Weinstandwoche statt Schnakenfest

Weinstandwoche statt Schnakenfest

Geisenheimer Karnevalisten laden bis Sonntag zum Weinprobieren am Rheinufer

Viel Spaß hatten die Weinfreunde bei den GKClern.

Geisenheim. (sf) – Eigentlich hätten die Geisenheimer Karnevalisten des GKC am Dienstag am Rheinufer mit dem Aufbau für ihr Sommerfest begonnen. Doch auch dieses Fest fällt Corona zum Opfer. Und da es die einzige „Einnahmequelle“ des GKC ist, um das Vereinsheim, verschiedene Fastnachtsgruppen und die Kosten der Kampagne zu finanzieren, hatten sich die Fastnachter etwas als Ersatz einfallen lassen. So waren sie auf die Weinstandgemeinschaft zugegangen, die am Rheinufer den Probierstand betreibt und hatte gefragt, ob sie für eine Woche hier Wein ausschenken dürfen.

Die vier Winzer der Gemeinschaft seien sehr kooperativ gewesen, lobte der GKC-Vorsitzende Stefan Worm. Nicht nur, dass die Weingüter Aßmann, Dillmann, Wiehl und Weihermühle den Karnevalisten eine Woche den Weinprobierstand überließen, auch ihr gesamtes Equipment und die Bestuhlung stellten sie zur Verfügung. Als Dankeschön für dieses Entgegenkommen schenken die Fastnachter in dieser Weinstandwoche die Weine der vier Gemeinschaftswinzer aus.

Mit je sechs Helfern aus den Vereinsreihen bewirten die Karnevalisten seit Dienstag täglich ab 17 Uhr, am Samstag ab 15 Uhr und am Sonntag ab 11 Uhr ihre Gäste mit Wein und kleinen Schlemmereien, die entsprechend der Corona-Einschränkungen in Verpackungen abgegeben werden. So kann man Spundekäs, Brezel und andere Kleinigkeiten zum Wein genießen. Bis zu 170 Besucher dürfen zum weitläufigen Gelände an den Weinstand kommen, schon zum Auftakt konnten die Gastgeber mehr als 100 Besucher begrüßen. Das freute die GKCler sehr. Sie hoffen, dass bis Sonntag noch einige Besucher kommen. „Das wäre schön, nicht nur weil dann doch noch ein bisschen Geld in die Vereinskasse kommt, man freute sich auch wirklich, alle nach so langer Zeit mal wieder zu sehen“, so Stefan Worm. Finanziell sei man zwar gut abgesichert und habe in den letzten Jahren immer gut gewirtschaftet, auch weil das Sommerfest ja nicht „wetterfest“ sei und man durchaus mal ein schlechtes Jahr bei Dauerregen in Kauf nehmen müsse. Auch die Hoffnung, dass die Kampagne wegen Corona nicht ganz abgesagt werden muss, habe man noch und dann gelte es, ab Ende September und Oktober die Tanzgruppe und andere Aktive zu unterstützen. Man werde an der Gemeinschaftsrunde der Rheingauer Carnevalisten teilnehmen und dann erst entscheiden, wie es weiter geht. Ein Hoffnungsschimmer sei auch der große Saal im Rheingau Atrium, der viel Platz biete und so die Abstandregeleinhaltung bei einer Saalfastnacht einfach mache.

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