Hilchenfest nach 14 Jahren wieder am Ursprungsort
Frohe Lorcher Weinfesttage in schönem Ambiente / Weinmajestäten begrüßten die Gäste

Einzug der Weinmajestäten mit Gefolge auf dem Festplatz.

Lorch. (rf) – Begleitet von der Kolpingkapelle Lorch hielten am Festsamstag die Lorcher Weinkönigin Lara und ihre Weinprinzessin Clara in Begleitung des Bürgermeisters und des Stadtverordnetenvorstehers Einzug auf den Festplatz. Mitgebracht hatten sie auch Weinköniginnen und Weinprinzessinnen aus dem Rheingau sowie „Generalfeldmarschall“ Blücher aus Kaub, die herzliche Grüße aus ihren Gemeinden übermittelten.

Das Hilchenfest sei nach 14 Jahren wieder an seinen Ursprungsort am Hilchenhaus zurückgekehrt, sagte Bürgermeister Jürgen Helbing. An den Ort, an dem Ritter Hilchen vor rund 500 Jahren getafelt hat. An den Festabenden zeigte sich der Festplatz illuminiert und ganz besonders einladend. Helbing dankte den zahlreichen Sponsoren, ohne die man ein solches Fest nicht mehr ausrichten könne. Er durfte auch Gäste aus der Weinpatenstadt Langenfeld willkommen heißen und er versprach, dass man im nächsten Jahr einen Gegenbesuch abstatten werde.

Stadtverordnetenvorsteher Joachim Eckert lobte den Innenhof des Hilchenhauses als Festplatz, auf dem zahlreiche Weingüter ihre Weine an ihren Ständen anboten. Und so dürfe man drei wunderbare Tage beim Lorcher Wein verbringen.

Zu Gast war auch Petra Müller-Klepper aus dem Hessischen Landtag. „Jetzt kommt zusammen, was zusammen gehört, das Hilchenfest und das Hilchenhaus“, sagte sie gegenüber den Gästen. Das gebe Anlass, ein ganz besonderes Fest zu feiern, das sie als historisches Erlebnis bezeichnete. Die feierliche Einweihung des Hilchenhauses am Vortag werde mit dem Festwochenende gekrönt. Das Hilchenhaus und das Hilchenfest seien ein wichtiges Stück kultureller Tradition im Rheingau. Und hierfür ein Bewusstsein zu haben, beides zu pflegen und weiter zu entwickeln, das zeichne Lorch und seine Bürgerinnen und Bürger aus, so die Landtagsabgeordnete. „Ich bin sicher, Sie werden dies historische Anwesen mit Leben erfüllen und wieder zu einer zentralen Stätte des Stadtgeschehens machen.“ Selbst ein Lob für die Lorcher Weinmajestäten hatte sie dabei, Weinkönigin Lara und Weinprinzessin Clara würden Lorch und seinen Wein charmant und kompetent repräsentieren. In diesem Zusammenhang dankte sie allen „Queenies“ aus dem Rheingau, die ehrenamtlich als Botschafterinnen des Weines für die Region und seinen Wein unterwegs sind. „Sie machen einen prima Job“. Gemäß dem Motto, das auf dem ersten Papiergeld des „Freistaats Flaschenhals“ stand: „In Lorch am Rhein, da klingt der Becher und Lorcher Wein ist Sorgenbrecher“ wünschte Petra Müller-Klepper frohe Stunden beim Hilchenfest.

Während der drei Festtage sorgte die Metzgerei Perabo für das leibliche Wohl der Gäste, selbst thailändische Spezialitäten boten sich passend zum Lorcher Wein an. Der Turnverein hatte Samstag und Sonntag im Rittersaal des Hilchenhauses den Kuchentisch reichlich gedeckt. An den Ständen der Weingüter Altenkirch, Graf von Kanitz, Marcel Laquai, Paul Laquai und Richard Weiler gab es Weine nahezu aller Qualitätsstufen zu verkosten. Der Winzer Richard Weiler bestätigte einen guten Zuspruch. Gerade bei den heißen Temperaturen waren frische Weißherbste und Rieslingweine sowie Weinschorlen gefragt. Aber auch ein kühles Bier, das der Sportverein „Wisper“ an seinem Stand anbot.

Lorchs Weinkönigin Lara sprach von einem ganz besonderen Hilchenfest-Jahr 2014. Das Hilchenfest könne endlich wieder im Innenhof des Hilchenhauses stattfinden, „und es ist wirklich toll geworden“. Ihr besonderer Gruß galt den Langenfeldern, „es ist wirklich schön, dass Sie da sind!“. Lara I. freut sich, zusammen mit Weinprinzessin Clara ein weiteres Amtsjahr verbringen zu dürfen, bevor sie dann die Lorcher Weinbühne verlassen wird. Weinkönigin Lara sprach von einem aufregenden Jahr, das hinter ihr liege. Die zahlreich aufgelisteten Stationen ihrer erfolgreichen Weinwerbung gaben Zeugnis hiervon. Nicht minder auch die Auftritte ihrer Weinprinzessin Clara I.

Hallgartens Weinkönigin Tabea I. fand es etwas ganz Besonderes, als Weinkönigin nach Lorch zu kommen. Viele Jahre ihrer Kindheit hat sie in regelmäßigen Abständen die Stadt besucht. Großmutter Sissi Klepper war jahrelange Haushälterin des damaligen Pfarrers Wilhelm Benedikt. Die Hattenheimer Weinkönigin Luisa I. fand es etwas ganz Besonderes, wenn ein Weinfest an seinen Ursprungsort zurückkommt. „Ein schönes historisches Ambiente“. Angesichts des warmen Festtages empfahl sie genügend Flüssigkeit aufzunehmen: „Der liebe Gott hat nicht gewollt, dass edler Wein verderben sollt, drum hat er auch zum Saft der Reben den nötigen Durst hinzu gegeben“. Und die Eltviller Weinprinzessin Janine I. gab den Festgästen folgende Weinempfehlung: „Kennst Du einen Winzer, und der hat gute Weine, dann halt Dich gut mit ihm, sonst trinkt er sie alleine!“. Das war beim Hilchenfest 2014 sicherlich nicht der Fall. Auch die anderen Weinköniginnen und Prinzessinnen hatten ihre ganz besonderen Weinempfehlungen mitgebracht.

Auch Rheingau-Taunus-Landrat Burkhard Albers hatte den Weg nach Lorch gefunden. Er fand lobende Worte zum neuen Festgelände und wünschte den Lorcher Bürgerinnen, Bürgern und Gästen aus nah und fern frohe Stunden beim Lorcher Wein.

Selbst an musikalischer Unterhaltung fehlte es nicht. Den Auftakt machte am Festfreitag die Partyband „daCapo“, eine tolle Musik, so Festbesucher: „Wir hatten alle unseren Spaß“. Die Rheingauer Band „Funky Break“ spielte am Festsamstag Blues, Jazz, Funk und Soul. Zum Frühschoppen am Sonntagmorgen war es die Kolpingkapelle Lorch unter ihrem musikalischen Leiter (seit 2006) Joong-Heon Yoon. Bernhard Laquai führte mit seinen Ansagen durch das anspruchsvolle Musikprogramm. Am 7. August steigen die Musikerinnen und Musiker zu einer Konzertreise nach Südkorea in den Flieger, es geht in die Heimat des Dirigenten. Mit der Band „Rock Pop Stuff“ ging das Hilchenfest am Sonntagabend zu Ende.

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