BSR zeigte großes Angebot zum „Tag der offenen Tür“

BSR zeigte großes Angebot zum „Tag der offenen Tür“
Vom Hauptschulabschluss bis zum Fachabitur ist hier alles möglich

Fachgebietskoordinatorin Dr. Liane Engelmann-Höfer im Getränkelabor mit Auszubildenden der Bundesfachklasse für Fruchtsafttechnik.

Geisenheim. (ak) – „Die Beruflichen Schulen Rheingau (BSR) sind klein aber fein. Jeder ist in seinem Bereich sehr engagiert, das zeichnet uns aus. Ich bin stolz auf unser Team“, freute sich Andrea Stegmann, die Schulleiterin der Beruflichen Schulen Rheingau anlässlich des „Tags der offenen Tür“. Zur Zeit besuchen 860 Schülerinnen und Schüler die Schule. „Vor zehn Jahren hatten wir noch 1.000 Schüler. Alle wollen heute Abitur machen, aber viele brechen ab und wir fangen sie auf“, erklärte die Schulleiterin.

 

„Um die Quote der Ausbildungsabbrüche in Hessen zu senken, hat die hessische Landesregierung das Programm QuABB auf den Weg gebracht“, erläuterte Sandra Karst, von der Schulsozialarbeit der BSR.

Das Programm QuABB ist ein wichtiger Beitrag zur langfristigen Fachkräftesicherung. Die hessenweit verankerte Ausbildungsbegleitung an den QuABB-Standorten wird von der Koordinierungsstelle beim Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik begleitet und unterstützt.

QuABB wird gefördert aus Mitteln der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds und des Landes Hessen.

Seit Wochen bereiteten die 860 Schüler- und Schülerinnen der BSR zusammen mit ihren Lehrkräften verschiedene Aktionen zum Tag der „Offenen Tür“ vor. Im Vorfeld wurde mit informativen Presseartikeln, Flyern und Plakaten die Öffentlichkeit informiert und die umliegenden Schulen eingeladen.

Es wurden die unterschiedlichen Schulformen, die zum Hauptschulabschluss, der Mittleren Reife, dem Fachhochschulabschluss und zum Fachschulabschluss führen vorgestellt.

Auch gab es Informationen über die Eingangsvoraussetzungen, die Unterrichtsinhalte, Abschlussprüfungen und Beschäftigungs- sowie Weiterbildungsmöglichkeiten in den vielfältigen Berufsfeldern von Agrartechnik über Sozialwesen bis zu Wirtschaft und Verwaltung.

Unter dem Motto „Perspektiven schaffen“ bot die Fachoberschule (FOS) Podiumsdiskussionen mit aktuellen und ehemaligen FOS-Schülern, informierte über die fachlichen Inhalte zur Fachoberschule und den Perspektiven, die sich daraus ergeben.

Die Fachoberschule Wirtschaft mit dem Schwerpunkt Agrarwirtschaft zeigte die Herstellung von dekorativen Adventskränzen, die gleich zum Verkauf angeboten wurden.

Auch an die Unterhaltung der Besucher und das leibliche Wohl wurde gedacht: So konnten die Besucher in Form von Fragebögen und mit einem Quiz die Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung an der BSR besser kennen lernen.

Zahlreiche Mitmachaktionen wie „Back mit“ der Berufsfachschule für Soziales (BFS) und Plakate zur Nachhaltigkeit und eine „Sinnesaktivierung“ zeigten Einblicke in die zweijährige Höhere Berufsfachschule für Sozialassistenz.

Die Fachschule für Sozialwesen mit einer dreijährigen Ausbildung zum Erzieher ist ein wichtiges Standbein der BSR. Hier wurde neben der Projektarbeit „Stop Motion“ die Projekte Vorlesevormittag, und darstellendes Spiel präsentiert. Als langjähriger Kooperationspartner stellt sich auch die Fachschule für Heilerziehungspflege aus Geisenheim vor.

Mit einem informativen Englisch-Interview der Abteilungsleiterin Sabine Koerlin und Fragebogenaktionen präsentierte sich sehr eindrucksvoll und sprachlich kompetent die Berufsfachschule, die den Mittleren Bildungsabschluss im Bereich Wirtschaft und Verwaltung und Sozialwesen ermöglicht.

