Budenheim. (rer) –
Der weiße Spargel hat hierzulande einen geradezu legendären Ruf als "weißes Gold". Seine Farbe erklärt sich aus dem Anbau unter der Erde. Er wächst in aufgeworfenen Dämmen und wird gestochen, bevor er das Licht erreicht. Der Anbau verlangt viel Erfahrung, Geduld und vor allem Handarbeit. Auch dieser hohe Aufwand macht ihn zu etwas ganz Besonderem: Seine Produktion verlangt höchste Sorgfalt, und die Erzeugerbetriebe sind zu Recht stolz auf die hohe Qualität, mit der sie die Menschen Jahr für Jahr begeistern.
Spargelland
Deutschland ist ein echtes Spargelland mit vielen bekannten Spargelregionen: Der Niederrhein gehört ebenso dazu wie die Lüneburger Heide, das niedersächsische Nienburg oder die Pfalz. Fast jede Region hat ihre eigenen Fans, eine Stammkundschaft, die jeweils auf das einzigartige regionale Produkt schwört. Neben der Saisonalität macht genau das den besonderen Reiz aus: Spargel ist fest verwurzelt in der Region. Deren Name ist oft das Gütesiegel für seine Qualität, ob zum Beispiel beim Walbecker Spargel in NRW oder beim Beelitzer Spargel in Brandenburg. Wer Spargel genießt, tut dies auch immer im Bewusstsein seiner Herkunft und mit dem Wissen um eine jahrzehntelange Anbautradition. Er ist das perfekte Gemüse in Zeiten, in denen es immer wichtiger wird, auf Nachhaltigkeit zu achten. Denn Spargel kommt frisch gestochen, ohne lange Transportwege, direkt vom Hof auf den Wochenmarkt und in die Supermärkte. Die eigentliche Saison in Deutschland beginnt im April. Wer es gar nicht erwarten kann, findet auch schon im März erste Stangen auf den Märkten. Am 24. Juni, dem Johannistag, endet die Saison. Dann wird nicht mehr geerntet, um den Pflanzen die Chance zu geben, genügend Kraft für das kommende Jahr zu sammeln. Das ist mit Sicherheit eines der Geheimnisse seines Erfolges: Eben weil Spargel in einer Welt ständiger Verfügbarkeit nicht immer zu haben ist, lieben ihn viele so sehr.
Kulinarische Vielfalt
Umso mehr freut man sich über die Vielfalt kulinarischer Genüsse, die sich mit ihm verbinden. Der nach wie vor beliebte Klassiker ist die Kombination mit Kartoffeln, zerlassener Butter oder Sauce hollandaise und Schinken. Doch Spargel bietet weit mehr. Er schmeckt auf dem Flammkuchen genauso gut wie in der Quiche, im Risotto oder in Pasta-Gerichten. Hervorragend harmoniert der weiße auch mit dem grünen Spargel, der mehr Würze mitbringt. Auch beliebt ist es, die weißen Stangen im Ofen zu rösten – dann entfalten sie einen intensiveren, fein nussigen Geschmack – noch köstlicher in der Variante mit Parmesankruste. Wichtig: Spargel sollte man nach dem Kauf möglichst schnell verbrauchen, denn frisch gestochen schmeckt er am besten. Geht das nicht, so kann man ihn in ein feuchtes Küchentuch gewickelt für ein bis zwei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren.
Fakten über Spargel und neue Rezepte
Der Genuss steht beim Spargel natürlich im Vordergrund. Zum Glück ist er auch wirklich sehr gesund. Er ist kalorienarm und liefert mit Vitamin C, Kalium, Folsäure und Ballaststoffen wertvolle Inhalte. Der in ihm enthaltenen namensgebenden Asparaginsäure wird eine positive Wirkung auf den Stoffwechsel nachgesagt. Seine Leichtigkeit, verbunden mit Genuss und Frische, macht ihn zum idealen Frühlingsgemüse. Dazu hat er auch noch eine verbindende Funktion, denn er bringt Menschen zusammen. Oft trifft man sich im Frühling dann zum gemeinsamen Schälen, Zubereiten und Diskutieren darüber, welches die beste Sauce ist, ob grüner Spargel nicht auch mehr Aufmerksamkeit bekommen sollte, warum beide Sorten jedes Menü bereichern oder welches der vielen Rezepte in dieser Saison im Trend liegt. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Hotdog mit knusprigem Spargel? Wer hier mitreden möchte, der findet dazu in der Ideenküche der Initiative „Obst & Gemüse – 1.000 gute Gründe“ jede Menge köstliche Informationen. Unter www.1000gutegruende.de findet man immer wieder neue Rezepte für den saisonalen und regionalen Hochgenuss. Gerade jetzt zur Spargelzeit gibt es hier vielfältige Anregungen.


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