Betrieb im Kindergarten Ranselberg geht weiter
Neuer Betreiber ab August / Informationsveranstaltung im Bürgerraum

Jetzt noch die Kita „Am Zauberwald“, ab August dann die „Familien Kita Ranselberg“ mit der AWO als Betreiber.

Lorch. (cp) – Wie mehrfach berichtet, schließt der evangelische Kindergarten „Am Zauberwald“ zum 31. Juli seine Pforten. Die evangelische Kirche sah sich nicht in der Lage, die Betriebsstätte weiter zu führen. Diese Entscheidung führt zu viel Unverständnis gerade auf dem Ranselberg, wo man einig war, dass der Kindergarten erhalten bleiben muss, was nach intensiver Suche durch die Stadt Lorch auch gelang.

Auf die Ausschreibung der Stadt gab es einen Bewerber, die AWO Rheingau-Taunus.

Diese wird nun den Kindergarten mit zunächst 16 Plätzen, darunter sechs Krippen- und zehn Tagesplätze, die bei Bedarf bis auf 35 erweitert werden können.

Um das neue Konzept und auch das Personal vorzustellen, hatte die AWO interessierte Eltern zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, der auch etliche folgten. Georg Breitwieser, Geschäftsführer der AWO, begrüßte die Anwesenden. Obwohl nach wie vor das kirchenrechtliche Einverständnis fehle, habe man die Planungen soweit abgeschlossen, um am 6. August nach den Sommerferien zu starten, so Breitwieser. Auch einen neuen Namen werde der Kindergarten erhalten. „Die AWO Kita Ranselberg, die Familien Kita. Einfach, um sich mit dem Ranselberg zu identifizieren. Auch ist der Kindergarten für die Kinder aus Lorch gedacht“, so Breitwieser. Doch freie Plätze werden auch an Eltern anderer Gemeinden vergeben. Dies war insbesondere für zwei anwesende Eltern aus Kaub interessant. Breitwieser rechne damit, im Juni den Eltern einen Bescheid erteilen zu können.

Zu Beginn des Infoabends gab es noch keine Anmeldungen, doch das sollte sich innerhalb der Veranstaltung schnell ändern – am Ende lagen der AWO die ersten Anmeldungen vor. Ab Mitte Juli will man nun das Gebäude mieten und das Inventar übernehmen. Danach soll alles für den beginnenden Betrieb vorbereitet werden, so der Geschäftsführer. Man will die bestehende Betriebserlaubnis genauso übernehmen wie sie existiere, deshalb stehe man mit dem Jugendamt in Verbindung. Gestartet werde dann mit 44 Wochenstunden und einem täglichen Beginn um 7 Uhr. Auf die Woche verteilt soll der Kindergarten nur an Freitagen kürzer öffnen. Die Gebühren werden sich nach denen der Stadt Lorch richten. Auch werden ab August sechs Stunden täglich kostenfrei sein. Gute Kooperation und Absprachen möchte man mit dem Kindergarten in der Kernstadt treffen, auch was die Schließzeiten im Sommer betreffe. Auch gemeinsame Veranstaltungen seien schon geplant.

Auch die Personalsuche sei weitestgehend abgeschlossen. Die Leitung der Kita wird Tabea Glaßner übernehmen, ihre Stellvertretung ist Corinna Kimpel, die sich als einzige des bisherigen Personals beworben habe. Weiterhin tätig sein wird Beata Kurreck als pädagogische Mitarbeiterin und zuständig für die Küche. Eine weitere Arbeitskraft hatte ihr Interesse bekundet, hier fehle noch die Unterschrift, so Breitwieser. Zum jetzigen Stand fehle noch jemand für 21 Wochenstunden.

Die Personalauswahl sorgte auch für erheblichen Unmut einer Mitarbeiterin aus der jetzigen Kita. Sie war der Einladung ebenfalls gefolgt und machte ihrem Ärger deutlich Luft. Ihrer Aussage nach sei die Weiterführung des Kindergartens ein Betriebsübergang und deshalb hätte man alle ehemaligen Mitarbeiter ohne erneute Bewerbung übernehmen müssen. Dies sei auch die Ansicht ihres Rechtsanwaltes. Breitwieser wies diese Aussage scharf zurück, auch fand er den gewählten Ort für diese verbale Auseinandersetzung sehr unpassend. Die Kirche trenne sich vom Kindergarten, die AWO starte nach Ausschreibung neu, so der Geschäftsführer. Dies sei eine unternehmerische Entscheidung und nicht, weil etwa schlechte Arbeit geleistet wurde, die sei immer hervorragend gewesen. Weiter werde die Kita nach einem erstellten Konzept arbeiten, das den Eltern vorgelegt wurde. Auf die Frage nach der Glaubensrichtung erwiderte Breitwieser, auch wenn dies bei der AWO nicht im Vordergrund stehe, so werde es sicher auch nicht zu kurz kommen. Gerne möchte man auch einzelne Bürger mit einbinden. So wird zum Beispiel der Ranselberger Richard Schöpe Lesestunden abhalten. Auch bei der Antragstellung im Rahmen einer sozialen Beratung sei er auf Wunsch behilflich. Breitwieser bedankte sich für das Interesse und ermutigte alle durch Mundpropaganda weitere Anmeldung zu generieren, um der Kita Leben einzuhauchen.

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Kommentare

Eine Sauerei für alt bewährte Kräfte

Ist doch ein beliebter Trick, mit fadenscheinigen Argumenten die wohlverdienten Ansprüche der langjährigen Mitarbeiter zu umschiffen.
Selbstverständlich ist das Betriebsübergang!

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