Ulrike Bachmann richtet eine Theaterwerkstatt ein

Ulrike Bachmann richtet eine Theaterwerkstatt ein
Kinder aus der Kita Aulhausen durften schon einen Blick hinter die Kulissen werfen

Die „Sockenspielgruppe“ aus der Kita St. Petronilla in Aulhausen besuchte die Theaterwerkstatt von Ulrike Bachmann. Mit dabei Theaterdirektor Rolf Lang, der anschließend einen Einblick in die zukünftige Spielstätte des Eltviller Puppentheaters gewährte.

Eltville. (chk) – Ulrike Bachmann richtet gerade eine Theaterwerkstatt ein, die allen am Puppen-, Figuren- und Objekttheater Interessierten zukünftig als Anlaufstelle dienen darf. In Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen, beispielsweise im Rahmen von Projektwochen, soll sie auch eine Experimentierwerkstatt sein.

 

„Seit zehn Jahren spiele ich im Ensemble des Eltviller Puppentheaters“, erklärt Ulrike Bachmann ihre Motivation für die Einrichtung der Theaterwerkstatt, die sie in enger Kooperation mit dem Eltviller Puppentheater und quasi als dessen Ableger führen will. „Aber die Werkstatt geht über dessen Ausrichtung hinaus, denn ich will mein Wissen um Figuren- und Kulissenbau ebenso weitergeben wie um das Puppenspiel.“

Ihr Interesse für diese Theatergattung hat sich durch die Mitwirkung im Eltviller Puppentheater mehr und mehr gesteigert. „Diese Gattung ist an keine formalen Vorgaben gebunden und bietet als Figuren- oder Objekttheater, besonders auch für Erwachsene, Freiräume wie keine andere“, betont sie. Ihre Begeisterung teilt sie mit ihrem Mann Ulrich, was schon mehrmals zum gemeinsamen Besuch internationaler Figurentheaterfestivals geführt hat, etwa in Varna in Bulgarien, in Magdeburg, Erfurt, Stuttgart, Mannheim, Erlangen und Nürnberg. „Vor allem hat sich mein Interesse vom bloßen Spiel hin zum Puppen- und Figurenbau und auch zum Bühnen- und Kulissenbau ausgeweitet. Auch das Thema Beleuchtung ist mir ein Anliegen.“ So gehörte zu ihren fachlichen Weiterbildungen auch ein Workshop in Bühnenbeleuchtung im vergangenen Sommer in Stuttgart. Die Puppen des Eltviller Puppentheaters mit ihren feinen Gewändern und richtig ausgearbeiteten Charakterköpfen hat sie in Handarbeit angefertigt.

Mit Kindertagesstätten und Schulen hat sie vor allem im vergangenen Jahr zusammengearbeitet. „Ich hatte im Jubiläumsjahr ‚30 Jahre Rosenstadt Eltville‘ mit der von mir initiierten Rosenwand im Burghof die Erfahrung gemacht, wie gut Kindergarten- und Schulkinder für Gemeinschaftsprojekte zu begeistern sind, wenn sie denn Spaß machen und sinnvoll angeleitet werden.“ An dem Projekt hatten elf Kitas und Schulen teilgenommen.

Vor einem Vierteljahr erhielt das Eltviller Puppentheater eine Anfrage der Kita Aulhausen mit der Bitte, das Puppentheater zu besuchen und einmal hinter die Kulissen schauen zu dürfen. Für das Kita-Sommerfest im Juni hatten sich sieben Kinder zu einer Sockentheater-Spielgruppe zusammen getan und nach Vorlage des beliebten Kinderbuches „ Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ eine Vorführung einstudiert. Die Idee dazu kam von Nikita aus der Waldkindergartengruppe, und unter Anleitung von Erzieher Gerrit Geilmann wurden alle Figuren von den Kindern selbst hergestellt. Bei ihrem ersten Besuch in der Kita Aulhausen konnte sich Ulrike Bachmann bei einer Probe von dem Feuereifer der kleinen Schauspieler überzeugen.

In der darauffolgenden Woche lud sie die kleine „Delegation“ der Kita St. Petronilla in ihre Theaterwerkstatt ein. Die Kinder konnten sich die Puppen aus den vergangenen Produktionen anschauen, Fragen stellen und Geräusche erzeugende Instrumente ausprobieren. Höhepunkt war eine kleine Generalprobe der Sockenpuppenspieler auf der Probebühne der Theaterwerkstatt. Mit dabei war auch Puppentheater-Direktor Rolf Lang, der anschließend die Spielgruppe mitnahm in die neue Spielstätte in der Wörthstraße. In dem schönen Gewölbekeller stellte er zusammen mit Ulrike Bachmann einige Puppen, wie den Zauberer Fitzliputzli, auf der richtigen Bühne vor. „Mit vielen guten Ideen und Eindrücken sind die kleinen Puppenspiel-Kollegen nach Aulhausen zurück gefahren“, berichtet Ulrike Bachmann.

Im letzten Jahr freigewordene Räume in direkter Nachbarschaft zum Stadtturm haben sich für die Einrichtung dieser Theaterwerkstatt angeboten; sie sind in erster Linie für die Arbeit an der Bühne gedacht. Die offizielle Eröffnung ist für Anfang August geplant. Ulrike Bachmann plant ein künstlerisches Zusammenwirken mit Professor Rainer Schmelzeisen von der im benachbarten Stadtturm angesiedelten Gottfried-Benn-Gesellschaft, der selbst Lichtkünstler ist, ebenso mit Sabine und Axel Sperl vom Delphic Art Projekt, die ihren Sitz in Geisenheim haben, und in besonderem Maße mit Bachmanns Wein+Kultur und mit dem Eltviller Puppentheater.

Weitere Artikelbilder:

Noch keine Bewertungen vorhanden

Neueste Kommentare

Musik aus der Zeit des Hattenheimer Geigerkönigs
34 Wochen 6 Tage
Fachwerkhaus beschädigt
38 Wochen 4 Tage
Betrieb im Kindergarten Ranselberg geht weiter
1 Jahr 5 Wochen
60 Menschen verlieren ihren Job
1 Jahr 26 Wochen
Dem Opernsänger Peter Parsch zum Gedenken
1 Jahr 36 Wochen


X