„Bienenrosen sind besonders gefragt“
30 Jahre Rosenstadt: Eltville präsentierte sich den Gästen von seiner schönsten Seite

Das Team von Rosen-Müller beriet die Besucher zu allen Rosenfragen – auch zu den bienenfreundlichen Sorten.

Eltville. (chk) – Im Farben- und Blütenrausch präsentierte Eltville sich bei ungetrübtem Bilderbuchwetter Tausenden von Besuchern in der Kurfürstlichen Burg, am Rheinufer und in der ganzen Innenstadt. Rosenduft, Musik von sechs Bühnen, Straßenkünstler, Biedermeier-Damen und -Herren, Stände mit Kunsthandwerk und kulinarischen Genüssen, offene Geschäfte mit speziellen Angeboten und außergewöhnliche kreative Ideen der Gewerbetreibenden belebten die Stadt, die vor genau 30 Jahren offiziell als Rosenstadt anerkannt wurde.

„Wie erkenne ich die neuen gesunden Rosensorten?“, wollten viele Besucher der Rosentage von Stadtgärtner Andreas Hilleberg wissen, der ihnen beispielsweise die Sorten „Apache“, „Charisma“ und „Liebeslied“ empfahl und ihnen das ADR-Siegel als sicheres Qualitätsmerkmal nannte. Hilleberg ist außerdem auch im Vorstand der Eltviller Rosenfreunde und war an beiden Tagen mit wechselnden Teams von Vereinsmitgliedern am Infostand beim Rosenkabinett im Burghof vertreten. Die Rosenfreunde feiern in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen mit besonderen Veranstaltungen vor, während und nach den Rosentagen. Der Verein hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, den Rosenbestand in Zusammenarbeit mit der Stadt Eltville zu erhalten und Beet-Patenschaften zu fördern, um das Prädikat „Rosenstadt“ zu bewahren. Gerade haben die Rosenfreunde über 300 Rosensorten in und um die Burganlage katalogisiert, alphabetisch geordnet – von „Abigaile“ bis „Zwei Väter“ – und mit Jahreszahl, Züchter und Standort versehen.

Der Infostand war für viele Besucher Anlaufstelle für Fragen rund um die Rose und Treffpunkt für Rosenführungen mit dem Stadtgärtner, der bei geführten Rundgängen durch die Rosenanlagen den Gästen die Geschichte der Kurfürstlichen Burg und der Rosen näher brachte, und auch einiges über die Rosen am Rheinufer zu erzählen hatte. Viele Besucher waren gekommen, um von Hilleberg Informationen zu Rosenkrankheiten, Winterschnitt, Düngung und anderen Themen rund um die Rosenpflege zu erhalten.

Am Verkaufsstand von Rosen-Müller direkt nebenan hatte Steffen Müller Dienst; er ist außerdem seit zehn Jahren Vorsitzender der Rosenfreunde. „Bienenrosen sind in diesem Jahr besonders gefragt“, hat er festgestellt und konnte einige Sorten empfehlen, wie „Tocolina“, „Lupo“, „Weg der Sinne“ und „Eskimo“. „Diese Rosen versorgen die Bienen das ganze Jahr mit Nektar“, erklärte er. „Es sind die geöffneten Rosen, die für Bienen interessant sind.“

Schätzung: 15.000 Besucher

Insbesondere im Burggraben, wo neben der natürlichen Rosenpracht auch Steinfurther Rosen präsentiert und verkauft wurden, war zeitweise im Gedränge der vielen Gäste kaum ein Durchkommen. Wenn auch die meisten gekommen waren, um die Rosenpracht zu erleben, die sich in etwa 22.000 Rosenstöcken ausdrückt, erfreuten sich die Besucher jedoch auch an dem von der IGE Eltville aktiv organisierten Rahmenprogramm mit vielen Mitmachangeboten in der überaus belebten Innenstadt. Wer auch nur annähernd alle Angebote kultureller und gewerblicher Art nutzen wollte, kam ganz schön ins Schwitzen, und so waren schattige Plätze gefragt, beispielsweise, um sich niederzulassen und der Musik zu lauschen. So traten auf zwei Bühnen an der Rheingauer Straße jeweils zwei Eltviller Musiker als Solisten auf: Joachim Strauß und „Native Notes“ Michael Handke. Auf dem Platz der Deutschen Einheit spielte das Duo Stilbruch, und im Burghof das Duo Buskers Deluxe. Eine frohe Stimmung lag über der Stadt. „Viele nette Besucher und Gäste trafen an diesem Wochenende auf gut vorbereitete und bestens gelaunte Gastgeber“, urteilte Bürgermeister Patrick Kunkel. „Selten habe ich ein entspannteres Fest erlebt.“ Dafür dankte er vor allem der IGE, den Rosenfreunden, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt und allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Nach seiner Bewertung befragt, antwortete Thomas Horchler, Vorsitzender der IGE Eltville aktiv: „Die Rosentage waren auch in diesem Jahr ein voller Erfolg, zumal der Wettergott es mehr als gut mit uns meinte. Nach meiner Schätzung haben mehr als 15.000 Menschen Eltville an den beiden Festtagen besucht. Speziell freue ich mich, dass die Rosentage friedlich und ohne Zwischenfälle verlaufen sind.“ Sein Dank ging auch an die Bewohner der Innenstadt, die Einschränkungen während der Festtage hätten hinnehmen müssen. „Viele unserer Mitglieder, die sich an den Rosentagen beteiligten, freuten sich über das große Interesse an den angebotenen Waren und Dienstleistungen.“ Feedback gab es auch von den Besuchern der Rosentage. „Persönlich und über Facebook erreichten uns viele positive Kommentare“, berichtete Horchler. „Viele Gäste kündigten an, auch nächstes Jahr wieder zu kommen.“

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