Caroline Ebert ist neue Kiedricher Weinkönigin

Caroline Ebert ist neue Kiedricher Weinkönigin
Weinkönigin Michelle I. wurde gebührend aus ihrem Amt verabschiedet / Großes Stelldichein aller Weinmajestäten

Kiedrich. (mh) – Der Auftakt des 46. Kiedricher Rieslingfestes auf dem Josef-Staab-Platz bildete einen würdevollen Rahmen für Bürgermeister Winfried Steinmacher, um Weinprinzessin Caroline Ebert zur neuen Kiedricher Weinkönigin zu krönen und die bisherige Amtsinhaberin Michelle I. zu verabschieden.

 

Vor der Krönungszeremonie freuten sich Caroline Ebert und Weinkönigin Michelle I., dass ihrer Einladung zum Empfang im Weingut Speicher-Schuth, dem zweiten Patenweingut der neuen Kiedricher Weinkönigin neben dem Weingut Klostermühle, über 30 Ortsweinköniginnen und Prinzessinnen mit der amtierenden Rheingauer Weinkönigin Katharina Bausch an der Spitze ihrer Einladung gefolgt waren.

Wie CDU-Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper in ihrer Ansprache betonte, „hat Michelle I als charmante Botschafterin und Gesicht von Kiedrich mit Leidenschaft und Kompetenz Kiedrich und seine Winzer vertreten. Auf ihrem Weg zu neuen Ufern wünsche sie ihr alles Gute, Glück und Gottes Segen“.

„Liebe Caroline, jetzt kommt Ihre Zeit“ zeigte sich Petra Müller-Klepper zuversichtlich, „dass Sie Ihr Amt mit Sachverstand, Herz und Charme als Königin der Kiedricher Weine ausüben werden“. Als bereits eingespieltes Team mit der ebenfalls amtserprobten Prinzessin Julia wünschte sie Caroline Ebert eine erfolgreiche Regentschaft.

Vom Weingut Speicher-Schuth waren alle zusammen mit den zahlreichen Ehrengästen zum Festplatz gezogen, wo sie mit großem Beifall empfangen und vom Bürgermeister begrüßt wurden. Darunter die Mitglieder des Hessischen Landtags Petra Müller-Klepper (CDU) und Marius Weiß (SPD). Ferner den Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden Sven Gerich und in Vertretung von Landrat Frank Kilian, die Kreisdezernentin Monika Merkert.

Wie Steinmacher vor der prächtigen Kulisse aller anwesenden Weinmajestäten voller Überzeugung zu Michelle sagte, „tut Abschied immer ein bisschen weh“. Gelte es doch heute, ihr für sechs Jahre Tätigkeit als Kiedricher Weinkönigin ein herzliches Dankeschön zu sagen.

Die Freizeit, die sie in ihrer Amtszeit eingebracht habe, lasse sich in Stunden nicht darstellen. Ihre in all den Jahren erworbene Anerkennung und Sympathie spiegele sich in der Anwesenheit der besonders großen Zahl der Gäste und Ehrengäste, insbesondere jedoch am fast vollständigen Besuch der Weinmajestäten aus dem gesamten Rheingau wider.

Michelle hat sich in ihrer Amtszeit, so der Bürgermeister, „voll und ganz mit dem Amt der Kiedricher Weinkönigin identifiziert und als eine hervorragende Botschafterin die Kiedricher Winzer und das gotische Weindorf repräsentiert“. Auf ihre natürliche, liebenswerte und fröhliche Art habe sie in Kürze die Herzen vieler Weinfreunde erobert.

Angelehnt an die Worte von Martin Bangemann: „Ich gehe zwar, aber ich verschwinde nicht“, zeigte Steinmacher sich zuversichtlich, „dass Michelle Wölfinger sich auch nach der Geburt ihres Kindes in Zukunft für das Gemeinwesen in Kiedrich einbringen wird“.

„Ich glaube, kein Zitat als das von Ina Deter: „Vergangenheit ist Geschichte, Zukunft ist ein Geheimnis, aber jeder Augenblick ist ein Geschenk“, das auch Gegenstand ihrer Krönungsrede war, so Michelle, „könnte meine Zeit als Weinkönigin besser beschreiben“. Trotz aller schönen Erfahrungen sei diese Zeit nun Geschichte. Dazu zählten vor allem die Freundschaften mit den Weinmajestäten.

Beim Rieslingfest des letzten Jahres sei sie sich sicher gewesen, zur Wahl der Rheingauer Weinkönigin anzutreten. Doch das Schicksal habe andere Pläne gehabt. Heute, ein Jahr später, sei sie verheiratet und erwarte in zwei Wochen eine kleine Prinzessin. Vielleicht, warf sie einen mutigen Blick in die Zukunft „sitzen ich mit meinem Mann Carsten in 16 Jahren im Publikum, wenn unsere Tochter zur Kiedricher Weinprinzessin gekrönt wird“.

