eine positive Grundeinstellung. Probleme sind da, um gelöst zu werden. Mein beruflicher Weg begann 1998 nach meiner Ausbildung, als mich der Beruf der Automobilkauffrau nach Mainz führte. Ich bin eine erfahrene Vertriebs- und Key-Account-Expertin mit langjähriger, erfolgreicher Tätigkeit im Automobilbereich. Dazu gehören Vertriebs- und Projektmanagement-Erfahrung bei Mercedes-Benz AG und BMW, einschließlich Angebotskalkulation, Vertragsverhandlungen, Finanzierung/Leasing, Event- und IAA-Erfahrung, Versicherung, Reklamations- und Servicemanagement sowie Schnittstellenarbeit mit Werken und Kundencentern – deutschlandweit. In meinem Kundenstamm betreute ich Privat-, Gewerbe-, Flotten- und Großkunden. Frühere Stationen als Key-Account-Managerin, Disponentin und Verkaufsberaterin ergänzen mein Profil um logistische Planung, Personaldisposition und Kundenberatung. Meine Ausbildung habe ich im Bereich Fahrzeugtechnik, Schwerpunkt KFZ-Teile und Zubehör, absolviert und ein Fachabitur in Wirtschaft und Englisch. Zudem habe ich zahlreiche Weiterbildungen in Vertrieb, Technik, EDV, Sales Funnel, Customer Experience, Digitalisierung, Projektmanagement und verwandten Bereichen.

Seit 2024 bin ich bei den Mainzer Stadtwerken angestellt, genauer gesagt bei der Mainzer Breitband als Referentin Vertrieb & Key-Account-Betreuerin. Ich bin für Angebots- und Vertrags­erstellung, Kundenbetreuung und Ausbaugebiete im Glasfasersektor verantwortlich. Ein spannender Job, der in der aktuellen Zeit entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen in Mainz ist. Wir arbeiten eng mit anderen Abteilungen zusammen, um Glasfaseranschlüsse termingerecht zu realisieren. Mein Team ist klein, aber engagiert und leistungsstark; gemeinsam können wir Großes bewegen. Zu meinen Hobbys gehören Zeit mit Familie und Freunden, Natur, Reisen, Radfahren und Lesen.

Ich kandidiere für das Bürgermeisteramt, weil mich meine FDP-Parteikollegen einstimmig vorgeschlagen haben. Sie kennen mein Engagement, meine Fähigkeiten und Vertrauen in meine Verantwortung, Projekte voranzutreiben und dabei eine positive, lösungsorientierte Haltung zu bewahren. Diese Nominierung erfüllt mich mit Stolz.

Zu 2.: Ja. Ich befürworte ein offenes Rathaus, das wieder allen Bürgerinnen und Bürgern frei zugänglich ist. Gleichzeitig möchte ich ein transparentes, termingesteuertes System schaffen, das Wartezeiten minimiert und Mitarbeitende unterstützt. Beratungstermine können online, telefonisch oder persönlich vereinbart werden. Ziel ist eine bürgernahe, effiziente Verwaltung mit Sicherheit und Barrierefreiheit. Ob das offene Rathaus an allen Wochentagen möglich ist, muss intern geprüft und abgestimmt werden. Konkrete Zusagen kann ich hierfür aktuell nicht geben. Grundsätzlich müssen wir verstärkt digitale Angebote ausbauen und bestehende Bürokratie reduzieren, um Prozesse für alle Beteiligten zu erleichtern.

Zu 3.: Ich verstehe den Unmut der Bürger über das Projekt. Auch ich habe Verärgerung wahrgenommen. Da mir jedoch die geschlossenen Verträge nicht vorliegen, kann ich dazu keine abschließende Aussage treffen. Die Rechtssicherheit der Verträge muss von Fachleuten geprüft werden. Für mich ist es nicht nachvollziehbar, wie gegen den Willen der Bürger Budenheims eine solche Anlage errichtet werden konnte. Das Ganze wirft viele Fragen auf, da auch hier keine ausreichende Transparenz ersichtlich ist.

