Jahreswende in mystischen Farben und Klängen

Das Lichtshow-Team unter Leitung von Florian Wende verzauberte den Kirchenraum

In farbiges Licht getaucht wurden der Altarraum und das Kirchenschiff mit Publikum.

Von farbigem Licht verzaubert wurden die Besucherinnen und Besucher der Silvester- und Neujahrs-Lichtshow in der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Wechselnde Farben, Strahlen und Muster ließen das Kirchengewölbe und den Altarraum in einem besonderen Licht erstrahlen, so als würden immer wieder Räume und Formen neu entstehen – erstmals wurden auch Bilder in die Strahlen „gemalt“. Das Gesamtkunstwerk erreichte eine eindringliche Wirkung durch das Zusammenspiel von Licht und Musik.

Begrüßt wurden die Zuschauerinnen und Zuschauer von Diana Schuck, die mit ihrem Mann Andreas und ihren Kindern Korbinian und Katharina zum Kernteam der Lichtshow gehörte. Sie freute sich, dass nach einem Jahr Pause aufgrund des Corona-Lockdowns nun wieder eine Lichtshow stattfinden konnte – wenn auch unter strikten 2G-Regeln mit Abständen und Masken. Erstmals hatte diese Art von Lichtshow mit Musik an Silvester und Neujahr 2017/18 stattgefunden. Der damals 18-jährige Florian Wende hatte bereits das erste farbenprächtige Spektakel „komponiert“ und die passende Musik dazu ausgewählt. In den beiden Folgejahren hatte er die Show wiederholen und weiterentwickeln können, bis Corona eine Pause verlangte. Auch dieses Mal hatte er die Leitung. Weil zwei große Laserstrahler integriert wurden, musste er vorher sogar einen Lehrgang als Laserschutzfachkraft absolvieren. An der Vorbereitung und Durchführung der Show wirkten neben Familie Schuck noch Nicoletta Compagni und Jan Herzog mit, außerdem auch Shahram Rasuli. „Er hat in allen Vorstellungen als charmanter Ordner und Platzanweiser ausgeholfen“, erklärte Nicoletta Compagni. „Dafür waren wir übrigens per Funk verbunden.“

Eigentlich waren Anmeldungen nicht erforderlich, doch bei der Silvester-Premiere um 17 Uhr kamen so viele Menschen, dass schließlich nicht alle eingelassen werden konnten, als das Maximum von 70 Personen erreicht war. „Wir mussten leider einige Leute wegschicken, die dann teilweise zu anderen Vorstellungen wiederkamen“, berichtete Nicoletta Compagni. Einschließlich Generalprobe am Vortag waren sieben Vorstellungen zu jeweils 30 Minuten geplant. „Der Zuspruch war so groß, dass wir am Neujahrstag noch eine Zusatzvorstellung gegeben haben. In Summe waren es zwischen 450 bis 480 Besucher. Unser Team ist glücklich und mit dem Erfolg zufrieden.“

Zur „Mystic Light & Sound Experience“ – so der offizielle Titel der Show – mischten sich in die Licht- und Laserstrahlen Bäume aus grünem Licht, rote Rosen, eine Friedenstaube, viele Phantasieformen und auch eine kurze Einspielung von düsteren Farben und Finsternis, begleitet von unharmonischer Musik. Ein verbindendes Element zwischen den Stücken gab es nicht und die Interpretation blieb den Empfindungen oder dem „Geschmack“ des Publikums überlassen, bei dem die überwiegend sanften und melodischen Töne offenbar gut ankamen, besonders „A Rose Among Thorns“, gesungen von Dulce Pontes. Nach dem Liedtitel und dem Namen der Sängerin hätte sich etliche Besucher erkundigt, erzählte Nicoletta Compagni im Anschluss. Ennio Morricone hat diesen Song für den Film „The Mission“ komponiert. Ebenfalls zu einer Komposition von Ennio Morricone sprach Patrick Fischer den Psalm 139: „Herr, du erforschst mich und kennst mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege...“ Zu den ausgewählten Musikstücken gehörten beispielsweise noch die Ouvertüre, aus „Tron Legacy“ von Daft Punk, „Swan Lake“, in einer Version der Hidden Citizens oder „Time“ aus dem Film „Inception“, von Hans Zimmer.

Der Eintritt zur Musik- und Lichtshow war frei. „Wir haben Spenden in Höhe von 1.102 Euro erhalten, die für Projekte in der Pfarrei verwendet werden“, gab Nicoletta Compagni bekannt.

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