Angekündigt waren zu den eigenen 860 Schülern noch weitere 170 Schüler- und Schülerinnen von umliegenden Schulen wie z.B. der St. Ursula-Schule, die sich mit ihren Lehrern über das vielseitige Angebot der Vollzeitschulformen sowie die duale Berufliche Ausbildung informierten.

Was ihre Schulform und die eigene berufliche Ausbildung anging, hatten die Schüler der BSR jedenfalls den vollen Überblick und zeigten volles Engagement.

So zeigten die Kaufleute im Einzelhandel in Gruppen mit verantwortlichen Schülern einen Rundgang im Klassenraum.

Die Gäste wurden durch einen Laufzettel animiert, alle Stationen des Rundganges mit dem Thema: „Was macht ein Einzelhändler im Betrieb? Wo arbeitet er?“, zu besuchen.

Im Foyer wurden die Besucher an Infoständen im Überblick über die zahlreichen Aktionen informiert und, falls gewünscht, von Schülerlotsen zu den entsprechenden Abteilungen begleitet.

An einem Stand im Foyer gab es selbst hergestellte, frische, naturtrübe Direktsäften sowie leckeren Fruchtsäften aus der eigenen Saftmanufaktur der Bundesfachklassen für Fruchtsafttechnik.

Nur in Geisenheim kann man den Beruf der Fachkraft für Fruchtsafttechnik erlernen, wobei der Begriff Fruchtsafttechnik täuscht, es werden nicht nur Säfte, sondern auch andere Getränke aus dem nichtalkoholischen Bereich hergestellt. Seit über 40 Jahren ist die einzige Bundesfachklasse für Fruchtsafttechnik in Geisenheim. Die Zusammenarbeit mit der Hochschule Geisenheim ist hier sehr eng, ein Mitarbeiter der Hochschule ist acht Stunden wöchentlich in der BSR. Die Auszubildenden hatten anlässlich des Tags der „Offenen Tür“ die Karrierewege in der Fruchtsaftindustrie anschaulich auf Plakaten dargestellt und von kompetenten Fachlehrern wurden die Fragen der interessierten Besucher geklärt.

Ein weiteres Highlight waren die Führungen durch das Getränkelabor und das Getränketechnikum der BSR, denn auch während der Ausbildung gibt es immer wieder regelmäßigen Unterricht im Labor. Außerdem stehen auch Betriebsexkursionen auf dem Ausbildungsplan.

Die Landesklasse der Winzer erwartete die Besucher mit einer Blindverkostung und einem Geruchstest. Auch eine Aromabar und informative Plakate über Ausbildungsbetriebe und Weiterbildungsmöglichkeiten warteten auf die Besucher.

Als Fachkräfte im Gastgewerbe zeigten die Auszubildenden im eigenen Lehr-Restaurant wie man den Tisch für den Gast „perfekt“ eindeckt und auch eine Serviettenfaltstation überzeugte jeden Besucher von der hohen Präzision und handwerklichen Geschicklichkeit diesen anspruchsvollen Berufes.

„Überaus beliebt war das „gemeinsame Herstellen von Fingerfood“ und die anschließende Verköstigung“, so der Koordinator Jörg Eske.

Der Bildungsgang zur Berufsvorbereitung (BzB) präsentierte sich mit Bildern und Plakaten über die Apfelsaftproduktion, die in einem gemeinsamen Schülerprojekt mit der Schulform Fachkraft für Fruchtsafttechnik im Oktober dieses Jahres durchgeführt wurde.

Mit einer Ausstellung von Projekten in der Metallwerkstatt überraschte das BZB-PuschB und überzeugte von der praktischen, handwerklichen Ausbildung.

Im Hof der Schule demonstrierten die angehenden Berufskraftfahrer mit dem schuleigenen LKW die lebenswichtige Ladungssicherung von Gütern.

Schulleiterin Frau Andrea Stegmann freute sich über das Engagement der Schülerinnen und Schüler und auch die Abteilungsleiter fanden lobende Worte. „Viele Besucher waren über das vielseitige und interessante Angebot der BSR in dieser Tiefe und Vielfältigkeit erstaunt“, erklärte Andrea Stegmann und ergänzte: „Letztlich kann hier jeder seinem Berufsziel näher kommen.“

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