„Wer hart arbeitet darf auch Feste feiern“
Zahlreiche Besucher beim traditionellen Feuerwehrfest

15 Aufnahmen und Beförderungen konnte man an diesem Wochenende des traditionellen Feuerwehrfestes aussprechen.

Lorch. (sw) – „Wer hart arbeitet, darf auch Feste feiern!“, erklärte Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper am Sonntag auf dem Lorcher Feuerwehrfest. Und eben das hatten sich die Feuerwehrleute auch in diesem Jahr wieder verdient. Und so erwarteten 15 Aufnahmen und Beförderungen, Live-Musik, Wasserspiele, eine Hüpfburg und vieles mehr auch dieses Mal wieder die großen und kleinen Besucher des Lorcher Feuerwehrfests. Von Freitag bis Sonntag begrüßten die Mitglieder der Feuerwehr rund um das Gerätehaus in der Jahnstraße zahlreiche Besucher.

 

Hohe Besucherzahlen

„Wir hatten wohl auch aufgrund des Wetters zeitweise mehr Besucher als in den vergangenen Jahren.“, so der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Thorsten Lukas. Natürlich hatte man wegen der großen Hitze auch verschiedene Vorkehrungen treffen müssen. Neben Spielen für die jüngsten Besucher bei denen sie sich mit Wasser abkühlen konnten, hatte man durch große Zelte auch für reichlich Schatten gesorgt. Gerade bei der offiziellen Eröffnung am Freitagabend mit dem traditionellen Cocktailabend waren viele Gäste gekommen. „Gerade am Abend waren die Temperaturen gut auszuhalten!“, erklärte Lukas. DJ Särah Pi sorgte zusätzlich für die musikalische Gestaltung. So konnten die Gäste bis in die Sommernacht hinein mit der Feuerwehr feiern.

Doch auch für Samstag standen einige Programmpunkte auf dem Programm. So stellte man beispielsweise eine Reihe durch Fraport gesponserte Trikots für die Mitglieder der Feuerwehr vor. Um den Besuchern diese zu zeigen hatten Mitglieder aus verschiedenen Altersgruppen diese angezogen und präsentierten diese stolz. Am Abend dann sorgte das Duo „Party Time“ für Musik und brachte damit auch einige Gäste auf die Tanzfläche. Doch nicht nur an die erwachsenen Besucher hatte die Feuerwehr gesorgt, auf die Kinder warteten neben Wasserspielen, einer Hüpfburg auch ein hölzernes Löschhaus bei dem die Jüngsten selbst das Zielen und Löschen üben konnten.

Kinderfeuerwehrpräsentierte ihre Arbeit

Und auch die jüngsten Mitglieder der Feuerwehr nutzten die Möglichkeit sich und ihr Programm zu präsentieren. Spielerisch werden die Kinder zwischen sechs und 10 Jahren einmal im Monat an die Arbeit der Feuerwehr herangeführt, erklärte die Leiterin der Kinderfeuerwehr Christine Lukas. Zum Anlass des Feuerwehrfestes hatten die Kinder zusammen mit ihren Betreuerinnen aus den Reihen der Feuerwehr Wimpel für die Zeltwand gebastelt die genau das zeigten was die Kinder bereits alles lernen. „Dazu gehört zum Beispiel zu üben, wie man einen Notruf absetzt und dabei die Scheu vor einem solchen Anruf zu verlieren.“, erklärte Christine Lukas. Doch auch Sicherheitsaspekte zu Hause sind Thema bei den Treffen. Durch Stadtrallyes erfahren die Kinder außerdem noch einiges über ihren Wohnort und können im Notfall besser ihren Standort beschreiben, gemischt mit Theorie und Ausflügen zur Polizei oder auch zur großen Feuerwache in Frankfurt kommt bei den Kindern so auch keine Langeweile auf. 2011 habe man mit knapp 30 Kindern gestartet und viele davon sind mittlerweile in der Jugendfeuerwehr aktiv. Auch dadurch könne man die stärkste Jugendfeuerwehr im Rheingau stellen, so Lukas.

Für alle Besucher hatte man außerdem einen Gurtschlitten besorgt. Dieser Simulator zeigt bei 6 km/h wie wichtig die Gurtpflicht auch bei geringen Geschwindigkeiten und auf kurzen Strecken ist. Auch deshalb riefen die Gastgeber alle dazu auf den Gurtschlitten einmal auszuprobieren um sich den Gefahren auf sichere Art und Weise besser bewusst werden zu können. Einige Feuerwehrleute machten auch gleich den Anfang um den Besuchern zu zeigen wie der Simulator funktioniert.

