Nachbarschaftshilfe in Zeiten von Corona

Nachbarschaftshilfe in Zeiten von Corona

Viele Menschen bieten gefährdeten Mitbürgern Hilfe an

Lorch. (sw) – Das Corona-Virus beherrscht das Leben der Menschen in Deutschland und nahezu der ganzen Welt. Während einige wenige den Ernst der Lage nicht begreifen wollen oder sich egoistisch nicht an die Vorsichtsmaßnahmen halten und täglich zahlreiche beunruhigende Informationen auf uns einprasseln, so gibt es doch auch positives zu berichten. Menschen unterstützen sich gegenseitig, helfen denen, die ihre Wohnungen und Häuser nicht verlassen dürfen oder können und vernetzen sich über verschiedene Plattformen – so auch in Lorch.

So wandte sich unter anderem der Ortsvorsteher von Lorchhausen, Thomas Schott, am 14. März über Facebook gezielt an die Lorchhäuser und forderte sie dazu auf in dieser Zeit zusammenzustehen. „Bitte lasst uns älteren Menschen helfen. Fragt ob ihr Ihnen beim Einkaufen helfen könnt. Ältere Mitbürger sind leider eher gefährdet als Jüngere“, so Schott in seinem Text.

Und auch Bürgermeister Ivo Reßler richtete wenige Tage später einen Aufruf an die Bürgerinnen und Bürger. „Bitte unterstützt in allen Ortsteilen die Menschen, die Euch brauchen“, so Reßler. Um dies zu unterstützen richtete man seitens der Stadtverwaltung Lorch in Absprache mit der Lorcher Nachbarschafts- und Generationenhilfe eine zentrale Hilfsstelle im Bürgerbüro ein. Telefonisch oder per Mail können sich hier einerseits Helfer registrieren lassen, die anderen Menschen in dieser Zeit unter die Arme greifen können und möchten, andererseits haben Menschen, die Unterstützung benötigen, hier die Möglichkeit diese auf kurzem Wege zu erhalten.

Vor allem jungeHelfer registriert

16 ehrenamtliche Helfer sind aktuell registriert. „Und es sind vornehmlich junge Menschen, die sich angeboten haben, zu helfen! Das kann uns stolz machen, zeigt es doch, dass die Generationen füreinander da sind“, so Reßler. Um gerade ältere Menschen zu erreichen und sie auf das Angebot aufmerksam zu machen, wurden durch einige der Helfer auch bereits Flyer mit Informationen in Briefkästen geworfen. „Scheuen Sie sich nicht, rufen Sie an oder schreiben Sie uns, wir organisieren und vermitteln die Kontakte. Das Postfach wird kontrolliert, die Telefonnummer ist während der Bürozeiten im Rathaus besetzt“, appelliert der Bürgermeister an die Menschen. „Meine dringende Bitte an alle, die den Risikogruppen angehören:Verringern Sie das Risiko sich zu infizieren und schützen Sie sich selbst!“, fügt er hinzu. Die Helfer würden gerne unterstützten, denn genau dafür hätten sie sich ja registrieren lassen. „Scheuen sie sich nicht, rufen sie an!“ So zeigt sich in allen Ortsteilen von Lorch, dass es auch in diesen Zeiten noch Zusammenhalt gibt und viele bereits sind Nachbarn und Bekannte zu unterstützen. Noch stehen mehr Helfer zur Verfügung, als Nachfrage besteht. „In Lorchhausen helfen sich die meisten in der Nachbarschaft oder der Familie, so dass es für mich als Vermittler bisher nicht viel Arbeit gab. Dennoch haben sich viele bei mir gemeldet, um ihre Unterstützung anzubieten, solle sie nötig werden!“, erklärte Thomas Schott und freut sich über die Solidarität. Und auch in Lorch gibt es noch Kapazitäten, die gerne genutzt werden können, um gerade Mitglieder der Risikogruppen besser zu schützen. „Scheuen sie sich nicht, rufen Sie an oder schreiben sie uns, wir organisieren und vermitteln die Kontakte“, ruft Reßler auf. Wer die nachbarschaftliche Hilfe in Anspruch nehmen möchte, kann sich einfach im Bürgerbüro der Stadt Lorch melden. Dieses erreichen sie unter der Rufnummer 06726 –180 sowie per E-Mail an info[at]lorch-rhein[dot]de. Auf diesem Weg werden nicht nur die Helfer vermittelt, auch Auskünfte und Informationen erhalten Interessierte per E-Mail oder Telefon.

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