Wachstum auf allen Ebenen bei der „Bank der Rheingauer“

Wachstum auf allen Ebenen bei der „Bank der Rheingauer“

Rheingauer Volksbank ermöglicht neuerliche Erhöhung der Mitgliedsanteile auf maximal 35 / Dividenden-Bonus

Eingespieltes Team: Vorstand Michael Mager und Vorstandsvorsitzender Andreas Zeiselmaier.

Geisenheim. (hhs) — Eigentlich wäre alles rosarot bei der Rheingauer Volksbank. War es zumindest auch bis zum Überschwappen der Corona-Krise nach Deutschland. Für das Jahr 2019 weist die Bilanz in allen Bereichen positive Zahlen auf. Doch bei Vorhersagen für die nahe Zukunft halten sich die Verantwortlichen bedeckt.

 

„Es ist zu früh für eine Prognose“, sagt Vorstandschef Andreas Zeiselmaier. „Wir verfolgen die Situation mit großer Wachsamkeit und sind bereit, unseren Kunden zu helfen. Wir gehen pro-aktiv auf Firmen und Anleger zu, um ihnen unsere Unterstützung anzubieten, bevor sie in eventuelle Schwierigkeiten kommen“. Was Zeiselmaier beruhigt: „Unsere Kunden reagieren ruhig und besonnen. Keiner bricht in Panik aus“.

Für sein Haus selbst gibt es einen Notfall-Plan, der sicherstellen soll, dass die Bargeld-Versorgung gewährleistet bleibt und dass die Bank ihre Aufgabe als die regionale Bank erfüllen kann. Über allem aber steht, dass wir „unsere Mitarbeiter, unsere Kunden und unsere Partner schützen“, betont Zeiselmaier.

In dieser Krisensituation kommt es der Bank zugute, dass sie auf einem soliden finanziellen Fundament steht, auch dank eines weiteren Erfolgsjahres. „Das Geschäftsjahr 2019 war für die Rheingauer Volksbank ein gutes, ein ertragsstarkes und substanzstärkendes Jahr“, betont der Vorstand. Die selbsternannte „Miteinanderbank“ habe großes Vertrauen und breite Unterstützung in der Region erfahren, die „Bank der Rheingauer“ habe ihre Strategie der Kundennähe und des Wachstums konsequent fortgesetzt.

Beispielsweise sei die Zahl der Konten innerhalb der letzten vier Jahre um 2.000 gestiegen. „Das sehen wir als Beweis für das Vertrauen unserer Kunden“, freut sich Vorstand Michael Mager. Was ihm besonders wichtig ist: „Der Trend beschleunigt sich, sowohl bei den Privatkonten als auch bei Online-Konten“. Bei den „klassisch“ geführten Privat- und Geschäftskonten stieg die Anzahl auf mehr als 26 Tausend, was eine Steigerung von 3,2 Prozent ausmacht. Weiter verschoben hat sich die Art der Kontoführung. Mittlerweile werden fast 15 Tausend online verwaltet – eine Steigerung um 14,5 Prozent. Aktuell werden schon 57 Prozent der Konten online geführt.

Sicherer Hafen

Nachdem im Jahr 2018 bei der Bilanzsumme die Milliarden-Marke geknackt wurde, stieg sie in 2019 um weitere 4,7 Prozent und liegt jetzt bei 1,08 Milliarden Euro. Mit einem Plus von 7,8 Prozent deutlich überdurchschnittlich gestiegen ist die Summe der Kundenkredite, die Ende 2019 bei 760 Mio. Euro lag. Finanziert wurden überwiegend Bauvorhaben als auch Projekte bei Firmen- und Gewerbekunden.

In einer ähnlichen Dimension liegt auch die Steigerungsrate bei den Kundeneinlagen. 842 Mio. Euro haben die Kunden der RVB anvertraut, weitere 365 Mio. Euro sind in Wertpapiergeschäfte geflossen, die die RVB an ihre Partner des Genossenschaftsverbundes vermittelt hat. „Die Rheingauer Volksbank wird nach wie vor von ihren Kunden als „sicherer Hafen“ gesehen. Auch in 2019 hat die Bank im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern keine Negativzinsen berechnet. Nicht gewünscht sind jedoch Neukunden, die ihr Geld nur „parken“ möchten. Hier wird die Bank weiterhin mit Augenmaß und Bedacht beobachten und aktiv das Gespräch suchen“, erklärt dazu die Bank.

