Maßnahmen zur Entschärfung der Unfallgefahr

Bürgermeister Winfried Steinmacher beantwortete den Prüfantrag der SPD-Fraktion

Weil die von der Gemeinde Kiedrich in Auftrag gegebene Verkehrsuntersuchung unter anderem Bedarfe an Maßnahmen für den sicheren Fußverkehr im gotischen Weindorf ergeben hat, sieht die SPD-Fraktion hier eine für Fußgänger wichtige und richtige Verbesserung, ungefährdeter am Straßenverkehr teilnehmen zu können. Dazu brachte sie den Prüfantrag „Barrierefreie Querungen der Hauptverkehrsstraßen in Kiedrich“ in die jüngste Sitzung der Gemeindevertretung ein.

Wie Fraktionsvorsitzender Peter Erkel dazu ausführte, seien Querungen mit taktilen Bodenindikatoren unter Hinzuziehung des Schulwegeplans sowie der Betrachtung der wichtigsten Einrichtungen und Anlaufpunkte sinnvoll und entschärften die Unfallgefahr. Nach Auffassung seiner Fraktion seien die Querungen auch in einem finanziell machbaren Rahmen.

Zu dem Prüfantrag führte Bürgermeister Winfried Steinmacher aus, dass solche Querungen oberhalb der Dreispitz über die Eltviller Straße und die Sonnenlandstraße, unterhalb der Kreuzung Aulgasse/Sonnenlandstraße über die Sonnenlandstraße und oberhalb der Kreuzung Schulstraße/Neue Heimat und Sonnenlandstraße unter Nutzung der dortigen Verkehrsinsel eingerichtet werden können. Ferner am Marktplatz/Eingang Basilica minor über die Suttonstraße sowie in der Höhe Suttonstraße 24 über die Suttonstraße in Richtung Borksgäßchen.

Nach Rücksprache mit dem Ingenieurbüro Scheuermann und Martin sei pro Überquerungsstelle mit Kosten in Höhe von cirka 3.000 Euro zu rechnen. Die genannten Projekte werden, so der Bürgermeister, bei der Einbringung des Haushalts 2023 berücksichtigt. Die Entscheidung über die Bereitstellung der erforderlichen Mittel treffe die Gemeindevertretung.

Weil Kinder oft übermütig aus dem Chorstift kommend in Richtung Suttonstraße laufen und sich somit nach den Worten von Erkel einer Gefahrensituation aussetzen, soll der Gemeindevorstand ferner die Möglichkeit der Errichtung einer Barriere am Rand des Gehwegs vor dem Ausgang am Chorstift über die Suttonstraße prüfen.

Dazu führte Steinmacher aus, dass dort die Möglichkeit bestehe, durch ein Geländer eine Barriere zu schaffen. Dieses könne in den Gehweg einbetoniert werden und habe die Abmessungen 1,00 x 1,00 Meter. Die Kosten für das Material beliefen sich auf rund 200 Euro. Die Ausführung könne im Rahmen der bestehenden Haushaltsmittel nach der Sommerpause durch Mitarbeiter des Bauhofs erfolgen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Andreas Zorn regte zu letzterem Projekt eine Einbeziehung von HessenMobil ab. Auch sollte der Bauausschuss, dessen Vorsitzender er ist, sich zeitnah damit befassen, weil die nächste Sitzung der Gemeindevertretung erst im September stattfinde.

Auf Wunsch des Antragstellers wurde der Prüfantrag zunächst zurückgestellt.



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