Lorcher Wehr lud zum Feuerwehrfest ein

Lorcher Wehr lud zum Feuerwehrfest ein
Drei Tage Programm am Feuerwehrhaus

Mehrere Beförderungen wurden beim diesjährigen Lorcher Feuerwehrfest ausgesprochen.

Lorch. (cp) – Jedes Jahr am ersten Augustwochenende findet das Feuerwehrfest rund um das Feuerwehrhaus der Lorcher Feuerwehr statt. Wie immer bot man für das Publikum ein abwechslungsreiches Programm, das am Freitagabend mit dem Benefizkonzert von Biber Herrmann begann.

Am Samstag ging es mit dem Programm weiter. In diesem Jahr war die Höhenrettung des Rheingaues-Taunus Kreises zu Gast, um den Zuschauern ihr Können zu zeigen. Die Höhenrettungsgruppe – 2002 gegründet – besteht aus zwölf Feuerwehrmännern und einer Feuerwehrfrau.

Stationiert ist das Fahrzeug der Höhenrettung in Idstein, während die Feuerwehrleute im „Rendevouzsystem“ jeweils direkt zu den Einsatzorten fahren, erläuterte der Leiter der Höhenrettung, Thomas Derstroff von der freiwilligen Feuerwehr Niedernhausen. Aus der Lorcher Höhengemeinde Espenschied gehört Olaf Kunz zu den Höhenrettern. Die meisten Mitglieder haben eine 72-stündige Spezialausbildung an der Feuerwehrschule in Magdeburg absolviert. Genau die gleiche Zeit muss jedes Jahr als Übungsstunden nachgewiesen werden. Die Höhenretter kommen im Schnitt zwischen zehn und 20 Mal im Jahr zum Einsatz – und das nicht nur in der Höhe, sondern auch in der Tiefe. Abgedeckt werden dabei alle seilgestützten Einsätze.

Bei ihrer Vorführung in Lorch zeigte man den Gästen die Rettung eines Bauarbeiters, der im Seil verunglückt war und den man in der Höhe aufnahm und sicher zum Boden brachte. Die Zuschauer bekamen hierbei einen Einblick in die aufwendige und auch schwierige und anstrengende Arbeit der Höhenretter, die für ihre Vorführung mit Applaus bedacht wurden.

Bei sommerlichen Temperaturen ging es am Samstag weiter. Für Essen und kühle Getränke war ausreichend gesorgt. Ebenso stand, wie bereits am Freitag, auch am Samstagabend eine Cocktailbar zur Verfügung. Für die Kinder gab es eine Hüpfburg, ein Fußballtor und bei den Temperaturen angenehme Wasserlöschübungen. Eine durch Spenden gut bestückte Tombola war ebenfalls aufgeboten worden. Musikalisch ging es am Samstagabend mit den Lorcher Schlossbergmusikanten weiter, die diesmal als Duo für Stimmung bis zum Morgen sorgten.

Der letzte Tag des Lorcher Feuerwehrfestes begann traditionell mit dem Frühschoppen, den die Lorcher Kolpingkapelle musikalisch gestaltete. In diesem Rahmen wurden auch Beförderungen für Kameraden und Kameradinnen der Lorcher Feuerwehr ausgesprochen. Dazu konnte Torsten Lukas unter anderem Stadtrat Dieter Klassen in Vertretung für Bürgermeister Jürgen Helbing sowie Feuerwehrkameraden und Kameradinnen aus Ransel, Eltville, Rüdesheim sowie aus Kropp begrüßen. Ein Kamerad aus Kropp erhielt ein kleines Präsent, da er bereits zum 25. Mal in Lorch bei der Feuerwehr zu Gast war. Mit dabei war auch Reiner Oswald vom Brand- und Katastrophenschutz des Rheingau-Taunus-Kreises. Dessen besonderer Dank galt vor allen Dingen den Kameraden und Kameradinnen, die bereits seit Dienstag dafür gesorgt hatten, dass das Fest ausgerichtet werden konnte. Aber Dank galt es auch an die Nachbarn zu sagen, die nicht nur das Feuerwehrfest ertragen mussten, sondern jedes Ausrücken der Feuerwehr, egal zu welcher Uhrzeit, hautnah miterleben dürfen. Stadtrat Dieter Klassen überbrachte Grußworte von Bürgermeister Helbing und dankte der Lorcher Feuerwehr für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz zu jeder Zeit. Dabei sei es wichtig, dass der Fuhrpark der Wehr auf dem neuesten Stand ist. Man könne mit Stolz feststellen, dass die Feuerwehr mit allen Stadtteilen vorbildlich ausgestattet sei. „Wir brauchen den Einsatz der ehrenamtlichen Feuerwehr, denn eine Alternative zum Beispiel durch eine Berufsfeuerwehr wäre nicht finanzierbar. Unsere Pflicht, also die Pflicht der politisch handelnden der Stadt, ist es, die funktionierenden Strukturen der Feuerwehr zu unterhalten und auszubauen. Deshalb verdient Euer Einsatz zum Wohle der Bürger und Bürgerinnen unseren vollsten Respekt und ausdrücklichen Dank“, so Klassen. Stadtbrandinspektor Andreas Bellarz schloss sich den Grußworten an. Alleine die Lorcher Stadtfeuerwehr habe zurzeit mehr als 40 Aktive, davon über 20 Atemschutzträger und sei so gut wie nie aufgestellt, auch was die Ausbildung betrifft, so Bellarz. „Auch mit unser Kinder- und Jugendfeuerwehr sind wir auf dem richtigen Weg und so wird es weiter unser Ziel sein, Eigengewächse aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst zu bringen, wie auch heute bei den Beförderungen zu sehen“, so Bellarz weiter.

Befördert wurde Christoph Breuer zum Feuerwehranwärter. Aaron Barthel und Adrian Bodenstein wurden als Feuerwehrmann aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst übernommen. Die Ernennung zum Oberfeuerwehrmann erhielt Florian Schneider, während Patrick Schneider, Simon Nies und Marc Schmidt zu Löschmeistern befördert wurden. Nach den Ernennungen galt es nochmals Dank zu sagen. Die Jugendfeuerwehr, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum feierte, erhielt bei den Vorbereitungen, der Planung und der Ausrichtung des Jubiläumsfestes tatkräftige Unterstützung von Simon Nies, so die Leiterin der Jugendfeuerwehr Manuela Muno. Dafür erhielt Nies nun ein großes Dankeschön und das Jubiläumsbanner mit allen Unterschriften der Jugendfeuerwehr.

Bei weiterhin schönem Sommerwetter konnte man nun die gewonnenen Preise der Tombola in Empfang nehmen, bevor am Nachmittag selbstgebackener Kuchen und Kaffee viele Abnehmer fand. In den Besitz der Lorcher Feuerwehr ist seit neuestem auch ein Anhänger übergegangen. Der Anhänger wurde von insgesamt 14 Sponsoren für die Feuerwehr angeschafft und wird in erster Linie im Jugendbereich eingesetzt. Aber auch die Sponsoren, die auf dem Anhänger namentlich versehen sind, dürfen bei Bedarf auf den Anhänger zurückgreifen. Ebenso wird dieser der Lorcher Kolpingkapelle und dem LCV für deren Vereinsarbeit zur Verfügung stehen.

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