Der härteste Job bei der Polizei

Der härteste Job bei der Polizei
Bestseller-Autor Josef Wilfling erzählt im Modehaus Arz

Der Bestseller-Autor und ehemalige Chef der Münchner Mordkommission, Josef Wilfling, erzählte im Modehaus Arz aus dem Alltag eines Ermittlers.

Ransel. (av) – Das Modehaus Arz bietet seinen Kunden Mode auf Großstadt-Niveau. Dort, wo am langen Shopping-Samstag sich die Kunden der Herbst- und Wintermode bedienen, war auch als guter Freund des Hauses der Bestseller-Autor und ehemalige Chef der Münchner Mordkommission Josef Wilfling gekommen. Schon einmal hatte er an gleicher Stelle aus einem seiner Bücher gelesen, in die der 1947 geborene, der 42 Jahre im Polizeidienst tätig und davon 22 Jahre bei der Münchner Mordkommission war, geschrieben hat.

Der Vernehmungsspezialist klärte spektakuläre Fälle wie den Sedlmayr- und den Moshammer-Mord auf, schnappte Serientäter, wie den Frauenmörder Horst David und verhörte Hunderte Kriminelle. Seit 2009 ist Wilfling in Pension und schreibt Kriminalromane.

Bei seinem jüngsten Besuch führte Wilfling, psychologisch fundiert und juristisch versiert in die Geheimnisse der Vernehmungskunst ein, das Herzstück der polizeilichen Ermittlungsarbeit. Die Kriminalfilme im Fernsehen entsprechen nicht unbedingt der Realität, so Wilfling, der aus dem Berufsleben der Ermittler erzählt. Spannend, auch mal heiter. Er erzählt von Machenschaften und wie sie gelöst werden, an Erfahrung und Erfolg fehlt es ihm ja nicht. Kriminalfilme im Fernsehen seien eher Unterhaltung und Fantasie, aber auch schon wieder realistischer als manche Liebesschnulze.

Welche Vernehmungstechniken gibt es? „Wenn man zu einem Tatort kommt, dann erlebt man Angst und Schrecken“, sagte der Bestseller-Autor vor interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern. Hier gehe es nicht um Unterhaltung, oft um die brutale Wirklichkeit. Und wenn man zu einem Tatort gerufen werde, gehe es zunächst immer um einen Toten. Die Ermittlung bei Todesfällen nennt Wilfling den „härtesten Job bei der Polizei“. Die Art der Tötung kenne keine Grenzen. Beginnend mit Messer über Schusswaffen, Vergiftung, Brandlegung, Strom oder Verabreichung von Medikamenten. Liegt ein Fremdverschulden vor oder nicht, woran erkennt man, ob das Gegenüber lügt oder die Wahrheit sagt? Und wie überzeugt man Tatverdächtige davon, dass sie besser kooperieren? Vieles lasse sich im Alltag eines Ermittlers anwenden, sei es bei Verhandlungen oder um dem Wahrheitsgehalt einer Darstellung auf den Grund zu gehen. Ein Blick hinter die Kulissen der Polizeiarbeit, wie er spannender nicht sein konnte.

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