Zu 4.: Eine Bestandsaufnahme ist zunächst nötig. Meines Wissens werden aktuell Wohnungen durch die Wohnungsbaugesellschaft Budenheim saniert und modernisiert. Die WB ist ein modernes kommunales Dienstleistungsunternehmen mit dem Auftrag, bezahlbares Wohnen für alle Bevölkerungsschichten zu schaffen – von Singles bis Großfamilien, Auszubildenden bis Rentnern. Ziel ist mehr Lebensqualität in einer lebenswerten Gemeinde zu fairen Preisen; der Hauptzweck bleibt eine sichere, sozial verantwortbare Wohnungsversorgung. Die WB betreut rund 500 Wohneinheiten, circa 30 % davon öffentlich gefördert. Im Neubaugebiet „Dyckerhoff Gelände“ wird lt. Rückinfo vom Bauausschuss ein Teil der Wohnbebauung sozial gefördert. Ich setze mich auch hier für sinnvolle, zukunftsorientierte Investitionen ein um nachhaltiges, bezahlbares Wohnen zu ermöglichen.

Zu 5.: Auch hier muss – wie auch bei jedem „Privatmann“/ Familie geschaut werden: was ist der Bedarf, wie hoch sind die jeweiligen Investitionen, was wird am dringendsten benötigt, was können wir uns leisten? Kosten – Nutzen müssen gegenübergestellt werden und wir müssen die Proportionen der Vereinsmitglieder berücksichtigen.

Sport verbindet – ein Sportplatz hat für mich auf jeden Fall eine sehr hohe Priorität, weil die sportliche Betätigung der Jugend einen positiven Einfluss auf Gesundheit, Integration, Erziehung, Teamfähigkeit und Leistungsbereitschaft hat. Natürlich muss auch hier – wie bei allem – nach dem Gerechtigkeitssinn gehandelt werden.

Es sollte nicht nur an einen neuen Sportplatz gedacht werden, sondern an das gesamte Sportgelände des Fußballvereins. Gibt es hier Erweiterungsmöglichkeiten? Die Kapazitäten sind gering und Fußball ist gerade bei Kindern und Jugendlichen sehr stark nachgefragt.

Zu 6.: So pauschal kann man das nicht sagen: Es gab noch nie so viele Fördermittel und Programme von der Bundesregierung, um in Zukunft, Infrastruktur, Bildung, Umweltschutz Forschung und Entwicklung zu investieren wie aktuell. Das hat für mich die größte Priorität – via „Fördermittel-Checklisten“ zu prüfen, welche Fördermittel wir abrufen und entsprechend sinnvoll einsetzen können. Mein Ziel ist es, dass Budenheim eigenständig bleibt und klimaneutral wird. Wir müssen uns, soweit möglich, unabhängig machen, in Zukunft investieren und eigene Ressourcen nutzen und schonen. Wie z. B. eine Aufforstung des Lennebergwaldes oder Subventionierung von privaten Balkonkraftanlagen. Wir hatten noch nie so viele Möglichkeiten wie jetzt, nur wir müssen die Chance nutzen!

Zu 7.: Ich bin die richtige Kandidatin für das Bürgermeisteramt, weil man mich für das Amt vorgeschlagen hat, ich die aktuellen Themen und Herausforderungen sehe, klare Ideen habe und zahlreiche Lösungsvorschläge mitbringe. Ich setze auf kooperative Zusammenarbeit, als Team im Gemeinderat und den Ausschüssen statt auf Konfrontation, um Lösungen gemeinsam nachhaltig anzugehen und umzusetzen. Mit Herzblut und echtem Engagement gehe ich an Herausforderungen heran und suche nach zeitgemäßen Lösungen. Meine Verbindung aus praktischer Umsetzungsorientierung, gepaart mit menschlicher Begeisterung, macht mich zu einer glaubwürdigen und engagierten Führungspersönlichkeit für Budenheim.

Ob ich die bessere Kandidatin für dieses Amt bin, entscheiden die Wähler. Die, die mich kennen, trauen es mir zu und sagen, es könnte Budenheim nichts Besseres passieren und dass mir das Amt als „First Lady von Budenheim“ sehr gut stehen würde.

Wissen Sie, egal was man tut – man muss Freude daran haben und gemeinsam etwas positiv bewegen wollen. Wie sagte mein alter Chef, „man muss bei der Arbeit Spaß an der Freud haben“ und wenn das dann auch so ist, macht man auch gern Überstunden.

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