„Vielfalt zeig dich“

Caritasverband zeigt Ausstellung mit Lebensgeschichten von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund

Die Ausstellung des Caritasverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus im Rheingauer Dom stellt die Lebensgeschichten von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund vor.

„Vielfalt zeig dich“ lautet der Titel einer sehr interessanten Ausstellung, die der Caritasverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus e.V. in den kommenden Wochen im Rheingauer Dom zeigt. Im Rahmen dieser Ausstellung wird ein Projekt vorgestellt, in dem Menschen mit Flucht- und/oder Migrationshintergrund ihre bewegenden Lebensgeschichten erzählen. Dabei werden aber vor allem auch deren mitgebrachte Kompetenzen sichtbar. Entstanden sind die Dokumentationen gemeinsam mit den Geflüchteten, die alle 2015 im Caritas Lorenz-Werthmann-Haus in Geisenheim gelebt haben. Das Ergebnis ist eine sehenswerte Wanderausstellung mit Fotos und bewegenden Texten. „Die Ausstellung soll dazu anregen, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft sich kennenlernen und in den Austausch über Hürden und Erfolge von Integration in Deutschland kommen“, so die Begleiterin des Ausstellungsprozess Cornelia Szyszkowitz. Ausdrücklich seien die Besucher eingeladen, ihre Meinung zu der Ausstellung kund zu tun.

Eröffnet wurde die Ausstellung am vergangenen Sonntag mit einem Gottesdienst. Pfarrer Markus Fischer zelebrierte eine Friedensmesse. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Musikgruppe Avalon begleitet, danach gab es ein gemeinsames „Come together“ im Eingangsbereich der Kirche, wo die Ausstellung aufgebaut ist. Beim Umtrunk und Imbiss machte man sich ein Bild von dem Projekt „Vielfalt zeig dich“.

Die Geschichten der geflüchteten Menschen, die eine erste Ankunft in der Lindenstadt gefunden hatten, wurden durch Fotoreportagen in Verbindung mit Textbausteinen kreativ aufgearbeitet. Umgesetzt wurde dieser künstlerisch-kreative Ansatz von dem afghanischen Foto- und Video-Künstler Yama Rahimi, der ebenfalls in der Flüchtlingsunterkunft des Caritasverbandes in Geisenheim lebte und einen persönlichen Bezug zu Geisenheim und der ländlichen Region hat. „Ziel der ersten Projektphase ist die Erstellung einer Fotoausstellung über unterschiedliche Lebensgeschichten von Migranten. Die entstandene Ausstellung wird bewusst an Orten eingesetzt, die von einer breiten Öffentlichkeit aufgesucht werden: Lokale Kulturfeste, Weinfeste, Öffentliche Institutionen, Banken, Hochschule Geisenheim, Kirchengemeinden, Kulturhäusern und Schulen.“, erläuterte Daniel Naumann von der Caritas. Insbesondere wolle man damit auch Personen erreichen, die im ländlichen Alltag kaum Interesse an interkultureller Begegnung zeigen würden: „Gerade bei diesen Personen sind Vorbehalte und Vorurteile gegenüber gelingender Integration und interkulturellem Zusammenleben häufig zu finden“. Durch die öffentlichkeitswirksame Ausstellung und deren persönliche Präsentation aber hofft man, dass Personen zusammenkommen und anhand der Ausstellungen über die Herausforderungen einer Migration und das gelingende Miteinander in unserer Gesellschaft sprechen.

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