Für Meister Adebar ist (fast) alles vorbereitet

Für Meister Adebar ist (fast) alles vorbereitet
Neuer Anlauf von Arno Opper, Störche im Kiedrichbachtal anzusiedeln

Fabian Sohlbach, Arno Opper und Georg Sohlbach mit den Konstrukten in ihren Händen.

Kiedrich. (mh) – Mit dem Anbringen eines Konstrukts der Marke Eigenbau, bestehend aus in Metallstäbe eingeflochtenen kleinen Ästen, mittels eines Hubsteigers auf die Wagenräder der beiden cirka 20 Meter hohen ausrangierten Strommasten im Kiedrichbachtal haben zwei Storchenpaare seit dem vergangenen Wochenende die besten Voraussetzungen erhalten, um dort ihre Nester bauen zu können.

 

Wie Arno Opper, Beauftragter für den Vogelschutz im gotischen Weindorf, die Aktion begründete, waren die beiden Masten bereits vor etwa zehn Jahren auf Wunsch der Unteren Naturschutzbehörde im Benehmen mit der Gemeinde Kiedrich mit Unterstützung des damaligen E-Werks in Eltville im Wiesenbachtal aufgestellt worden, um dort Störche anzusiedeln.

Danach habe er immer wieder Störche beim Überflug beobachtet. Diese hätten jedoch trotz des dort vorhandenen guten Futterangebots keine Anstalten gemacht, um ihr Nest zu bauen und für Nachwuchs zu sorgen. Danach seien die Speichen des Wagenrades nach und nach durchgefault und abgebrochen.

Er sei sehr erfreut darüber gewesen, so Opper, „dass ich im Rahmen des Kiedricher Weinsteigs im vergangenen Jahr das Interesse von Winzer Georg Sohlbach für einen zweiten Anlauf dieses Projekts wecken konnte“.

„Weil ich möchte, dass dieses Projekt einen erfolgreichen Verlauf nimmt, habe ich Opper zugesagt und ihm meine finanzielle Hilfe angeboten“, so Sohlbach. Er hatte für kurze Zeit seine Arbeit im nahe gelegenen Weinberg unterbrochen und mit seinem Sohn Fabian die neuerliche Aktion mit Interesse verfolgt.

„Weil wir Winzer oft kritisiert werden“, so Sohlbach, sei es sehr wichtig, „die Arbeit von ehrenamtlichen Naturschützern wie Opper zu unterstützen“. Er sei sehr froh darüber, dass sich das Denken von Winzern zum Thema Naturschutz in den letzten Jahren grundlegend verändert hat, „denn wir leben von der Natur und mit der Natur“. Er freue sich immer wieder, „wenn uns ein Storch vermutlich von der anderen Rheinseite bei unserer Arbeit in unserem Weinberg im der Lage „Marcobrunn“ besucht.

Opper freute sich, als Karl Nützmann von der gleichnamigen Firma in Oestrich-Winkel die beiden Konstrukte auf den Wagenrädern erfolgreich angebracht hatte. Da die Störche zwischen Walluf und Schierstein im letzten Jahr für reichlich Nachwuchs gesorgt hatten, hoffe er nun, „dass zwei Paare unser gemeinsames Angebot zum Bau ihres Nestes im Kiedrichbachtal annehmen“.

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