Rappelvolle Kindertheater-Aufführungen

Rappelvolle Kindertheater-Aufführungen
Kinderkulturverein veranstaltete wieder zwei prall gefüllte Tage Kinderkultur bei freiem Eintritt

Mit ihrem „Biene-Maja-Tanz“ begeisterten die Kinder der Tanzschule Haas das Publikum.

Rauenthal. (chk) – Zwei Tage Kinderkultur bei freiem Eintritt – das machte der Kinderkulturverein Rauenthal wieder möglich. Auch die gesamte Schulgemeinde und Elternschaft waren im Einsatz, um einem großen Publikum aus Rauenthal und aus dem ganzen Rheingau ein buntes Programm und eine gute Bewirtung zu familienfreundlichen Preisen zu bieten.

Rolf Keil, der im Vorstand des Vereins für das Theaterprogramm zuständig ist, hatte mit dem Eltviller Puppentheater, dem 3D-Theater, dem Rotznasentheater und anderen professionellen Gruppen eine gute Auswahl getroffen, aber auch die Kreativangebote kamen gut an, vor allem aber der Zirkus mit Schülerinnen und Schülern der Otfried Preußler Schule, der zum Auftakt in der Turnhalle präsentiert wurde.

Sogar Schulleiterin Verena Engelmann-Mehl hatte gelernt, auf Stelzen zu gehen, um das große und erwartungsvolle Publikum angemessen zu begrüßen. „Von Dienstag bis Donnerstag haben wir drei Projekttage mit Daniel de Groot und Chris König hier in der Schule gehabt und wir wollen Ihnen heute zeigen, was wir gelernt haben“, sagte die Schulleiterin, bevor sie die Manege frei gab. „Zirkus Tohuwabohu“ hatten die Kinder ihren Zirkus genannt, der von zwei jungen Zirkusdirektorinnen moderiert wurde. Akrobatik, Jonglage, Diabolo, Einrad, Stelzen- und Kugellauf gehörten zu den Präsentationen, die nach nur drei Übungstagen einfach überraschend waren. Und wenn es einmal eine kleine Panne gab, wurde der Mut mit Extra-Applaus honoriert. „Die grandiose Zirkusvorführung hat viel Spaß gemacht“, versicherte Verena Engelmann-Mehl als zufriedene Schulleiterin. Sie ist auch stellvertretende Vorsitzende des Kinderkulturvereins und für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. „Bei den Theaterstücken war es in diesem Jahr so, dass wir insgesamt weniger hatten, aber unser Eindruck war: Weniger ist mehr, denn alle Theater waren rappelvoll und begeisterte Kinder kamen im Anschluss wieder auf den Hof.“

Rappelvoll war es auch bei der Aufführung des Eltviller Puppentheaters mit „Theaterdirektor“ Rolf Lang, Ulrich und Ulrike Bachmann und Ulrike Neradt. „Zauberer Knorzel hat Schwierigkeiten“ hieß das Stück, das im Umfeld der Kinder und der erwachsenen Zuschauer spielt, denn Zauberer Knorzel kommt aus Kiedrich – und er hatte diesmal nichts zu lachen. Knorzel wollte nun, auf Anraten des Teufels Luzi, Pepinello in einen Zwerg verwandeln, damit er selbst im Theater die Hauptrolle spielen kann. Als Knorzel und sein Freund Berlusconi in die eigene Falle tappten, wurden sie um ein Haar von Henriette, dem Huhn von Pepinello, als fette Regenwürmer verspeist. Henriette wollte übrigens den „Reschhinkeln“ einen Besuch abstatten – das war noch ein bisschen mehr Lokalkolorit, den Ulrike Neradt einbrachte.

Da Rolf Lang als Zirkusdirektor auf besonderen Wunsch Kinder und Eltern auf dem Schulhof „abholen“ und mit zur Vorstellung in die Kita St. Michael nehmen sollte, war der Raum schließlich überfüllt und nicht alle Kinder und Erwachsenen blieben noch bis zum Ende der 45-minütigen Vorstellung dabei, um zu erfahren, ob es mit Zauberer Knorzel noch ein Happyend gab. Doch diejenigen, die durchhielten, spendeten viel Applaus und viele gaben den Puppenspielern noch ein positives Feedback.

Zuvor hatte eine Kindertanzgruppe der Tanzschule Haas auf dem Schulhof einige Tänze vorgeführt, u.a. als „Biene Maja“ und „König der Löwen“, was wieder ein großes Publikum begeisterte. Im Kreativzelt war diesmal Upcycling angesagt, insbesondere wurden leere Milchverpackungen zu Vogelhäuschen umgearbeitet. „Auch alle weiteren Angebote rund um die Schule wurden gut angenommen“, erzählte Verena Engelmann-Mehl im Rückblick auf die beiden Tage. „Der Menschenkicker in der Turnhalle war sehr beliebt und auch der Barfußpfad und die Hüpfburg.“ Die Kinderrockband Pelemele, die einen Workshop angeboten hatte, rockte den Hof am späten Nachmittag. „Auch der Abend mit Gapless war super“, berichte die Schulleiterin. „Am Sonntag eröffneten die Viertklässler den Tag mit dem selbst gestalteten Gottesdienst und die Tonbaustelle füllte spontan im Anschluss die Lücke, da die Kung Fu Vorstellung leider ausfiel.“

Den Sonntag fanden Vorstand und Helfer des Kinderkulturvereins und der Elternschaft etwas stressig. „Wir waren quasi in allen Bereichen ausverkauft, was wir natürlich andererseits sehr positiv sahen“, erklärte Verena Engelmann-Mehl. „Am Ende traten die Happy Girls nach alter Tradition auf, doch auch danach, als ich die 30. Kinderkulturtage für nächstes Jahr angekündigt hatte, und die Tatsache, dass es danach vielleicht keinen Vorstand mehr geben wird, ging das Fest noch eine gute Stunde weiter, ehe dann viele fleißige Hände beim Abbau mithalfen.“

Das Vorstandsteam beurteilt die beiden Tage als „ein rundum sehr gelungenes Fest“ und dankte den großen und kleinen Spendern und Sponsoren. Dazu gehört neben der Rheingauer Volksbank auch das Trio Dr. Dieter Henschel, Gerd Brömser und Hans Geib, die mit dem Erlös ihres Benefizkabaretts einen großen Beitrag zur Finanzierung geleistet haben. „Wir danken auch dem Turnverein, der uns die Halle zur Verfügung gestellt hat, und natürlich allen Eltern und Helfern, die dieses Fest engagiert mitgestaltet haben.“

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