Motor des Erfolgs

Mit der Summe von 2,044 Milliarden Euro beim betreuten Kundenvolumen – das sind die addierten Kundeneinlagen und Kundenkredite – hat die RVB im letzten Jahr eine weitere magische Grenze überschritten. Auch hier erzielte die Bank eine überdurchschnittliche Steigerung von 8,6 Prozent. „Dass wir das Kundenvolumen in den letzten drei Jahren um 500 Mio. Euro erhöhen konnten, sehen wir als gutes Zeugnis, das uns die Kunden ausgestellt haben“, freute sich Vorstandsvorsitzender Zeiselmaier.

Die Basis für das stete Wachstum sieht der Vorstand im Personal. Hier stemmt sich die Rheingauer Volksbank gegen den Trend. 31 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden ins Team integriert, 19 verließen die Bank, überwiegend aus Altersgründen. Am Jahresende standen 187 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste, für das laufende Jahr sieht der Plan vor, weitere zehn neue Stellen zu schaffen – womit sich dann die Zahl der Beschäftigten in den letzten drei Jahren um 15 Prozent erhöht hätte.

Was Andreas Zeiselmaier als Anerkennung auch in Personalkreisen sieht: Auf neue Stellen bewerben sich viele Bänker aus dem Raum Frankfurt. „Wir können nicht nur einen sicheren Arbeitsplatz in schöner Umgebung bieten, sondern dank unseres steten Wachstums auch interessante und sichere Jobs“.

Guthaben-Rekord

Eine Diskrepanz gibt es zwischen der Entwicklung der Mitgliederzahlen und dem Geschäftsguthaben, das diese Mitglieder bei der Rheingauer Volksbank haben. So stieg die Mitgliederzahl von 16.244 und 16.361 gerade einmal um 117 entsprechend 0,7 Prozent. Aber: Die Geschäftsguthaben stiegen von 9.384 Mio. Euro auf 12.674 Euro, was einer Steigerung um 35 Prozent entspricht.

Die Lösung für diesen scheinbaren Widerspruch liegt in der maximal möglichen Zeichnung von Geschäftsanteilen. War bis 2017 nur ein einziger Anteil in Höhe von 150 Euro möglich, wurde diese Zahl in 2018 auf maximal 15 erhöht. Schon kurz darauf hatten sich die Geschäftsguthaben von 3,892 Mio. auf 9,384 Mio. Euro erhöht. Dieser Steigerung um 136 Prozent folgten in 2019 nochmals die genannten 35 Prozent.

Nachdem Vorstand und Aufsichtsrat eine weitere Erhöhung der Mitgliedsanteile auf maximal 35 beschlossen haben, dürften sich die Geschäftsguthaben in kürzester Zeit erneut mehr als verdoppeln. Denn für dann pro Mitglied maximal mögliche 5.250 Euro erwartet die Bank eine Zieldividende von 4 Prozent. Aktuell sind die Geschäftsguthaben schon auf 14 Mio. Euro gestiegen.

Stärkung des Eigenkapitals

Gegenüber den ohnehin schon erfolgreichen Vorjahren konnte das Zins- und Provisionsergebnis weiter verbessert werden. Dem gegenüber stand ein gutes Kostenmanagement sowie ein positives Bewertungsergebnis, so dass zum Jahresende 2019 ein deutlich erhöhtes Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 8,7 Mio. Euro ausgewiesen werden konnte. Angesichts dieser überdurchschnittlich guten Geschäftsentwicklung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat für das Jahr 2019 neben der Dividende von 4 Prozent, wie schon im Vorjahr, einen Bonus von 1,5 Prozent vor. Sollte dem – erwartungsgemäß – die Vertreterversammlung am 12. Mai zustimmen, bedeutete das eine Verzinsung von 5,5 Prozent auf das eingesetzte Kapital!

Mit der Erhöhung der Mitgliedsanteile schafft sich die Rheingauer Volksbank ein noch dickeres Polster an Eigenkapital. Zum Jahresende waren es 106 Mio. Euro, die die Bank noch krisenfester macht. „Das Eigenkapital sichert die Selbständigkeit und Zukunftsfähigkeit der Bank“, verweist der Bankvorstand auf die strategischen Vorteile der Eigenkapital-Stärkung.

Die Dividende, die nach Genehmigung durch die Vertreterversammlung ausgeschüttet werden wird, wird sich in Summe auf 588.000 Euro belaufen – was einem „bankeigenen Konjunkturprogramm“ für den Rheingau gleich komme.

