Eröffnung des neuen Aussichtspunkts

Eröffnung des neuen Aussichtspunkts
Installation greift die Vegetation der Lachaue auf

Auch Kjell Schmidt (Mitte), der Geschäftsführer der Regionalpark Ballungsraum Rhein Main GmbH, zeigte sich zufrieden mit der Gestaltung des neuen Aussichtspunkts Lachaue.

Geisenheim. (sw) – Pflanzensilhouetten aus Cortenstahl, Holzbalken als Liege- und Sitzgelegenheiten und eine Befestigung die den neuen Aussichtspunkt Lachaue nicht nur von angrenzenden bewaldeten Fläche abgrenzt, sondern auch jedem Hochwasser trotzt. Am 20. Juni weihte man dieses neue Regionalparkprojekt in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Rheingau am Rheinufer im Rahmen einer Feierstunde ein.

 

Karl Ottes, Aufsichtsratsmitglied der Regionalpark Ballungsraum Rhein Main GmbH für den Rheingau-Taunus-Kreis begrüßte die Besucher bei strahlendem Sonnenschein vor der neuen Installation. Mit der Fertigstellung des „Aussichtspunkt Lachaue“ ist die Regionalparkroute Leinpfad nun um einen Attraktionspunkt reicher, erklärte Bettina Mackiol, Geschäftsführerin des Zweckverbands Rheingau. Zuvor war bereits das Gelände um den „Oestricher Kran“, die Unterführung in Erbach und der Platz an der Nikolausquelle in Eltville neugestaltet worden. Und auch in Zukunft sollen weitere Projekte umgesetzt werden und Kjell Schmidt, der Geschäftsführer der Regionalpark Ballungsraum Rhein Main GmbH konnte bereits die Zusage zur Förderung der Planung eines weiteren Projekts bestätigen. „Wir haben bereits im April den Projektantrag bewilligt und nach der Zusage der Förderung durch die Fraport AG, dem Zweckverband Rheingau vergangene Woche die Förderzusage mitteilen können.“ Das neue Projekt widme sich der Gestaltung des Leinpfadplätzchens in Walluf, so Mackiol.

Mit der Regionauseinander setzen

Der Regionalpark RheinMain sei eine Landschaft für tausend Ideen, er vernetze nicht nur Grünräume, sondern bringe die Region und ihre Menschen zusammen, so der Zweckverband. So lade auch der neue Aussichtspunkt einfach dazu ein, sich mit der Region auseinander zu setzen, erklärte Kjell Schmidt. Dass der Platz sich gut für die Installation eigne zeige sich außerdem schon dadurch, dass auch während der Eröffnung immer wieder Fahrradfahrer oder Spaziergänger die Stelle passierten, so Schmidt.

Da man die Installation auf einem Grundstück von Hessenforst gebaut hatte, war auch Martin Schlimmermann vom Forstamt Rüdesheim zur Einweihung gekommen. Früher hätten sich an dieser Stelle noch ein Weinberg befunden, später dann sei die Fläche als Hartholzaue aufgebaut worden, erklärte er. Nun scheinen durch die Silhouetten der stilisierten Bäume der Installation die hölzernen Gegenstücke des kleinen Wäldchens dahinter. Die Installation sollte sich bestmöglich in den Uferbereich einfügen, so Bettina Mackiol. Auch deshalb habe das zuständige Landschaftsarchitekturbüro Ipach und Mayerhofer die Balken, die als Sitzgelegenheiten dienen sollten im Stil von Treibholz bearbeitet, erklärte sie. Da die Aue jedoch in einem Bereich liegt, der mit als erstes vom Hochwasser betroffen ist, musste auch dafür gesorgt werden, dass die Installation dem stand halten kann, so Mackiol. Während Weidensträucher und hohe Gräser den Übergang zwischen dem Auwald und dem Rasen rund um den Aussichtspunkt bilden wurden Kies und Sand um die Bänke und die Cortenstahl-Silhouetten durch eine Schicht aus Epoxidharz befestigt.

Installation kostete ca. 180.000 Euro

Die Kosten dafür den Aussichtspunkt mit den rostroten Pflanzensilhouetten, den Bänken und der passenden Bepflanzung in dieser Art zu gestalten beliefen sich auf rund 180.000 Euro, erklärte der Verbandsvorsteher des Zweckverbands Kulturland Rheingau und Geisenheimer Bürgermeister Christian Aßmann. „Das Projekt wurde zu ca. zwei Dritteln mit Mitteln der Dachgesellschaft Regionalpark Ballungsraum RheinMain, des Landes Hessen und der Fraport AG gefördert“, berichtete er. Der Zweckverband Rheingau habe davon ein Drittel der Kosten, also ca. 60.000 Euro aufgebracht.

Nun können Radfahrer und Spaziergänger von dem neuen Aussichtspunkt aus den Blick über den Rhein schweifen lassen und so die Aussicht auf die vorgelagerten Inseln und die Rochuskapelle in Bingen genießen. Zwei Infotafeln an der Stelle informieren die verweilenden außerdem auf Deutsch und Englisch darüber, dass die Lachaue bis zu Ausbau des Rheins als Wasserstraße eine Insel war. Viele Inseln sollten damals als Hindernisse für die Schifffahrt entfernt werden. Durch den Einsatz vieler Bürger, allen voran Heinrich Eduard von Lade aus Geisenheim, konnten die Inseln in der Mitte des Flusses erhalten bleiben. Die Lachaue jedoch wurde durch Aufschüttungen mit dem Festland verbunden.

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