Dank

Da sie dieses Amt „natürlich“ nicht ohne Unterstützung ausüben konnte, dankte sie als Erstem dem Bürgermeister, „an den ich mich immer vertrauensvoll wenden konnte“. Ferner dem Weinbauverein und dem Verkehrsverein, „die dafür gesorgt haben, dass die Krone auf meinem Kopf immer geglänzt hat“.

Dank richtete Michelle auch an ihre beiden Weinprinzessinnen Caroline und Julia und wünschte ihnen für die bevorstehende Zeit als Kiedricher Weinmajestäten-Duo nur das Beste. Weiteren Dank galt ihren Patenweingütern Sohlbach, Steinmacher und Prinz, insbesondere dem Weingut Bur, „das mir auch das Wissen für eine Weinmajestät beigebracht hat“.

Zu guter Letzt sei es ihr ein großes Anliegen, so Michelle, ihrer Mutter, ihrem Vater und ihrem Ehemann für die Unterstützung zu danken, „ohne die die Ausübung meines Amtes nicht möglich gewesen wäre. Während ihre Mutter immer für eine schicke Frisur und einem gebügelten Dirndl sorgte, habe ihr Vater sie viele tausend Kilometer zu ihren Terminen gefahren und heile nach Hause gebracht“.

Dann nahm Michelle ihre Krone vom blonden Haar, überreichte sie dem Bürgermeister, erhob ihr Glas und verabschiede sich mit einem letzten „Sehr zu Ihrem Wohl“ von allen anwesenden Gästen. Diese hatten ihre Rede, bei der sie am Ende ihre Gefühle nicht ganz verbergen konnte, immer wieder mit Beifall gewürdigt und ihr mit stehenden Ovationen gedankt.

Beifall brandete auch auf, als Steinmacher Caroline Weiler behutsam krönte, ihr die Urkunde überreichte und ihr die uneingeschränkte Unterstützung der Gemeinde zusagte. Auch er habe sich sehr gefreut, dass sie 2016 das Amt der Kiedricher Weinprinzessin übernommen hat und heute das Amt der Kiedricher Weinkönigin übernimmt.

Rückblickend erinnerte er daran, dass sich seit 1958 ununterbrochen junge Damen für das Amt einer Weinkönigin und Weinprinzessin zur Verfügung gestellt haben. Die Kiedricher Winzer können stolz darauf sein, mit Caroline I. auch für die Zukunft eine charmante Botschafterin für ihre Weine gefunden zu haben. Ihr wünsche er eine schöne Amtszeit und bitte um ihre erste Ansprache.

„Ich freue mich sehr, Sie zum ersten Mal offiziell als Kiedricher Weinkönigin zum 46. Kiedricher Rieslingfest herzlich willkommen zu heißen“, dankte Caroline I. ihrer Vorgängerin Michelle, „die mich zu diesem Amt gebracht, mich schon vor ihrer Krönung mit auf Veranstaltungen genommen und mir gezeigt hat, was man als Queenie so alles erlebt.

Dem Publikum verriet sie bei ihrer Vorstellung, dass sie 18 Jahre jung ist und aufgrund ihrer Leidenschaft zum Wein, „die sich auch in meiner beruflich angestrebten Laufbahn zeigt, sie das Amt als Weinmajestät in vollen Zügen genießen werde.

Nach erfolgreich abgeschlossenem Abitur habe sie ein Praktikum im Weingut Weil begonnen und anschließend zwei Monate in einem Weingut in der Nähe von Perth/Westaustralien gearbeitet. Aktuell absolviere sie ein Praktikum bei Rotkäppchen Mumm in Eltville. Im Wintersemester werde ihr Studium der internationalen Weinwirtschaft starten.

Ab heute freue sie sich, mit ihrer Prinzessin Julia das gotische Weindorf repräsentieren zu dürfen. Dann erhob auch sie mit den Worten „Sehr zum Wohl“ ihr Glas und ermunterte alle, „mit uns gemeinsam das Rieslingfest-Wochenende in vollen Zügen zu genießen“.

Nachdem alle Weinmajestäten Michelle Wölfinger für die schöne gemeinsame Zeit gedankt, ihr alles Gute für die Zukunft gewünscht und sich auf die Mitarbeit von Caroline I. in der Queenie-Familie gefreut hatten, eroberte DJ Jobbo die Bühne, um dem Publikum Riesling Rock zu präsentieren.

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