Und noch ein Bonbon wird die Rheingauer Volksbank anbieten: Für kurze Zeit soll eine Nachranganleihe aufgelegt werden, die für einen Zeitraum von 8 Jahren eine jährliche Verzinsung von 1,25 Prozent garantiert. „Bei einer vergleichbaren Aktion im letzten Jahr mussten wir das Programm wegen der hohen Nachfrage schon nach kurzer Zeit stoppen. Die Kunden haben uns die Anleihen förmlich aus der Hand gerissen“, freute sich Andreas Zeiselmaier.

Standorte stärken

Ihre Position als „Bank der Rheingauer“ will die Volksbank durch die Verdichtung ihrer Präsenz in der Fläche stärken, um noch näher bei den Kunden zu sein. „Die Nähe ist uns heilig“, betont Vorstandschef Zeiselmaier. Im Juni soll die erweiterte Geschäftsstelle in der Eltviller „Residenz Rheingauer Tor“ eröffnet und damit das Beratungsangebot intensiviert werden. Dort wird die Fläche fast verdreifacht und damit das Angebot deutlich erweitert. Neben dem Beratungszentrum wird es eine – mit erhöhter Mitarbeiterzahl besetzte – Geschäftsstelle sowie einen SB-Bereich geben. Auch die Verbundpartner Rheingauer Immobilien, Bausparkasse Schwäbisch Hall und die R+V Versicherung werden ebenfalls vor Ort sein. Der Standort in Gutenbergstraße wird darüber hinaus in Form einer SB-Stelle weiterhin bestehen bleiben.

Neben den geplanten Modernisierungen in Rüdesheim und Oestrich sucht die Bank in Winkel und Walluf neue Räumlichkeiten, um auch dort die Geschäftsstellen zu stärken. Die neuen Standorte sollen gut erreichbar sein und ausreichende Parkmöglichkeiten bieten. Gerüchten, dass sich die Volksbank aus Winkel zurückziehen wolle, erteilt der Vorstand eine klare Absage. Das Gegenteil sei der Fall, beteuert Andreas Zeiselmaier: „Wir sind die Bank, die bleibt“, kann er sich einen Seitenhieb auf Mitbewerber nicht verkneifen, die sich aus der Fläche zurückziehen.

Gefährdet sei allerdings der Standort Hattenheim, der wegen seiner Verkehrs- und Parkplatzproblematik nur mäßig frequentiert werde. „Hier sind für das Jahr 2020 Veränderungen angedacht. Geplant ist die Bereitstellung eines SB-Automaten an einem gut erreichbaren Standort“, heißt es zur unbefriedigenden Situation in Hattenheim.

Digitale Angebote

Parallel zur hohen Präsenz in der Fläche erweitert die Bank ihre digitalen Angebote, nach innen und außen. Innerhalb der Bank konnte die Vertreterwahl (die entsprechend der gestiegenen Mitgliederzahl auf 271 angewachsenen Vertreter sollen die Rechte der Mitglieder wahrnehmen) erstmals auch online durchgeführt werden. Zukunftsweisend dabei: Der „durchschnittliche“ Vertreter ist jetzt fünf Jahre jünger als in der vorhergehenden vierjährigen Periode.

Nach außen hin soll bis zum Jahresende an allen Geschäftsstellen WLan zur Verfügung stehen, bereits jetzt sind fast alle Bankgeschäfte auch online möglich. Sehr gut angenommen wird auch die Möglichkeit, mit der Girocard kontaktlos zu bezahlen. In den Service aufgenommen wird mittelfristig auch die Bezahlung über Apple-Smartphones mithilfe von ApplePay.

Bei den Social Media wie „facebook“ und „Instagram“ ist die Volksbank stärker vertreten, auch bei Karrierenetzwerken wie Indeed oder LinkedIn können sich potenzielle Mitarbeiter einen Einblick in die Angebote der Rheingauer Volksbank verschaffen.

Regionales Engagement

Trotz der zunehmenden digitalen Aktivitäten vergisst die Bank nicht ihren regionalen Bezug. „Die Rheingauer Volksbank wird – wie in der Vergangenheit – weiter die Region unterstützen und verstärkt Nachhaltigkeit in den Fokus nehmen“, betont der Vorstand die regionale Verbundenheit. So konnten sich im vergangenen Jahr 96 Institutionen über Spenden in einer Gesamthöhe von 82.000 Euro freuen. Des Weiteren wurden im Rahmen des Sponsorings 48 Veranstaltungen mit insgesamt 72.000 Euro gefördert.

Viel beachtet ist auch die Aktion für den Rheingauer Wald, in dem mithilfe von Spendenaktionen geschädigte Flächen wieder aufgeforstet werden sollen. Und nicht zuletzt ist die Rheingauer Volksbank auch federführend im Gründerzentrum in der Waas’schen Fabrik.

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