Ortsgericht ab sofort im Domzentrum

Ortsgericht ab sofort im Domzentrum

Fußläufig und barrierefrei im Herzen von Geisenheim / „Geburtstagsgeschenk“

Als „besonderes Geburtstagsgeschenk“ wertete Ortsgerichtsvorsteherin Helga Lukic den Umzug in ihr neues Büro.

Geisenheim. (hhs) — Eigentlich war die Einweihung der neuen Büro-Räumlichkeiten des Ortsgerichts und des VdK Geisenheim schon für den 1. März geplant. Corona bedingt verzögerte sich der Umzug, doch nun ist er perfekt. Pünktlich zu ihrem 79. Geburtstag konnte Helga Lukic ihre erste Sprechstunde im Rheingau Atrium abhalten.

Seit 2003 ist Lukic Vorsitzende des Ortsgerichts Geisenheim I, das für Geisenheim und Marienthal zuständig ist. (Vorsitzender des Ortsgerichts II für Johannisberg und Stephanshausen ist Karl Heyn). Gewohnt pflichtbewusst ließ es sich das Geburtstagskind nicht nehmen, auch an ihrem Ehrentag vor Ort zu sein. Für sie sei der Umzug ein besonderes Geschenk, freute sich Helga Lukic. Kann sie doch nun von ihrem Büro aus auf den Domplatz blicken; von Vorteil ist auch, dass der Zugang barrierefrei ist.

Zum Ortsgericht Geisenheim I gehören neben ihr der stellvertretende Vorsitzende Bernhard Gaubatz (auch er hat das Amt seit mehr als zehn Jahren inne) sowie drei Schöffinnen bzw. Schöffen.

Zu den häufigsten Aktivitäten des Ortsgerichts gehören die Beglaubigungen von Unterschriften. Ganz besonders liegen dabei Helga Lukic die Beglaubigungen von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen am Herzen, weiß sie doch aus ihrer langjährigen Vorstandstätigkeit beim VdK, wie wichtig diese Vollmacht im Notfall sein kann, und wie viel Leid und Aufwand eine fehlende Vollmacht auslösen kann.

Kostengünstig

Kostengünstig ist auch die Genehmigung eines notariellen Vertrags, der unter Abwesenheit des Vertragspartners abgeschlossen werden musste – beispielsweise bei Grundstücksgeschäften an anderen Orten der Republik.

Wer ein Erbe ausschlagen will, kann dies beim Ortsgericht unterschreiben und zahlt dafür gerade einmal 6 Euro pro Person. Beglaubigungen von Kopien oder Abschriften von Dokumenten oder Zeugnissen kosten 3 Euro. Besonders günstig seien auch Grundstücksschätzungen, die das Ortsgericht durchführt. „Die Kosten der Schätzung betragen bei einem Wert von 50.00 Euro lediglich 72 Euro. Für jede weitere 10.000 Euro Grundstückswert kommen 6 Euro Gebühr hinzu“, erläutert Helga Lukic.

Von wohl noch größerer finanzieller Bedeutung sind Beglaubigungen im Grundstücksverkehr. „Hier können Sie unter einer Löschungsbewilligung für 6 Euro Gebühr pro Person die Löschung von Belastungen im Grundbuch beantragen“, erklärt Lukic. „Das kann eine enorme Kostenersparnis sein, denn der Geschäftswert, der z.B. beim Notar angesetzt werden muss, spielt beim Ortsgericht keine Rolle“.

Die neue Adresse der Ortsgerichts lautet Bischof-Blum-Platz 2. Während der regelmäßigen Sprechstunden (immer dienstags von 14 bis 18 Uhr, keine Voranmeldung erforderlich) ist die Vorsteherin telefonisch unter 06722– 4963101 zu erreichen, ansonsten privat unter 06722–6112.

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