Mit Musik und Kunst jung geblieben

Mit Musik und Kunst jung geblieben
Gerda von Schmidt auf Altenstadt feierte ihren 100. Geburtstag

Im Kreise der Familie und zahlreicher Gratulanten feierte Gerda von Schmidt auf Altenstadt ihren 100. Geburtstag.

Hattenheim. (sf) – Riesengroß war am vergangenen Freitag der Andrang im Hause Wachendorff in Hattenheim: Zahlreiche Gratulanten gaben sich hier ein Stelldichein, um der rüstigen Jubilarin Gerda von Schmidt auf Altenstadt zum stolzen Geburtstagsjubiläum zu gratulieren. Ihren 100. Geburtstag feierte sie und verriet, dass die Liebe zur Musik und Kunst sie jung gehalten habe.

Geboren wurde Gerda von Schmidt auf Altenstadt als Tochter der Hattenheimer Familie Wachendorff am 27. September 1919 in Wiesbaden.

Zusammen mit zwei Schwestern und einem Bruder wuchs sie in der Villa Wachendorff in der Hauptstraße auf und hierher ist sie nach vielen Jahren im Ausland zum Lebensabend wieder zurück gekehrt.

Schon nach der Schulausbildung widmete sich die Jubilarin den schönen Künsten und sah auch hier ihren Berufswunsch, doch die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg machten es der jungen Frau nicht einfach, diesen Wunsch zu verwirklichen. Sie heiratete schließlich und gebar einen Sohn, doch die Ehe hielt nicht. Der Sohn lebt heute in Australien, dort gibt es auch zwei Enkel.

Die zweite Ehe, die sie 1952 mit dem niederländischen Kunsthistoriker Johann Erich von Schmidt auf Altenstadt schloss, brachte ihr den doch recht ungewöhnlichen Nachnamen ein, den sie bis heute trägt. Mit ihrem Mann wanderte sie nach der Hochzeit nach Amerika aus und lebte viele Jahre in Portland in Oregon. Ihr Ehemann arbeitete hier an einem Kunstmuseum und sie selbst konnte ihren langgehegten Wunsch verwirklichen und als Musikpädagogin und Musikhistorikerin arbeiten. 20 Jahre lebte das Paar in den USA. 1972 kam Gerda von Schmidt auf Altenstadt dann zurück in den Rheingau und in den Schoß der Familie. Umsorgt von ihrer Schwester, den Neffen, Nichten und deren Familien genießt sie ihren Lebensabend.

Besonderer Höhepunkt war die große Geburtstagsfeier am Freitag, zu der die Verwandten aus ganz Deutschland angereist waren. Als Ehrengast war Bürgermeister Patrick Kunkel gekommen, der die Glückwünsche der Stadt Eltville, des Rheingau-Taunus-Kreises und des Landes Hessen überbrachte. Ganz besonders freute sich die Jubilarin über die Nachricht von ihrem Sohn, der in einigen Wochen aus Australien anreisen will und dann mit der Mutter den 100. Geburtstag nachfeiern wird.

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