Alles im grünen Bereich / Viele Teilnehmer

Große Resonanz auf Fotowettbewerb im Rahmen der Aktion „Grünes Geisenheim“

Aus einem Päckchen Samen wurden beeindruckende Blütenpflanzen: Sandra Mader und ihre Kinder erhielten einen Sonderpreis. Mit ihnen freuten sich Stefanie Braun-Fischer von der Hochschule und Bürgermeister Aßmann.

Mehr als 40 Einsendungen wurden es letztendlich, aus denen eine Jury mit Vertretern des städtischen Bauamts, der Hochschule Geisenheim und der ebenfalls in Geisenheim ansässigen hessischen Gartenakademie die Preisträger aussuchen sollte.

Das Projekt „Grünes Geisenheim“ ist eine Kooperation zwischen Hochschule und Stadt Geisenheim. Motivation für die Initiatoren war, den Standort Geisenheim als Ort zum Leben, Studieren und Arbeiten attraktiver zu gestalten. Die Hochschulstadt sollte gemeinsam noch lebenswerter gestaltet werden.

„Für einen attraktiven Wohn- und Studienort können die Kompetenzen und Potentiale von Hochschule und Stadt zum beiderseitigen Vorteil genutzt werden“, waren sich Bürgermeister Aßmann und Stefanie Braun-Fischer von der Hochschule einig. Insbesondere die Bildung und Wissenschaft am Standort sollten für die Stadt- und Regionalentwicklung genutzt werden.

Ursprünglich waren nur drei Preise vorgesehen, doch angesichts der vielen Einsendungen, bei denen es schwer fiel, die besten auszuwählen, hatten sich die Verantwortlichen entschlossen, weitere Preise zu vergeben. Ein entsprechender Aufruf an die Geisenheimer Gewerbetreibenden war erfolgreich, so dass letztendlich noch weitere 15 Sonderpreise vergeben werden konnten.

Grüne Schätze

Wesentlicher Inhalt des Projektes soll die Stärkung, Qualifizierung und die Vernetzung von Stadtgrün sein. „Grüne Städte werden als lebenswerter empfunden und punkten somit im nationalen Städtewettbewerb“, heißt es dazu auf der Homepage der Hochschule Geisenheim. „Stadtgrün dient der Erholung, dem Wohlbefinden und der Gesunderhaltung durch die Verbesserung der Luftqualität und des Stadtklimas. Vor dem Hintergrund der bereits erkennbaren Zeichen der Folgen des Klimawandels gewinnt der Ausbau des städtischen Grüns somit immer stärker an Bedeutung.“

Die Hochschule, die ihren Schwerpunkt in den „grünen Studienbereichen“ hat, sieht sich in der Verantwortung, gemeinsam mit der Stadt Geisenheim „ihre“ Stadt grün und lebendig zu gestalten und gleichzeitig einen Beitrag zum lokalen Klimaschutz leisten.

Dass das schon im Kleinen funktionieren kann, bewiesen die vielen Ideen, mit den Geisenheimer aller Altersstufen glänzten. „Wir haben viele kleine grüne Schätze gefunden“, freute sich Stefanie Braun-Fischer bei der Vorstellung der Preisträger. Man müsse nicht immer im großen Stil denken, sondern könne schon in kleinen Bereichen rund ums Haus große Veränderungen erzielen. Ob kleine Ecken, Vorgarten oder Balkon, auch ein Hinterhof, der ansonsten schwer zu nutzen sei - es gebe viele Möglichkeiten, wie man mit wenig Aufwand die direkte Umgebung verzaubern könne.

 

Weg von Schottergärten

Und Bürgermeister Aßmann freute sich, dass unter den eingereichten Fotos auch Bilder waren, die zeigten, wie aus toten Schottergärten wieder lebendige, attraktive kleine Oasen wurden. „Der Trend hat sich umgekehrt“, freute sich Aßmann. Das sei auch Folge der präventiven Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit, wie gerade auch das Projekt „Grünes Geisenheim“ zeigt.

Die Ergebnisse könnten Vorbild für Andere sein, die ihre nur scheinbar pflegeleichten Schottergärten ebenfalls ökologischer und nachhaltiger gestalten wollten. Für ihn sei eine Umgestaltung auf freiwilliger Basis erfolgversprechender, als durch Vorgaben und Satzungen „Druck zu machen“. Man müsse sich bewusst machen, dass die versiegelten Flächen langfristig einen hohen Kosten- und Pflegeaufwand erforderten und darüber hinaus keinerlei Vorteile für die Natur und das Stadtklima böten, zitierte Aßmann aus einem Flyer zur parallel laufenden Ausstellung in der Scheune über die Vorteile von blühenden Vorgärten.

Aktive Kinder

Erfreulich, dass unter den eingereichten Vorschlägen auch solche waren, bei denen Kinder mitwirkten. So nahm beispielsweise die Marienthalerin Sandra Mader einen Sonderpreis entgegen. Ihre Kinder hatten eine Blumenmischung ausgesät, aus der beeindruckend vielfältige Blütenpflanzen entstanden.

Auch bei den Preisträgern für den dritten Preis waren Kinder beteiligt: Alexandra Jendreizeck hatten ihren Vorgarten vorgestellt, in dem eine vormalige Rasenfläche in eine Bienenweide verwandelt wurde, die als Nahrungs- und Rückzugsraum für Tiere diente und durch Einbezug der Kinder zugleich Wissen über die Natur vermittelte.

Wie ein Hof einschließlich von Geländer und Fassade begrünt und sogar Gemüse angebaut werden kann, zeigte die Gewinnerin des zweiten Preises Miriam Kowalewsky.

Der erste Preis schließlich ging an Christina Fries, die auf ihrem Balkon ein „gelungenes Beispiel für Begrünung auf kleinem privaten Raum“ präsentierte. Die Jury lobte die „ansprechende Gestaltung und vielfältige Nutzung“, einschließlich der positiven Aspekte der Begrünung für das Mikroklima.

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