Am Sonntagvormittag, während traditionell die Lorcher Kolping Kapelle zum Frühschoppen aufspielte, war es dann wieder soweit verschiedene Ehrungen und Beförderungen durchzuführen. Gerne nutzt die Feuerwehr diesen Anlass um ihre Mitglieder in entsprechendem Rahmen vorzustellen und sie vor den Augen der Bürger zu befördern. Hier startete man wieder mit den Jüngsten. Auch wenn die Kinder nicht befördert, sondern nur in die Kinderfeuerwehr aufgenommen wurden, so war es den Mitgliedern doch wichtig auch diesen Schritt offiziell mit Handschlag und dem Aufsetzen der passenden Mütze zu begehen. So gehören nun offiziell Joel Soarc, Nils Thomas, Jonas Korn, Emma Sophie Gotta, Sarah Büschenfeld, Annelie Happ, Louis Werner, Marlon Büschenfeld und Pia Schlepper zur Lorcher Kinderfeuerwehr. Aus der Kinderfeuerwehr in die Jugendfeuerwehr stiegen dagegen Timo Lukas, Leni Dahlen und Niko Hüttner auf, die an diesem Sonntag ihren Helm überreicht bekamen.

15 Aufnahmen und Beförderungen

Die Beförderung der erwachsenen Feuerwehrleute übernahm dann Bürgermeister Jürgen Helbing. So wurden Adrian Bodenstein, Aron Barthel, Tim Moser, Dominik Mohrmann und Yvonne Moser in den Rang des Feuerwehrmannanwärters beziehungsweise der Feuerwehrfrauanwärterin befördert. Zum Feuerwehrmann wurden weiter Florian Schneider, Jens Werner und Bernhard Brasser ernannt. Und auch in die beiden höheren Ränge des Oberfeuerwehrmanns und das Hauptfeuerwehrmanns wurden an diesem Tag neue Mitglieder aufgenommen. So wurde Celine Henke zur Oberfeuerwehrfrau und Adrian Meckel und Lutz Mohrmann zu Oberfeuerwehrmännern befördert. Schließlich wurden Michael Jung, Jonas Rietzkow und Tamara Jung in den Rang des Hauptfeuerwehrmanns und der Hauptfeuerwehrfrau aufgenommen. Schließlich beförderte man noch Kai Hellerbach zum Brandmeister der Lorcher Feuerwehr. Neben diesen zahlreichen Aufnahmen und Beförderungen stand an diesem Tag aber auch noch eine Ehrung auf dem Programm. Kreisbrandmeister Matthias Dörr nutzte den Anlass um Manuela Muno für ihre 25 jährige Mitgliedschaft bei der Feuerwehr das silberne Brandschutzehrenzeichen zu überreichen.

Neben Bürgermeister Jürgen Helbing gratulierte auch Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper den beförderten Mitgliedern der Feuerwehr und lobte ebenso wie ihr Vorredner Helbing die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrleute. „Die Freiwillige Feuerwehr verdient Anerkennung und Dank!“, so Müller-Klepper, bevor sie der Lorcher Feuerwehr eine Spende überreichte die auch in Zukunft die Finanzierung von Ausrüstung erleichtern solle. Einen solchen neuen Teil der Ausrüstung konnte die Feuerwehr auch gleich an diesem Wochenende endlich einmal offiziell vorstellen. 2016 hatte die Lorcher Kolping Kapelle ein Benefizkonzert zu Gunsten der durch ein starkes Unwetter betroffenen Sauerthäler Bürger veranstaltet. Da deren Schäden jedoch bereits von der Versicherung gedeckt waren baten diese darum die Spende stattdessen der Feuerwehr zukommen zu lassen. Dankbar hatte man diese großzügige Spende angenommen. „Natürlich wollten wir diese dann auch zweckgebunden verwenden“, erklärte Torsten Lukas. So hatte man mit der Spende und einem Beitrag des Feuerwehrvereins einen Hochwasserrollwagen angeschafft. Der Wagen der leicht auf einen Einsatzwagen geladen werden kann ist unteranderem mit einem Wassersauger ausgestattet. Gerade durch die immer häufiger auftretenden Unwetter ist dieser eine wichtige Ergänzung zur Ausrüstung. „Der Wagen war auch bereits im Einsatz und hat gute Dienste geleistet. Wir hoffen aber ihn nicht allzu oft bemühen zu müssen.“, betonte Torsten Lukas und bedankte sich noch einmal bei der Kolping Kapelle für die Spende.

Trotz allem Feiern und der Freude auf dem Feuerwehrfest sei die Lorcher Feuerwehr jedoch zu jeder Zeit einsatzbereit. „Wir sind sogar besser besetzt als an vielen anderen Tagen, da nahezu alle Kameraden da sind!“, so Lukas. Alle Plätze der Einsatzwagen seien rund um die Uhr besetzt und bereit auszurücken.

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