Viele Herzen für den Osterweg

Bethanien Kinder- und Jugenddorf und Kirchort Erbach gehen neue Wege

Priorin Schwester Judith freute sich über die sehr positive Resonanz und die abgegebenen Bilder.

„Gott hat ein Herz für mich“ – das ist das Motto des Osterweges für Familien, den das Bethanien Kinder- und Jugenddorf Eltville zusammen mit dem Ortsausschuss des Kirchorts Erbach geschaffen hat. Jeden Mittwoch wird in den Weinbergen in Erbach und Umgebung an einer Wegkreuzung eine neue Kiste aufgestellt, in der sich unterschiedliche Aufgaben befinden.

„Ich habe viele sehr schöne Zuschriften bekommen, diese Aktion war mal etwas anderes“, freute sich die Priorin des Bethanien Kinderdorfs Schwester Judith Moormann.

Alle Besucher des Osterwegs waren eingeladen, ihre Gedanken aufzuschreiben oder Bilder zu machen und diese an das große Herz zu kleben, das extra dafür an der Außenwand der Kinderdorfkapelle in Eltville-Erbach angebracht wurde.

„Es war wirklich schwierig die Bilder an dem großen Herz zu befestigen. Wir haben es mit kleben versucht, aber es war sehr stürmisch in den letzten Wochen. Deshalb habe ich die Bilder letztendlich festgeschraubt“, verriet Schwester Judith.

Das Ziel des Osterwegs war es einen Ort zu schaffen, an dem man sich trotz fehlender Gottesdienste und geltender Abstandsregeln gemeinsam auf Ostern vorbereiten konnte.

In der ersten Woche gab es die Aufgabe, überall in der Natur zu schauen, wo Gott ein Herz hingemalt hat. Da gab es wirklich viele Herzen zu finden. So sind auf Schneeglöckchen sechs winzige Herzchen, auch Kartoffeln oder Zweige wachsen, je nach Blickwinkel in Herzform, auch Steine können wie Herzen aussehen.

Wenn es schon kein Herz zum Finden gab, dann konnte man nachhelfen und selbst mit passenden Materialien ein Herz auf den Weg legen.

Eine weitere wunderbare Idee gab es in der fünften Woche: Postkarten schreiben an Menschen die sich darüber freuen würden, wieder einmal etwas von Bekannten zu hören. Dazu gabs am Wegkreuz eine Kiste mit Postkarten drin.

„In dieser letzten Woche, der Karwoche, erinnern wir uns daran, wie Jesus gestorben ist, weil er den Menschen genau das vorgelebt hat. Und wir feiern Ostern, das Fest, an dem Gott sagt: „Ja, genau so bin ich. Und ich liebe Dich und will, dass Du lebst! Für immer. Weil ich nicht ohne Dich sein will.“ Darum haben wir unsere letzte Wegstation auf den Friedhof gelegt. Hier verabschieden wir uns von den Menschen, die wir liebhaben und die gestorben sind. Und gleichzeitig kommen wir immer wieder hierher zurück, pflegen die Gräber, bringen Blumen, weil wir glauben, dass die Toten „im Himmel“ sind, bei Gott und dort eben doch leben. Wenn Du heute einen Spaziergang oder eine Wanderung machst: bring ein paar Blumen für ein Grab, in dem jemand bestattet ist, den Du liebhast! Oder für eins, um das sich niemand mehr kümmert. Denn auch wenn wir die Menschen, die da bestattet sind, nicht kennen: Gott kennt sie und will ohne sie nicht sein. Und sie gehören immer noch zu uns“, steht im Begleitheft, das man sich unter herunter laden konnte.

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