Lorcher Raupen laden zur Couch-Sitzung ein

Alternative zur Saalfastnacht / HR Fernsehen drehte beim LCV

Zur Couchsitzung der Lorcher Raupen begrüßen der Erste Vorsitzende Dieter Klassen und der Sitzungspräsident Eberhard Klein (v.l.).

Lorch. (cp) – Mit steigenden Corona-Infektionszahlen bereits im frühen Jahr 2020 wurde immer klarer, dass eine Karnevalssaison wie in den vergangenen Jahren nicht veranstaltet werden kann. Die Rheingauer Karnevalvereine entschieden sich schnell, die Kampagne 2021 ausfallen zu lassen. Nicht jedoch die Lorcher Raupen. Der LCV suchte schon früh nach Alternativen und so reifte bei Christian Kopp bereits im April 2020 der Gedanke, eine virtuelle Sitzung zu veranstalten. Nachdem man sich im Vorstand damit befasst hatte, kam das Thema bei der Mitgliederversammlung auf den Tisch.

Es wurde kontrovers diskutiert – die einen konnten sich so etwas vorstellen, andere wiederum nicht. Aussagen wie „ohne Publikum, Applaus und Resonanz geht das gar nicht für mich“ waren zu hören. Auch Bedenken, ob solche Pläne auf Zustimmung des Publikums stoßen, wurden geäußert.

Als nächster Schritt sollte das Thema in der Aktiven-Versammlung besprochen werden. Dort war der Zuspruch so groß, dass man in die Planung gehen konnte. Zu dieser Zeit hatte man sich noch vorgestellt, unter den damaligen Pandemieregelungen die Übertragung teils mit Live-Vorträgen und mit Publikum unter Beachtung der Abstandsregelungen durchführen zu können. Das Ganze sollte dann im Bürgerhaus durchgeführt werden. Darüber hinaus sollten Sitzungselemente früherer Jahre eingespielt werden.

Doch dann kam der nächste Lockdown. Die Infektionszahlen schnellten in die Höhe und die Pläne des LCV war vom Tisch. Doch auch jetzt wollte man die Saison nicht beerdigen, sondern plante um.

Geboren wurde dann das Thema „Couchsitzung“, die darauf abzielt, dass man zuhause auf der Couch sitzt und sich die virtuelle LCV-Sitzung ansieht. Hierfür wurden zwölf neue Beiträge coronakonform aufgezeichnet und Material aus 40 Jahren gesichtet. Viel Arbeit für die Aktiven Philipp Gellweiler, Michaela Klassen und Manfred Schnaas, die das Material über acht Wochen sichteten. Hinzu kam das schneiden und die Aufzeichnung der Beiträge, wobei jeder einzelne etwa 60 Minuten Zeit kostete. Fertig waren nun fast fünf Stunden Programm – noch bevor nun einige Rheingauer Karnevalvereine mit Aktionen nachzogen.

Was die Zuschauer der Lorcher Couchsitzung erwartet, da wollten sich Christian Kopp und Sitzungspräsident Eberhard Klein nicht in die Karten schauen lassen. Überraschung sei bei dem bunten Potpourri garantiert.

Sehen kann man die Couchsitzung ab kommenden Samstag, 19.11 Uhr, so lange und sooft man will. Hierfür gab es mit dem Kauf der „Fassenachtsüberlebenstasche“, in der Knabberei, Sekt, Dekomaterial und anderes enthalten war, den Zugang zur Couchsitzung. Der Zuspruch war „überwältigend“, denn fast 300 Taschen wurden an den Mann oder die Frau gebracht. „Viel mehr, als wir uns vorgestellt haben“, so der erste Vorsitzende Dieter Klassen.

Die Taschen werden am heutigen Altweiberdonnerstag ausgeliefert. Taschen gibt es für kurzentschlossene zwar nicht mehr, aber die Zugangsberechtigung zur Sitzung kann man beim LCV noch erhalten.

Aufmerksam auf die besondere Sitzung wurde auch das HR-Fernsehen, das am vergangenen Sonntag bei den Lorcher Raupen drehte und über die Sitzung berichten wird. Ausgestrahlt wird der Beitrag am heutigen Donnerstag um 18.45 Uhr in der Sendung „Die Ratgeber“. Berichte wird es auch von Aktivitäten der Karnevalsvereine aus Eltville und Rüdesheim geben. Trotz Alternativen hoffen die Lorcher Raupen natürlich, 2022 wieder eine normale Session mit einem dreimal Lorcher Raupen Helau feiern zu können.

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