Jugendfahrt nach Montrichard

Jugendfahrt nach Montrichard
13 Jugendliche aus Eltville verbrachten fröhliche Tage in der Partnerstadt

Eltville. – Im Juli fuhr eine Gruppe von 13 Jugendlichen, zwischen 15 und 26 Jahren alt, in die Eltviller Partnerstadt Montrichard. Geleitet wurde die Fahrt von den städtischen Jugendpflegerinnen Franziska Bruns und Ulla Wolf. Außerdem begleiteten Annemarie Mann und Stefan Wolf vom Freundschaftsverein die Fahrt.

Am Donnerstag ging die Reise um 8 Uhr los und man kam so gut voran, dass Montrichard bereits um 16.30 Uhr erreicht wurde. Wie in den Jahren zuvor durften die Gäste aus dem Rheingau wieder auf dem Fußballplatz zelten.

Dort wurden sie von Mitgliedern des Comité Jumelage empfangen und mit Wasser, Limonade, Bier, Wein und Kuchen versorgt. Als die Eltviller von ihren geplanten Aktivitäten erzählten, spendierte das Comité spontan den Eintritt für den ersten Programmpunkt am Freitag, dem Besuch von Schloss Chaumontsur Loire mit seinen modernen Kunstinstallationen und seinem internationalen Gartenfestival, das dieses Jahr das Motto „Paradiesgärten“ hat.

Am Freitagabend luden die Eltviller zum Grillabend ein. Es wurde ein wahrer Festschmaus mit Crevetten, Steaks, Doraden, Salat, Baguette, Käse und Honigmelone und „beaucoup de vin“, den die französischen Gäste spendierten. Gegen Mitternacht verabschiedeten sich die Gäste und ein sehr schöner Abend ging zu Ende.

Am Samstagmittag ging es ins nahe gelegene Bourré zu einem unterirdischen Steinbruch. Zu seiner Erkundung sollte man Jacken nicht vergessen. Die Temperatur betrug 12 Grad, die hohe Luftfeuchtigkeit von 80 % ließ das noch kälter erscheinen.

In den 35 km langen Gängen des Steinbruchs wurden bereits im 11. Jahrhundert tonnenschwere Steinblöcke für die Schlösser der Umgebung abgebaut. Man brauchte die weißen Steine nicht nur für den Bau selbst, sondern auch für die unzähligen Statuen, die die Schlösser schmücken.

Während des Zweiten Weltkrieges dienten die labyrinthischen Gänge der Résistance als Versteck. Die Gänge führten unter dem Cher lang, der die Demarkationslinie war. Betraten die deutschen Soldaten den Stollen, liefen die Franzosen zu den Ausgängen jenseits des Chers. Heute werden die Gänge zur Champignonzucht genutzt.

Am Nationalfeiertag wurden die Besucher aus dem Rheingau vom Bürgermeister, Monsieur Damien, im Rathaus empfangen und herzlich begrüßt. Für jeden gab es ein Geschenk, unter anderem ein kleines Glas Honig aus der Gegend und einen Regenschirm „für Eltville, nicht für Montrichard“, wie der Bürgermeister betonte. Mit Clara Valet, der Vorsitzenden des Comité Jumelage, wurden weitere Besuche und Möglichkeiten eines Jugendaustausches zwischen Eltville und Montrichard besprochen.

Abends wurden dann Bratwürstchen aus Eltville gegrillt. Sie sind in Montrichard ganz besonders beliebt und werden seit langem am Nationalfeiertag verkauft. Nach dem Feuerwerk am Cher wurde noch bis spät in die Nacht getanzt.

Trotzdem verabschiedete man sich am nächsten Tag rechtzeitig, so dass die Reisegruppe um 20 Uhr wieder in Eltville war. Die Teilnehmer blicken zurück auf fröhliche Tage in der Partnerstadt und freuen sich auf einen Gegenbesuch.

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